FC Bad Brückenau - TSV Lohr II 27:25 (13:13).

Obwohl der FC Bad Brückenau zum überraschenden Höhenflug in der Bezirksoberliga ansetzt, bleibt FC-Coach Oliver Hilbert-Probeck gelassen: "Unser Ziel ist es, den dritten Platz bis Saisonende zu halten. Alles andere ist Zugabe." Übermut jedenfalls liegt den Sinnstädtern selbst nach dem hart erkämpften Sieg gegen die Bayernliga-Reserve aus Lohr fern. Kein Wunder: Die FC-Herren haben auswärts immer wieder mit großen Leistungsschwankungen zu kämpfen, leben aber bei ihren Heimspielen im Römershager Hexenkessel von der Emotionalität, die von den Rängen auf das eingeschworene Team überschwappt. Der kämpferisch eingestellte TSV Lohr II schielt mit einem Auge schon wieder in die Landesliga und agierte dementsprechend hochmotiviert gegen die Sinnstädter. Schwerstarbeit für die Unparteiischen Maximilian Müller und Tobias Schramm, die von ihrer Bayernliga-Erfahrung profitierten und sich trotz ständiger Turbulenzen auf der Platte nicht aus dem Konzept bringen ließen. Es war ein verbissener Kampf auf Augenhöhe, bei dem die Bad Brückenauer nur selten ihr geliebtes Tempospiel ins Rollen bringen konnten. Mit dem bulligen Allrounder Mischa Bauer hatten die Brückenauer größte Mühe. Auch die kompromisslose Lohrer Deckung, die immer statisch wie ein Felsblock wirkt, aber genial am eigenen Kreis die Lücken schließt, schmeckte den FClern nicht sonderlich. Es brauchte eine konzentrierte Energieleistung bis zur letzten Sekunde, um die Spessart-Handballer in die Knie zu zwingen, die mit einem bärenstarken Kader in die Rhön gereist waren. Am Ende skandierten Fans und Spieler gemeinsam: "Hier regiert der F-C-B."bit

Tore für Bad Brückenau: Simon Dietrich (13/13), Simon Weiner (4), Alexander Bauer (4), Nick Schumm (3), Michael Müller (2), Fabian Peter (1).

FC Bad Brückenau - MHV Schweinfurt 28:25 (13:11).

Na also. Der zweite Saisonsieg in der Bezirksoberliga ist unter Dach und Fach. Gegen physisch starke Schweinfurterinnen, die zu keiner Phase der hart umkämpften Partie aufsteckten, waren die zwei Punkte zwar extrem schwer erarbeitet, aber hochverdient. "Die Mädels haben füreinander gearbeitet und in der Abwehr gut gestanden", lobte Trainer Michael Pragmann sein Team. "Spielentscheidend war, dass wir Spielmacherin Sonja Unger konsequent aus der Partie genommen haben, von Anfang an." Der Kampf um den Klassenerhalt in der stark besetzten Liga ist also nicht völlig aussichtslos. Sinnbildlich für die wiedergewonnene Lust am Abstiegskampf war Kreisläuferin Lena Übelacker, die sich gegen die routinierten Schweinfurterinnen aufrieb und keinen noch so bissig geführten Zweikampf scheute. Michael Pragmann hatte die formstarke Torhüterin Larissa Schneider von Beginn an aufgestellt, die hochkonzentriert und effektiv zu Werke ging. Als in der spannenden Schlussphase Keeperin Annalena Löser ins Rennen ging, fügte sie sich nahtlos ein und setzte die starke Leistung ihrer Teamkollegin fort. Auch Schockmomente wie die Rote Karte gegen Sophie Gundelach, eine zwischenzeitliche Schweinfurter Aufholjagd und Verletzungsunterbrechungen steckte das Team gut weg. Die FC-Rückraumspielerin Gundelach hatte eine Kontrahentin in der Luft mit den Händen leicht angeschoben; die Disqualifikation war angesichts der insgesamt kompromisslosen Partie aber überraschend. Auch wenn in manchen Szenen die Verunsicherung der FC-Frauen bei vermeidbaren Fehlern noch durchschimmerte, so gab es deutlich mehr Lichtblicke als Schattenseiten. "Wir haben zu viele freie Würfe über das Tor gesetzt; daran müssen wir noch arbeiten", so der Trainer. Tolle Tempogegenstöße, mutige Abschlüsse aus dem Rückraum und packende Duelle am gegnerischen Kreis sollten der Mannschaft neuen Mut geben.bit

Tore für Bad Brückenau: Jennifer Frank (9/2), Anna Pragmann (7), Sophie Gundelach (4), Lena Übelacker (4/2), Theresa Löser (2), Sabrina Beck (1), Marie König (1).

DJK Nüdlingen - TSV Mellrichstadt 31:33 (16:16).

Tabellenführer ist der TSV Mellrichstadt jetzt, aber im einzigen Bezirksliga-Spiel am Wochenende war eine Überraschung allemal drin für den krassen Außenseiter. "Wir haben supertoll gespielt. Die 6:0-Abwehr hat konsequent gedeckt und vorne haben wir unsere Spielzüge gut abgeschlossen", schwärmte DJK-Trainer Harry Rauch von seinem Team, das vor guter Kulisse in der Schlossberghalle zur Pause gegen den turmhohen Favoriten ein Remis hielt, zeitweise sogar mit zwei Treffern geführt hatte in diesem Derby. "Nach dem Wechsel haben wir zwar immer wieder zurückgelegen, aber absetzen konnten sich die Mellrichstädter nicht", sagte Harry Rauch. Spielentscheidend sollte die Zeitspanne zwischen Minute 50 und 56 sein, als die Gäste mit einem 5:1-Lauf auf 31:26 davonzogen, mit vier Treffern des überragenden Sebastian Gith, der seine 16 (!) Tore vornehmlich im Gegenstoß oder über die Außen erzielte. "Danach haben wir aber Moral gezeigt und füreinander gekämpft. Schade, dass wir aus einer 6:4-Überzahl zu wenig gemacht und uns nicht mehr belohnt haben", analysierte der DJK-Coach die Schlussphase eines prima Handballspiels.js

Tore für Nüdlingen: Bastian Kiesel (10/4), Julius Rauch (5), Jonas Rendl (5), Kilian Geßner (3), Vincent Przybilla (3/1), Andreas Petsch (2), Alexander Schmitt (1), Kai Kunzmann (1), Philip Güntner (1).

SG Garitz/Nüdlingen - TSG Estenfeld II 30:11 (15:6).

Die 6:1-Führung nach zwölf Minuten war standesgemäß, "dennoch haben wir uns am Anfang schwer getan", berichtet SG-Pressesprecherin Elena Keßler. Wohl ein mentales Problem, weil dem Tabellenführer im Hinspiel die Punkte nicht geschenkt worden waren; und befürchtet werden musste, dass die TSG mit Spielern ihrer ersten Mannschaft auftauchen könnte. Das Gegenteil war der Fall, sodass die SG-Frauen gegen die Rumpftruppe der Gäste leichtes Spiel hatten. "In einem sehr fairen Spiel konnten wir daher munter durchwechseln", so Elena Keßler. In den verbleibenden fünf Spielen braucht es nur noch zwei Siege zum Gewinn der Bezirksliga-Meisterschaft. Formsache, das Ziel dürfte eher sein, die Saison ohne jeden Punktverlust über die Bühne zu bringen: als Aufsteiger.js

Tore für die Spielgemeinschaft: Milena Schmitt (9/3), Marina Titt (5), Katrin Busse (4), Elena Keßler (3), Sarah Zintl (3), Nadja Heer (2), Pia Steinegger (2), Melissa Schäfer (1), Sophie Hippler (1).

SG Garitz/Nüdlingen II - HSG Volkach II 25:21 (12:11).

Spielfrei war Volkachs Erste, dennoch hatten die Gäste nur ihre zweite Garnitur aufgeboten, sodass sich nach dem SG-Blitzstart mit drei Treffern von Hanna Mahlmeister ein Spiel auf Augenhöhe entwickelte mit einer knappen Führung der Spielgemeinschaft zur Pause. Auch nach Wiederanpfiff blieben die HSG-Frauen bis zum 13:13 dran, ehe sich die mit einigen B-Juniorinnen verstärkten Schlossberg-Mädels etwas absetzen konnten. Auf mehr als zwei Tore sollten die Volkacher nicht mehr heran kommen, weil der Einsatz stimmte und insbesondere Hanna Mahlmeister und Melissa Schäfer nicht mit Toren geizten. Damit wahrt die Mannschaft ihre Chance auf einen guten Mittelfeldplatz in der Bezirksklasse.js

Tore für die SG-Reserve: Hanna Mahlmeister (9), Melissa Schäfer (9/3), Pia Steinegger (4), Marina Titt (1), Anna-Lena Höchemer (1), Lina Potsch (1).

TV/DJK Hammelburg - HSV Bergtheim III 29:12 (12:4).

Beim deutlichen Erfolg gegen Bergtheims Dritte musste Hammelburgs Torfrau Sandra Fischer dank einer aufmerksamen Deckung in Halbzeit eins nur viermal hinter sich greifen. Im Spiel nach vorne ließ die Hammelburger Angriffswelle den Vorsprung stetig anwachsen. Ein ums andere Mal fand Bergtheim kein Konzept gegen das variable Angriffsspiel der Heimmannschaft. Besonders die Gegenstöße wurden sehr sehenswert über mehrere Stationen abgeschlossen, insbesondere von Annika Keller und Lena Doschko. Auf der halblinken Angriffsposition wusste Lea Schlereth ihre Freiräume zu nutzen. Bernhard Hereth durfte sich die Freiheit erlauben, die etatmäßige Sieben-Meter-Schützin Laura Finke durch andere zu ersetzen. "Leider konnten diese ihre Chance nicht nutzen", so der Hammelburger Coach.spion

Tore für Hammelburg: Annika Keller (8), Nicole Simon (5), Lea Schlereth (5), Nicole Schröter (4), Lea Doschko (2), Tabea Hüfner (2), Laura Finke (2), Katrin Simon (1).

FC Bad Brückenau II - MHV Schweinfurt 09 II 32:24 (14:12).

Ob die FC-Reserve noch einmal oben angreifen kann, wird ganz davon abhängen, wie viele Spieler den regelmäßigen Trainingsbetrieb absolvieren können. Mit Mark Hannig hatte die Bad Brückenauer Zweite diesmal einen sehr erfahrenen Torhüter im Aufgebot, der schon so manche Schlacht mit dem FC erfolgreich bestritten hat. Auch Dominik Hüfner, der nach langer Abwesenheit zu den Bad Brückenauer Handballern zurückgekehrt ist, wusste mit seiner Routine und Durchschlagskraft voll zu überzeugen. In einem sehr fairen Match unter der souveränen Leitung von Schiedsrichter Dirk Stumpe bauten die Sinnstädter nach und nach ihren Vorsprung aus. Angesichts der extrem effektiven Bad Brückenauer Offensivarbeit hätte das Match durchaus mehr Zuschauer verdient gehabt.bit

Tore für Bad Brückenau II: Dominik Hüfner (9), Urs Grewen (7/1), Jan Markovics (6), Tom Leidel (3), Christian Karl (3), Moritz Schumm (2), Florian Sulzer (1), Sven Schulze (1).

TV Gerolzhofen - FC Bad Brückenau II 18:13 (11:7).

Eine kleine Bad Brückenauer Delegation machte sich auf den Weg in Richtung Steigerwald, wo es nichts zu holen gab. Unter Leitung von Nadine Pragmann, die aufgrund ihres Kreuzbandrisses von der Bank aus agierte, musste die Zweitvertretung der FC-Frauen einem ständigen Rückstand hinterherlaufen, was phasenweise gar nicht mal so aussichtslos schien. Jana Gebhards Anschlusstreffer zum 11:10 war so ein Hoffnungsschimmer. Jedoch gab es auch schwierige Augenblicke zu überstehen, als die Sinnstädterinnen beispielsweise nur noch mit vier Feldspielerinnen auf der Platte standen, nachdem Katharina Schneider und Jana Gebhard Zeitstrafen kassiert hatten. Es bleibt ergebnistechnisch gesehen eine totale Achterbahnfahrt für die neu gegründete Reserve rund um die Spielmacherin Katharina Probeck. bit

Tore für Bad Brückenau II: Katharina Probeck (6), Jana Gebhard (2/1), Irina Trotno (2), Sabine Bott (2), Katharina Schneider (1).