TV/DJK Hammelburg - VI Frankfurt (Samstag, 20 Uhr)
"Da wird uns ein hartes Stück Arbeit erwarten", sagt Hammelburgs (8./17) Trainer Tado Karlovic voller Respekt vor der Spielstärke der Top-Talente aus dem Frankfurter Volleyballinternat (12./9). Ein bisschen Erfahrung gegen die Großen und Starken sammeln? Dieser Philosophie folgen die Jungs von Trainer Matus Kalny nicht wirklich und präsentieren sich in puncto Physis und Spielintelligenz im Vergleich zu den etablierten Herrenteams bisher mehr als ebenbürtig. Es reicht ein Blick auf die bisherigen Ergebnisse, um diese These zu untermauern: Zwei Spiele (gegen Friedrichshafen und Leipzig) gewannen sie, vier Spiele verloren die Internatsjungs nur knapp im Tie-Break. Delitzsch, Grafing, Hammelburg und zuletzt Fellbach: All diese gestandenen Zweitliga-Teams schrammten nur knapp an einer Niederlage vorbei.


Kein reiner Punktelieferant

Im Hinspiel vor drei Wochen lagen die Hammelburger sogar mit 1:2 im Rückstand, benötigten einen wahren Kraftakt, um sich dann mühsam zurück ins Spiel zu kämpfen. "Wir sind froh, dass wir mittlerweile auf dem Level der anderen Teams angekommen sind. Im Vergleich zur Nordliga ist die Südliga deutlich stärker und ausgeglichener", freut sich Frankfurts Kapitän Robert Werner, dass sein Team alles andere als ein bloßer Punktelieferant ist.

Die Nachwuchs-Talente vom Volleyballinternat Frankfurt nehmen genau wie die Youngstars aus Friedrichshafen ein Sonderspielrecht wahr. Die Jungs der Jahrgänge 1999 bis 2002 spielen erst einmal in der Südstaffel und gehören alle entweder einer Landesauswahl an oder spielen aktuell in der Jugendnationalmannschaft. Dass sich bei den Jungs neben der Schule viel um das bunte Spielgerät dreht, erklärt Kapitän Robert Werner: "Wir trainieren von Montag bis Donnertag von 8 bis 9 Uhr, dann geht's zum Unterricht, nachmittags steht dann wieder Balltraining auf dem Programm."


Frankfurt will Serie fortsetzen

Vor dem Rückspiel in Hammelburg formuliert der 18-Jährige die Ziele seiner Truppe so: "Nach einem durchwachsenen Start in die Saison haben wir uns gesteigert und in den letzten Wochen bewiesen, dass wir in die zweite Liga gehören. In fünf der letzten sieben Spiele konnten wir uns mit jeweils mindestens einem Punkt belohnen. Obwohl uns die Heimstärke der Hammelburger bekannt ist, soll diese Serie natürlich fortgesetzt werden. Wir können befreit aufspielen und wollen den hoffentlich zahlreich erscheinenden Hammelburger Fans wie im Hinspiel vor gut drei Wochen ein packendes Match liefern."

Nach dem unvergesslichen Abend gegen Schwaig könnte sich Trainer Tado Karlovic durchaus weniger Drama vorstellen. "Natürlich freue ich mich wieder auf einen stimmungsvollen Abend und dass die Jungs aus Frankfurt wieder punkten wollen, ist nachvollziehbar. Allerdings dürfte es auch gerne mal wieder ein Dreier sein." Drei Punkte sind gemeint, denn zuletzt mussten seine Jungs gegen Schwaig und Frankfurt trotz Sieg jeweils einen Zähler abgeben. "Gut ist, dass das Spiel gegen das Internat noch sehr präsent ist und wir wissen, wie wir vor allem unseren Block richtig stellen müssen", sagt der Hammelburger Headcoach.