Ein besonderes Spiel steht für Werner Köhler auf dem Programm. Schon zweimal war der aktuelle Coach des TSV Rannungen (7./18) Trainer beim TSV Bad Königshofen (3./24). Am Wochenende stehen sich beide Mannschaften gegenüber, das Trainerduo der Grabfelder bildet mit Alexander Sarwanidi und Jochen Tüchert ein Duo, das schon unter Köhler auf dem Feld stand. "Die Jungs kennen mich natürlich, aber ob sie deswegen auch meine Mannschaft kennen, das weiß ich nicht. Ich kenne auf jeden Fall Bad Königshofen sehr gut. Sie spielen bisher eine gute Runde, aber verstecken brauchen wir uns nicht."
Rein sportlich können tatsächlich beide Teams mit ihrem bisherigen Saisonverlauf zufrieden sein. Bad Königshofen gewann zuletzt in Reichenbach klar mit 4:1 und hält damit Anschluss zu den Aufstiegsplätzen, die Rannunger fühlen sich nach dem 2:2-Remis gegen Thulba im Mittelfeld pudelwohl. "Eine Liga, in der so viele Mannschaften absteigen können, gibt es wahrscheinlich in ganz Deutschland nicht noch einmal. Deshalb muss ich mit einem Mittelfeldplatz absolut zufrieden sein."
Weniger glücklich wird man beim FC Thulba (6./19) auf die Tabelle schauen. Nach einigen unnötigen Punktverlusten ist der Rückstand auf Platz zwei mit sieben Punkten bereits größer als das Polster auf Relegationsrang elf (sechs Zähler). Damit man den Blick nicht tatsächlich künftig nach unten richten muss, sollte gegen den TSV Nordheim (13./10) ein Heimsieg her. Die Thulbaer müssen ihr Gleichgewicht finden: 28 Tore sind gut, 22 Gegentreffer viel zu viele für eine Top-Platzierung.
Von zu vielen Gegentreffern kann der TSV Hausen/Rhön (11./13) ein Liedchen singen. Schon 40 kassierte der Neuling in nur zwölf Spielen. Dagegen wirken die 26 Gegentore, die Schlusslicht SV Garitz (16./8) kassiert hat, doch direkt human. Und doch würde der SV sicher gerne mit dem Neuling tauschen. Hatte man die Rote Laterne gerade weitergereicht, kam sie mit dem 1:2 im Derby gegen den FC 06 Bad Kissingen wie ein Bumerang zurück in den Stadtteil geflogen. Es müssen Punkte gegen direkten Konkurrenten her, um die verkorkste Hinserie in den nächsten Wochen zumindest noch etwas aufzuhübschen. Mit einem Sieg über die Rhöner könnte der SV den ersten Schritt in diese Richtung machen.
Herkulesaufgaben stehen für den FC Reichenbach (10./13) und den TSV Wollbach (15./10) auf dem Programm. Zumindest von der Papierform her, was die Reichenbacher angeht. Die müssen zwar zum TSV Großbardorf II (4./23), doch dessen Heimbilanz liest sich gar nicht so Furcht einflößend: Die Bayernliga-Reserve kassierte all ihre vier Saisonniederlagen vor heimischer Kulisse, zuletzt setzte es ein 0:4 gegen Spitzenreiter Strahlungen. Und die Wollbacher? Die bekommen Besuch vom neuen Tabellenzweiten FC Bad Kissingen (2./26). Der dürfte aus dem Last-Minute-Derbysieg über Garitz noch einmal Kraft getankt haben und wird die Rolle des ersten Verfolgers nicht leichtfertig wieder abschenken. Team der Stunde sind sie deswegen aber trotzdem nicht, die Kreisstädter.


Team der Stunde

Denn der FC Bad Brückenau (8./18) hat nach seinem indiskutablen Saisonstart inzwischen fünf der letzten sechs Spiele gewonnen und sich zu einer echten Herausforderung für den ungeschlagenen Spitzenreiter FC Strahlungen (1./32) gemausert. Mit dem 2:1-Heimsieg über Eßleben hat der SV Ramsthal (2./28) derweil seinen zweiten Tabellenplatz in der Kreisliga Schweinfurt 1 verteidigt. Jetzt steht die schwere Aufgabe beim TSV Abtswind II (8./18) auf dem Programm.