HSC Bad Neustadt - Groß-Bieberau (Dienstag, 17 Uhr)
Im dritten Heimspiel innerhalb von elf Tagen wollen sich die Spieler des HSC Bad Neustadt-Rhön (7./11:9) gegen den alten Rivalen aus Groß-Bieberau (12./8:10) für die erste Niederlage in der Bürgermeister-Goebels-Halle, die man am Samstagabend gegen den HC Erlangen II erlitt, rehabilitieren. "Damit wieder zwei Punkte gutgeschrieben werden, werden wir vor allem in der Offensive zulegen müssen", ist sich HSC-Coach Margots Valkovskis sicher. Tatsächlich übertrumpften sich die Rot-Weißen bei der Niederlage im Auslassen bester Gelegenheiten, selten wurden so viele freie Würfe am Kreis wie auch bei Tempogegenstößen vergeigt. Dies darf gegen die Odenwälder nicht passieren.

Groß-Bieberau hatte im Sommer einen personellen Umbruch in allen Bereichen vorgenommen. Der langjährige Trainer Ralf Ludwig gab sein Amt aus privaten Gründen auf. Beerbt wurde er von Thorsten Schmid, der mit Oliver Lücke einen Stützpunkttrainer des hessischen Landesverbandes an die Seite gestellt bekam. Auch innerhalb des Teams gab es starke Veränderungen, die langjährigen Leistungsträger Benedikt Seeger, Daniel Zele und Felix Kossler verkündeten ihren Abschied. Die Vereinsverantwortlichen leiteten notgedrungen einen Verjüngungsprozess ein, so wurden der 19-jährige Kreisläufer David Rivic und der 18-jährige Außen Jonas Dambach ins Boot geholt. Allerdings verpflichtete man mit Markus Semmelroth und dem kroatischen Nationalspieler Hrovje Batinovic zwei Kracher.

Die Integration der Neuzugänge erwies sich allerdings als nicht so einfach. Nach drei Spieltagen und einer ernüchternden 28:34-Niederlage in Bad Blankenburg, in der die Abwehrspezialisten Till Buschmann (Mittelhandbruch) und Michael Malik (Auslandspraktikum) schmerzlich vermisst wurden, zierte der Traditionsklub das Tabellenende. Doch dann rafften sich die Schmid-Schützlinge auf, gerade Semmelroth und Batinovic harmonierten auf der linken Seite immer besser miteinander, was am vergangenen Spieltag beim klaren 32:21-Erfolg gegen den Aufsteiger aus Bruchköbel deutlich wurde. Da am Schulberg auch Till Buschmann wieder auflaufen kann, wird das Match für die Saalestädter auf keinen Fall ein Selbstläufer.