TSV Rannungen - DJK Dampfach (Sonntag, 15 Uhr)
Der TSV Rannungen (14./26) darf nach dem dritten Sieg in Serie weiter vom Klassenerhalt in der Bezirksliga träumen. In Riedenberg gelang Daniel Kraus kurz dem Abpfiff der so wichtige Siegtreffer zum 1:0, so dass die Mannen von Trainer Klaus Seufert vor der Partie gegen die DJK Dampfach (11./32) nur noch zwei Zähler Rückstand auf Relegationsrang 13 haben, der von derzeit alles andere als überzeugenden Strahlungern besetzt wird. "Am Ende eines ausgeglichenen Spieles, bei dem alle schon mit einem Remis gerechnet haben, konnten wir den "lucky punch" setzen", freute sich Klaus Seufert über den späten Treffer nach einem Missverständnis in Riedenbergs Abwehr. Jetzt geht's gegen in der Rückrunde unglaubliche Dampfacher, die eine tolle Serie vorweisen können. "Sie haben nach der Winterpause noch kein einziges Spiel verloren. Das ist ein sehr starker Gegner, auch wenn sie punktemäßig noch gar nicht so weit weg sind", sagt Rannungens Coach über den Kontrahenten, der sechs Zähler mehr auf dem Konto hat als die "Gücker". Bei einem Heimsieg wären es nur noch drei, weshalb Seufert wieder die Geschlossenheit seines Teams heraufbeschwört. "Diese ist sehr wichtig und sie müssen wir gegen die Dampfacher Qualität mit einem Top-Torjäger Patrick Winter in die Waagschale werfen." Winter hat bereits 15 Treffer auf seinem Konto. Beim TSV können Fabian Erhard, Benjamin Kaufmann und Daniel Kraus jeweils mit neun Toren aufwarten.

SV-DJK Oberschwarzach - FC 06 Bad Kissingen (Sonntag, 15 Uhr)
Weiter hart um den Ligaverbleib kämpfen muss der FC 06 Bad Kissingen (12./29), der die Reise zum SV-DJK Oberschwarzach (3./44) antritt zum Duell der Pokalsieger. Unter der Woche holten sich die Gastgeber den Toto-Pokalsieg des Landkreises Schweinfurt durch ein 3:0 über Forst - und hatten diesen Gegner am Freitagabend zum Punktspiel erneut als Kontrahenten. Die Saalestädter gewannen bekanntlich den Kreispokal mit einem 3:0-Finalsieg über den SV Aura. "Wir haben in der Saison leider ein paar Punkte zu viel liegen lassen, sonst hätten wir es jetzt etwas ruhiger. Aber wir haben alles in eigener Hand und fahren mutig nach Oberschwarzach, um dort zu punkten", ist für Bad Kissingens Coach Mario Wirth die Situation zwar gefährlich, aber noch lösbar. Allerdings ist auch der Kontrahent aus dem Steigerwald hoch ambitioniert. Die Mannschaft vom Trainerduo Alexander Greß und Simon Müller möchte Gochsheim schließlich von Platz zwei stoßen. "Vielleicht ist das ein kleiner Vorteil für uns, dass die Oberschwarzacher dreimal in sechs Tagen spielen", hofft Wirt auf müde Beine des Kontrahenten und eine ähnlich gute Leistung seiner Mannschaft wie gegen Unterspiesheim. Wirth: "Da haben wir sehr gut gespielt und hätten bei zahlreichen Chancen auch gewinnen müssen. Auf der anderen Seite hat uns Flo Rottenberger bei einem Konter am Ende den Punkt gerettet." Im Hinspiel trennten sich die 06er vom Gegner 1:1 und boten auch da eine gute Vorstellung. Nur einmal ließ man Top-Torjäger Simon Müller aus den Augen und der traf prompt zehn Minuten vor dem Ende zum Ausgleich.
FSV Krum - FC Thulba (Sonntag, 15 Uhr)
Um eine gute Platzierung in der Endabrechnung spielen der FSV Krum (6./40) und der FC Thulba (4./42). "Das ist ein direkter Konkurrent um die vorderen Tabellenplätze. Wir fahren dorthin um zu gewinnen, auch wenn es sicher ein unangenehmer Gegner ist, mit einem brutal guten Umschaltspiel. Krum hat eine sehr ausgeglichene Elf, in der jeder torgefährlich ist", lobt Thulbas Spielertrainer Victor Kleinhenz den FSV, mit dessen Trainer Tobias Burger er im Übrigen eine Fahrgemeinschaft zur absolvierten A-Lizenz bildete. Krum kanzelte zuletzt Strahlungen auswärts gleich mit 7:1 ab, doch auch der FC Thulba zeigte sich wieder einmal von seiner besten Seite und gewann in Münnerstadt klar mit 4:0. Kleinhenz: "Das war mit Abstand die beste erste Halbzeit, die wir in der Rückrunde gespielt haben. Die Leistung war klasse. Wir haben schöne Kombinationen gezeigt und entsprechend Tore gemacht." Im Hinspiel schossen die Frankonen durch Marius Schubert (2) und Tobias Huppmann schnell eine 3:0-Führung heraus, am Ende hieß es 3:1.

SV Riedenberg - TSV Münnerstadt (Sonntag, 15 Uhr)
Endgültig auf der sicheren Seite möchte Marius Kubo mit seinem SV Riedenberg (9./36) sein. Dazu soll die Heimpartie gegen den TSV Münnerstadt (5./42) möglichst erfolgreich gestaltet werden. Das gelang im ersten von zwei Landkreis-Derbys innerhalb einer Woche zuvor gegen Rannungen nicht beim 0:1: "Wir haben es verpasst, fünf Spieltage vor Schluss den Deckel drauf zu machen. Im Grunde war unsere Vorstellung gegen Rannungen gar nicht so schlecht. Aber in der entscheidenden Szene haben wir uns zu grün verhalten, sonst hätten wir zumindest einen Zähler mehr", fand Riedenbergs Coach die Niederlage etwas ärgerlich. Gegen Münnerstadt hofft Kubo auf mehr Flexibilität in der Offensive. Stefan Wich kehrte ja bereits in den Kader zurück, Kevin Lormehs soll am Wochenende folgen. Im Angriff der Grün-Weißen haperte es bekanntlich jüngst ein wenig. In den letzten beiden Partien konnte man keinen eigenen Treffer erzielen. Gegen die Nädelsieder um Coach Klaus Keller soll dies wieder klappen. "Beide Trainer schätzen sich und tauschen sich oft aus", berichten Marius Kubo und Klaus Keller unisono.


Keller mit klarem Plan

Keller musste mit seiner ersatzgeschwächten Truppe eine deutliche 0:4-Heimniederlage hinnehmen, wollte dies aber gar nicht erst am eigenen Personal festmachen, sondern erkannte die Überlegenheit der Frankonen neidlos an: "Es gibt so Spiele, in dem der Gegner einfach stärker ist. Und Thulba war im ersten Durchgang prügelstark. Das war das Beste, was ich in der Bezirksliga gesehen habe." Für die Restpartien hat Keller einen klaren Plan: "Theoretisch wäre Platz zwei noch möglich, aber man muss realistisch bleiben. Wir haben im Moment nicht die Form. Unter den ersten Fünf wollen wir am Ende allerdings sein. Dabei wollen wir auch das ein oder andere ausprobieren." Die Partie in Riedenberg sieht Keller erneut auf Augenhöhe: "Es wird die Tagesform entscheiden. Der Gegner ist homogen und schnupperte zwischendurch an den Spitzenplätzen. Es wird nicht einfach."