EC Pfaffenhofen - Kissinger Wölfe 2:1 (1:0, 1:0, 0:1).
15 Tore hatten die Wölfe in ihren ersten beiden Spielen der Verzahnungsrunde geschossen. Und das gegen die hochgehandelten Teams aus Königsbrunn und Buchloe. Da kommt das magere Resultat aus Pfaffenhofen natürlich als Enttäuschung daher. "Ich habe es ja gesagt, dass in dieser Gruppe jeder jeden schlagen kann und das alles kein Selbstläufer für uns wird", wollte Michael Rosin keineswegs den Stab über seine Mannschaft brechen, die nur im letzten Drittel überzeugen konnte.
"Der Gegner hat verdient gewonnen, weil er agiler war und mehr Intensität aufs Eis gebracht hat", so der Vorsitzende der Kurstädter, die bis auf Spielertrainer Mikhail Nemirovsky (Schulter) alle Leistungsträger an Bord hatten. Also auch Eugen Nold, der aus dem Spiel gegen Buchloe mit einer schmerzhaften Rippenprellung davonkam. "Er war ebenso nicht bei hundert Prozent wie Alexei Zaitsev, der am Donnerstag einen Zahn gezogen bekam", so Rosin.

Vorgelegt hatte der Bayernligist vor nur 170 zahlenden Zuschauern durch Robert Neubauer (19.), ehe Neuzugang Dillon Duprey im Mitteldrittel auf 2:0 erhöhte (32.). Für die Unterfranken reichte es nur noch zum Anschlusstreffer durch Nikolai Kiselev (55.) nach einer Kombination über die Defensivstrategen Niko Grönstrand und Domantas Cypas. "Wir sind jetzt wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. In der Bayernliga wird ein anderes Eishockey gespielt. Jetzt müssen wir gegen Amberg einiges besser machen", sagte Rosin, der sich am Freitag erneut angetan zeigte von der Unterstützung der gut und gerne 50 mitgereisten Fans. "Das ist eine Hausnummer."


Hindelang mischt sich ein

Für Aufregung bei Fans und Vereins-Verantwortlichen hatte im Vorfeld ein Bericht im Münchner Merkur gesorgt, in dem Marc Hindelang, Obmann im Bayerischen Eishockeyverband und einer der Vizepräsidenten im DEB, die Kissinger Wölfe für deren Personalpolitik kritisiert und - unseriöse- Mutmaßungen über die Finanzierung der Mannschaft anstellt.
"Diese Aussagen, wenn sie denn so von Marc Hindelang getätigt wurden, sind lächerlich und schlichtweg falsch. Ich ärgere mich vor allem darüber, dass hier gegenüber unseren Sponsoren ein falsches Bild entsteht. Außerdem investieren unsere Sponsoren wie auch die Zuschauer ja nicht nur in die Mannschaft, sondern ebenso in den Nachwuchs", so Rosin.