Das ist doch ein erfolgreicher Abschluss der ersten Woche der Wintervorbereitung beim Fußball-Bayernligisten TSV Großbardorf. Der Tabellenerste der Nord-Staffel, der mit fünf Punkten Vorsprung in die letzten 13 Spiele geht, hat den Vertrag mit Cheftrainer Dominik Schönhöfer um eine weitere Saison verlängert. "Die wichtigste Personalie konnten wir sehr schnell fixieren, denn beiden Seiten war klar, dass man die bisher so erfolgreiche Zusammenarbeit auch über die Saison hinaus fortsetzen möchte", schreibt der Verein in einer am Freitagmorgen verschickten Pressemitteilung.

Schönhöfer kam zur Saison 2014/15 vom Bezirksligisten TSV Münnerstadt als Nachfolger von Hansjürgen Ragati an die Unterhofer Straße. Er formte die Grabfeld-Gallier zur wehrhaftesten Truppe der Liga. In der vergangenen Saison kassierten die Großbardorfer ganze 26 Gegentore in 34 Spielen: Bestwert. In diesem Spieljahr sind Schönhöfers Großbardorfer drauf und dran, sich dieses Auszeichnung erneut zu verdienen. Elfmal spielte die Schönhöfer-Elf zu Null, nur 15 Mal lag der Ball in 21 Partien im Großbardorfer Netz. Seltener als bei jedem anderen Team. Und da die Defensive laut einer oft zitierten Sportweisheit Meisterschaften gewinnt, wundert es nicht, dass die Grabfeld-Gallier auf einem guten Weg sind, im Titelrennen der eigentlich höher eingeschätzten Konkurrenz aus Hof, Seligenporten oder Weiden ein Schnippchen schlagen zu können. "Taktisch, spielerisch und auch mental", habe er die Mannschaft enorm weiterentwicklet, findet Andreas Lampert aus der sportlichen Leitung des TSV.

Die Gründe dafür liegen für ihn auf der Hand: "Er arbeitet sehr akribisch und hat immer das Ganze im Blick und nicht nur den Moment, was auch für uns als Verein seit vielen Jahren oberste Prämisse ist. Ich denke, genau deshalb passen wir auch so perfekt zusammen." Schönhöfer sei auch für das Umfeld eine "extreme Bereicherung". Schönhöfer selbst sagte, die Arbeit mit der Mannschaft "macht mir unheimlich viel Spaß". Deshalb sei für ihn schnell klar gewesen, "dass ich auch in der kommenden Saison hier Trainer sein möchte". Er spüre, dass die Spieler großes Engagement und Herz für den Klub zeigen "und was sie alles für den Erfolg" tun.

"Und auch das Umfeld und die Vision, die einem im Großbardorf präsentiert wird, ist klasse, da ganz viele Leute für den Erfolg des Vereins arbeiten und das auf allen Ebenen. Ich sehe noch viel Entwicklungspotenzial und bin froh, auch meinen Teil dazu beitragen zu können, dass der TSV weiter so erfolgreich ist wie in den letzten Jahrzehnten auch." Ein Einblick in seine Arbeitsweise gewährt der 45-Jährige übrigens am Mittwoch, 27. Januar, geladenen Sponsoren in Saal. Titel seines Vortrags beim "Anpfiff Zwanzichsechzehn": "Die Motivation einer Mannschaft zu Höchstleistungen".

Lampert kündigte an, nachdem der wichtigste Baustein für die Saison 2016/17 gesetzt ist, nun die Gespräche mit den Spielern zu intensivieren. "Ziel ist, den Stamm des Kaders zu halten, da es ja trotzdem im Großen und Ganzen alles noch junge Kerle sind, bei denen wir auch noch weiteres Entwicklungspotenzial sehen. Dazu soll vielleicht die ein oder andere sinnvolle Ergänzung kommen, die aber vor allem spielerisch und charakterlich zu uns passen muss."