TV/DJK Hammelburg - TSV Lohhof II 1:3 (22:25, 25:21, 21:25, 25:27).
"Gegenüber der Vorwoche habe ich aber eine Verbesserung gesehen", war Coach Olli Möller nicht gänzlich unzufrieden. Aber halt auch weit davon entfernt, an seine Truppe zu viel Komplimente zu verteilen. Die Malaise begann mit dem ersten Satz. "Den zu verlieren, war eigentlich nicht hinnehmbar", kartete Möller verständlicherweise hinterher. Die TV/DJK-lerinnen, die kurzfristig auf Christin Heim und Laura Schmitt verzichten mussten, hatten mit 14:10 geführt, ehe Carina Keilholz mit vielen guten Aufschlägen zu einem 21:14 verhalf. "Vielleicht haben wir da den Satz innerlich schon abgehakt. Wir haben jedenfalls nicht mehr das abgerufen, was wir vorher gezeigt haben", bemängelte Möller. Und war doch schnell wieder versöhnt, weil seine Mannschaft nach dieser herben Enttäuschung nicht aufsteckte. Mit guter Blockarbeit von Tabea Lang, Carina Keilholz und Jana Baumgart. Wieder fanden die Oberbayern besser ins Spiel, aber diesmal genügte den Gastgebern das erarbeitete Punkte-Polster.

Kleinigkeiten waren es, die in Satz drei den Ausschlag zu Gunsten der Lohhofer gaben. Die Verletzung von Tabea Lang, die nur unter Schmerzen weiterspielen konnte. Oder Unkonzentriertheiten, die Fehler und Kopf-Blockaden nach sich zogen. "Negativerlebnisse gehören dazu, weil der Gegner auch Volleyball spielen kann. Das wegzustecken, funktioniert bei uns nicht so gut", wusste Olli Möller, der zumindest mit der Leistung der eingewechselten Paula Hepp absolut einverstanden war. "Die hat in der Abwehr wie in Angriff ihre Sache sehr gut gemacht."
Das Hin und Her des dritten Satzes sollte danach getoppt werden. Mit Höhen und Tiefen (12:15). Und einer Aufschlagserie von Tabea Lang zum 16:16-Gleichstand. Was folgte, war eine Lohhofer Auszeit, waren wechselnde Führungen. Das 24:24 - und dann der nächste kleine Einbruch, der das Spiel entschied. "Kompliment an Lohhof, das auch wenig Wechseloptionen, aber mit Joana Hurler und Kathrin Standhardinger die spielentscheidenden Figuren auf dem Feld hatte", sagte Möller. Was den TV/DJK-Frauen fehlt, ist auch die Unterstützung von den Rängen. Etwa 50 Fans auf der Tribüne der Saaletalhalle taugen eben nicht als Wand, an der es sich abstützen lässt, wenn der Gegner für Wind sorgt.