SV Schwaig - Hammelburg Volleys 3:2 (21:25, 26:24, 25:23, 22:25, 15:13).
Wie wäre es denn, wenn Schwaig und Hammelburg bei ihren zukünftigen Begegnungen einfach nur den fünften Satz ausspielen? Das würde die Nerven schonen, wäre aber natürlich nicht so spannend. Im sechsten Aufeinandertreffen beider Teams ging es zum sechsten Mal über fünf Sätze. Jubeln durfte der Tabellenzweite, allerdings hatten die Saalestädter diverse Chancen, den berühmten Sack vorzeitig zuzumachen. "Schade für die Mannschaft und die mitgereisten Fans, dass der ganz große Wurf trotz teils hoher und langer Führung nicht geschafft wurde", brachte es Matthias Fröhlich per Facebook-Post auf den Punkt. Dennoch waren am Ende alle Akteure froh, einen wichtigen Punkt aus Schwaig entführt zu haben.

Es war ein rasanter Beginn der Hammelburg Volleys, die im ersten Durchgang eindrucksvoll vermittelten, dass diese Partie keineswegs über die maximale Anzahl an Sätzen gehen müsse. Bruno Simunic zog die Fäden im Zuspiel, während Johannes Becker für Henning Schulte, der erkältungsbedingt passen musste, den Mittelblock besetzte. Nach der Satzführung machten die Volleys vor gut 300 Zuschauern auch im zweiten Durchgang Dampf, gingen in Führung, gaben diese wieder ab, um beim 24:23 nicht nur Satzball zu haben, sondern auch die Möglichkeit zur Vorentscheidung im Spiel. Die Mittelfranken hatten was dagegen und untermauerten mit den nächsten Punkten ihre Ambitionen auf die Meisterkrone - Satzausgleich.

Der dritte Satz war geprägt von einer lange währenden Führung der Volleys bis zum 17:13. Komfortabel? Mitnichten! Die Gastgeber zeigten sich bissig, kämpferisch und humorlos, vor allem beim ersten Ball. "Durch eine gute Sprungaufschlagserie hatte Schwaig egalisiert, während uns keine Punkte mehr gelangen. Gepaart mit einigen Unkonzentriertheiten, konnten wir den Satz dann nicht mehr umbiegen", fasste Außenangreifer Georg Wolf das Satzende zusammen. Schwaig nahm im vierten Satz den Hammelburger Abwehrriegel mit druckvollen Aufschlägen unter Dauerfeuer (8:4), bevor Georg Wolf ebenfalls großen Gefallen am Aufschlag fand und der Satz beim 14:14 endgültig gen Hammelburg kippte. "Auch der Block wurde nun immer besser, und unser Libero Lukas Spachmann hatte ein paar gute Abwehraktionen", lobte Wolf vor allem die Block- und Feldabwehr seiner Mitstreiter, die in den obligatorischen Tiebreak mündete. Dieser war bis zum 12:12 ein echter Thriller. "Es war ein echt gutes Spiel von uns, leider hatten wir gerade im fünften Satz nicht immer den Schiedsrichter auf unserer Seite", ärgerte sich Georg Wolf über die am Ende verpasste Chance, nicht doch noch einen Punkt mehr erbeutet zu haben. Für die Volleys steht kommenden Samstag das nächste Derby auf dem Spielplan. Dann kommt Meister Eltmann ins heimische Wohnzimmer.