Mehr Tradition als beim AH-Turnier des FC Hammelburg geht ja kaum. Seit 1968 treffen sich die Routiniers an Dreikönig zum Kräftemessen an der Saale. Das Muskelspiel der 51. Auflage dominierte der FC 06 Bad Kissingen, der neben dem Ausrichter der einzige Verein ist, der an allen Turnieren teilgenommen hat. Mit fünf Siegen in ihren fünf Spielen ließen die Kurstädter beim Spiel mit Rundumbande keinen Zweifel daran aufkommen, dass der Pokal nach 2018 wieder nach Bad Kissingen gehört. Der FC 06 ist im Übrigen auch der allererste Sieger 1968 gewesen und mit sieben Erfolgen der Rekord-Gewinner.

Die abgezockten Kissinger ließen sich selbst von Rückständen, wie gegen den späteren Zweiten SV Langendorf oder den FC Untererthal, nicht aus der Ruhe bringen. Wussten Sie doch mit Ervin Gergely den überragenden Torschützen des Turniers in ihren Reihen, der mit sieben Treffern den Preis für den besten Torschützen mit nach Hause nehmen durfte. Einen guten Torriecher bewiesen zudem Andreas Weigand vom FC Untererthal mit vier Treffern sowie Julian Pfennig (Langendorf), Arek Porombka, Patrick Stöth (beide Kissingen), Mike Ludewig (Hammelburg), Karl-Heinz Thoma und Liviu Bidilici (beide Fuchsstadt). Alle Mannschaften zeigten durchweg spielerisch und technisch ansehnlichen Hallenfußball, so dass die Schiedsrichter Hannes Schneider und Bernd Heinlein nur wenig eingreifen mussten. Erstmals am Start in Hammelburg war ein AH-Team des SV Römershag.

Pech hatte ein Akteur vom Titelverteidiger und späteren Turnier-Dritten FC Hammelburg, der sich bei einer unglücklichen Aktion den Ellenbogen brach, später aber wieder mit Gipsarm unter den etwa 200 Zuschauern auf der Tribüne saß. Die Turnierleitung um Rolf Wintermann, Alexander Köhler und Martin Stapper sowie viele Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Die Siegerehrung nahm Turniergründer und Wanderpokalstifter Edgar Hirt vor, der am Vortag seinen 87. Geburtstag feiern durfte.