FC 05 Schweinfurt - 1860 Rosenheim (Donnerstag, 19 Uhr)

Gleich dreimal beschäftigt den FC 05 binnen einer guten Woche der TSV 1860. Am Gründonnerstag kommen die gleichnamigen Rosenheimer, neun Tage später die Münchner und am Mittwoch weilte Außenstürmer Marius Willsch in der Landeshauptstadt, um bei den Löwen einen Leistungs-Check zu absolvieren und seinen Vertrag zu unterschreiben. Damit nicht genug, gibt es am Ostermontag (14 Uhr) noch das Auswärtsspiel beim SV Schalding-Heining.

Bei so viel Betriebsamkeit ist es kein Nachteil, dass Trainer Gerd Klaus erneut aus dem Vollen schöpfen kann und dementsprechend reichlich wechseln wird. So wird am Donnerstagabend gleich mal Willsch pausieren. Dazu soll je ein frischer Sechser und Außenverteidiger kommen. Für Stammtorhüter Alexander Eiban, der sich in Buchbach eine Oberschenkelzerrung zugezogen hatte und erst am Montag wieder spielen wird, steht wieder David Paulus zwischen den Pfosten. Auch Stürmer Adam Jabiri wird zumindest nicht von Anfang an spielen. Pieper/Görtler heißt das Angreiferduo im 4-4-2, mit dem Klaus das Rosenheimer Aufbauspiel frühzeitig unterbinden will.

Denn wie es schief gehen kann, wenn man die Oberbayern sich offensiv zu sehr entfalten lässt, mussten die Schweinfurter im Hinspiel (2:2) erfahren, als sie in den letzten zehn Minuten noch einen 2:0-Vorsprung verspielten.


Aggressivität gefordert

Die Rosenheimer Gefährlichkeit hat einen Namen: Danijel Majdancevic. Auf zehn Treffer hat es der pfeilschnelle und ausgefuchste 29-Jährige bis dato gebracht. Auf die Aufgabe, ihn ausschalten zu können, freut sich FC-05-Innenverteidiger Matthias Strohmaier: "Wir kennen seine enorme individuelle Qualität, die müssen wir mit mannschaftlicher Geschlossenheit unterbinden. Und mit Aggressivität." Dass der Wille zu aggressiver Spielweise nicht unter dem 0:1 in Buchbach und der damit endgültigen Aussichtslosigkeit im Titelrennen gelitten habe, davon ist der 24-Jährige überzeugt: "Wir haben ja noch das Ziel, auf den zweiten Platz zu springen. Das sollte Ansporn genug sein." Außerdem: "Man spielt ja Fußball auch, um Spaß zu haben. Und Spaß hat man bekanntlich nur, wenn man gewinnt."

Derweil hat das Werben des TSV 1860 München um Willsch ein Ende gefunden. Der 27-jährige Rechtsaußen hat beim designierten Regionalliga-Meister einen Vertrag unterzeichnet. Er wird den FC 05 am Saisonende ablösefrei verlassen, da dann sein Kontrakt mit den Schweinfurtern ausläuft. "Wir freuen uns mit dem Spieler, weil das auch eine Auszeichnung für unseren Verein bedeutet", sagt Klaus, der Sportleiter in spe, der sich nun aber auf die Suche nach einem adäquaten Ersatz für den beständigsten Nullfünfer der laufenden Runde machen muss. Weitere ungewollte Abgänge seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu befürchten: "Wen wir halten wollen, hat auch noch Vertrag oder verlängert."