FC Thulba - DJK Altbessingen (Samstag, 14 Uhr) Im Duell zweier Tabellennachbarn dürften die Gäste (10./17) im Moment zufriedener sein, als Thulbas Frankonen (9./18). Die blieben nach dem 1:2 in Oberschwarzach viermal in Folge ohne Dreier. Doch auch die DJK Altbessingen musste vor Wochenfrist mit einer 1:2-Niederlage vom Feld, hätte bei Spitzenreiter Bad Kissingen allerdings ein Remis verdient gehabt. Aber auch so ist den Jugendkraftlern der Kleinhenz´sche Respekt sicher: "Es ist grundsätzlich beeindruckend, wie es dieser kleine Dorfverein mit fast ausschließlich einheimischen Kickern hinbekommt, in dieser Liga mitzumischen. Neben den bekannten Tugenden wie Kampf und Laufbereitschaft setzen sie auch spielerisch immer mehr Akzente." Mit dem Ex-Schwebenrieder Simon Weißenberger sei viel Qualität hinzugekommen. Und auch die Änderung ihrer Grundausrichtung trage anscheinend Früchte. Die Gelb-Schwarzen verfügen indes mit Julian Wüscher und Tobias Huppmann wieder über mehr Alternativen im Kader. Auch deswegen will sich Thulbas Coach bei der Aufstellung nicht zu sehr in die Karten schauen lassen. Auf der Torhüterposition hat Kleinhenz nach der Verletzung von Daniel Neder großes Vertrauen in Alexander Büchner, dessen Entwicklung er lobt: "Alexander arbeitet zusammen mit Torwart-Trainer Bernd Ließ seit Wochen akribisch im Training und etablierte sich dadurch für uns als der erhoffte Rückhalt im Spiel." TSV Forst - FC Westheim (Sonntag, 15 Uhr) Eine Herkules-Aufgabe steht dem FC Westheim (15./7) bevor. Der leidgeplagte Aufsteiger muss zum TSV Forst (6./20), einem der Favoriten auf den Bezirksliga-Titel. Allerdings kam die Truppe um Spielertrainer Florian Hetzel zuletzt ins Straucheln, ging sowohl zuhause gegen Oberschwarzach (2:3) als auch in Dampfach (1:4) leer aus. Trotz dieser Ergebnisse ist die Spielstärke der Forster mit einer Mischung aus jungen Talenten und höherklassig erfahrenen, routinierten Akteuren unbestritten. "Klar passt bei uns gerade im Moment im negativen Sinn alles zusammen. Aber warum sollten wir nicht in Forst einen Zähler holen können? Es wäre jedenfalls ein Erfolgserlebnis", versucht Westheims Spielertrainer David Böhm den Optimismus beizubehalten. Die jüngste Niederlage zuhause gegen Rödelmaier führt er auf eine verschlafene erste Hälfte zurück und auf ein vom Schiedsrichter falsch ausgelegtes Foul an ihm selbst. Der Matchplan für das schwere Auswärtsspiel steht. Über eine dichtgestaffelte Abwehr sollen klug vorgetragene, schnelle Gegenstöße zum Erfolg führen. "Forst will nach zwei Niederlagen den Bock umstoßen, aber auch wir wollen agieren, nicht zu passiv sein und sie ärgern", sagt Böhm, der mit Andreas Graup (Bänderverletzung) und Maxi Seith (Urlaub) sowie Yannik Pragmann, dessen Verletzung wieder aufbrach, neue Ausfälle zu beklagen hat. TSV Münnerstadt - TSV Bergrheinfeld (Sonntag, 15 Uhr) Mit dem 2:1-Auswärtssieg ggeen sand II hat der TSV Münnerstadt (8./18) den Abstand zur gefürchteten Abstiegsregion komfortabel vergrößert und sich einen Platz im langgezogenen Verfolgerfeld der Liga gesichert. Weiter verbessern kann die Mannschaft von Trainer Goran Mikolaj ihre Position durch einen erneuten Dreier im Heimspiel gegen den TSV Bergrheinfeld (5./21). Doch die "Bercher" erweisen sich in dieser Saison als schwierig zu bespielender Gegner und liegen mit drei Zählern mehr auf der Habenseite aussichtsreich auf Rang fünf. Für Münnerstadts Abteilungsleiter Rainer Schmittzeh ein harter Brocken: "Bergrheinfeld spielt eine richtig gute Saison bisher. Auffällig ist, dass sie gerade vermeintliche Spitzenteams vor Probleme stellen. Aber wir sind personell für das Wochenende gut aufgestellt und wollen auf eigenem Platz einen Sieg nachlegen." Vorsicht ist geboten, denn zum einen ist das Team von Trainer Thomas Gerstner, der von Spielgestalter Thomas Cäsar unterstützt wird, seit acht Partien ohne Niederlage und zum anderen ließ Bergrheinfeld in der Fremde mit Siegen in Thulba (5:1), Bad Kissingen (4:2) oder beim Überraschungsteam aus Hirschfeld (3:1) aufhorchen. Bester Torschütze mit drei Treffern ist der aus der Jugend des FC 05 Schweinfurt gewechselte Niklas Kommer. In der vergangenen Saison blieben die "Nägelsieder" gegen den Kontrahenten aus dem Landkreis Schweinfurt ohne Sieg, holten beim 2:2 am Münnerstädter Sportzentrum aber einen Punkt, während man auswärts mit 0:2 leer ausging. Bis auf die langzeitverletzten Jannik Schmittzeh und Nico Weber dürfte Trainer Goran Mikolaj aus dem Vollen schöpfen können. DJK Hirschfeld - FC 06 Bad Kissingen (Sonntag, 15 Uhr) Die DJK Hirschfeld (3./22) und der FC 06 Bad Kissingen (1./24), bestreiten die Spitzenpartie des Spieltags. Eine Konstellation, die vor der Runde kaum einer erwartet hatte, kam die DJK doch erst aus der Kreisliga empor. Und auch die 06er hatten eine Saison mit Höhen und Tiefen abgeschlossen. Aber es läuft bei beiden Teams, auch wenn Hirschfeld die letzten Spiele gegen Bergrheinfeld (1:3) in Steinbach (1:1) ohne Dreier abschloss und jeweils mit roten Karten gegen Christian Bollstetter sowie Spielertrainer Stephan Nöthling teuer garnierte. Gegen Steinbach zeigte man Moral und glich nach spätem Rückstand in Unterzahl kurz vor Torschluss aus. Noch besser machten es die 06er gegen bissige Altbessinger. Erst egalisierte Luis Hüfner deren Führungstreffer, ehe 06er Cedric Bäßler den 2:1-Siegtreffer erzielte. FC-Coach Frank Halbig warnt vor dem nächsten Gegner: "Ich hatte sie schon vor der Saison auf der Rechnung. Defensiv agieren sie vor einem überragenden Torwart Mehmet Aydin sehr robust. Im Mittelfeld zieht Michel Knaup auf der Sechs die Fäden und vorne haben sie sehr gefährliche Leute wie Patrick Hartmann, Jannik Lutz oder auch Antoniou Spiridon, der wieder in den Kader zurückgekehrt ist. Wir fahren vor dem Spiel mit einem Zähler hin und den möchten wir gerne wieder mit nach Hause nehmen. Auch wenn wir derzeit auf Platz eins stehen, müssen wir uns das Format Spitzenteam noch erarbeiten. Soweit sind wir noch nicht." Nach überstandener Verletzung und Krankheit kehrt Nils Halbig in den Kader zurück. Und auch bei Ervin Gergely bestehen berechtigte Hoffnungen.