TSV Münnerstadt - TSV Unterpleichfeld.
Sicher, vom Tabellenstand her, das Spiel des Spieltages, ist die Begegnung des TSV Münnerstadt (3./16) gegen den TSV Unterpleichfeld (1./19). Die Mürschter gefallen sich in der Rolle des Herausforderers und wollen den Tabellenführer vom Thron stürzen. "Dieses Spiel ist für uns ein Gradmesser, um zu sehen wie weit wir sind, ob wir so einem Gegner Paroli bieten können. Ich schätze Unterpleichfeld als stärkste Mannschaft in dieser Liga ein. Sie wurden nicht umsonst vor der Runde am häufigsten als Titelanwärter genannt. Wir freuen uns jedenfalls sehr auf die Partie, wobei es mit einem Sieg in Wiesentheid noch schöner gewesen wäre", so TSV-Coach Adrian Gahn. Von dort kehrten die Nägelsieder mit einem torlosen Remis im Gepäck zurück. Es war zwar nicht der von manchem erhoffte Dreier und damit der sechste Sieg in Serie, doch auch mit dem Punkt konnte Gahn letztlich leben. "Insgesamt war es ein gerechtes Remis. Wir hatten am Anfang des Spiels durch Julian Göller zwei Bretter. In der Folge hielt unser Keeper Lorenz Büttner zweimal stark gegen Wiesentheider Angreifer." Die Spielvorbereitung unter der Woche für das anstehende Spitzenspiel gestaltete sich dagegen relativ schwierig, da im Kader eine leichte Grippewelle grassiert und einige Kicker leichte Blessuren mit sich tragen. "Das war bisher die extremste Trainingssituation seit ich in Münnerstadt bin", konstatiert Gahn, der sich und seine Jungs dennoch gewappnet sieht. "So ein Top-Spiel kitzelt nochmal 10 Prozent mehr aus einem raus, da muss ich nicht zusätzlich noch motivieren." Auf die, nicht nur in Wiesentheid, sehr zuverlässige Innenverteidigung um Stephan Nöthling und Johannes Kanz wird sicherlich einiges an Arbeit zukommen, denn der Spitzenreiter reist mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen ans Münnerstädter Sportzentrum. Jüngst drehte die Truppe von Spielertrainer Thomas Redel berger das Spiel gegen Aufsteiger Krum nach einem 0:1-Pausenrückstand noch in ein 3:1 und gestaltete mit Ausnahme der Pleite in Oberschwarzach (0:2) und dem Auftakt-Remis gegen Fuchsstadt sämtliche Spiele siegreich.

SV-DJK Oberschwarzach - SV Riedenberg.
Kaum zu stoppen ist derzeit der grün-weiße Rhön-Express. Auch gegen den FC Gerolzhofen hielt sich der SV Riedenberg (2./19) schadlos und kam zu Hause zu einem knappen, letztlich aber hochverdienten 1:0-Erfolg. Satte 19 Punkte hat das Team von Trainer Rüdiger Klug derzeit schon auf dem Konto, der Lohn dafür ist mit der Auswärtspartie beim SV-DJK Oberschwarzach (4./15) ein weiteres Spitzenspiel mit Aussicht auf Rang eins. Gewohnt souverän zeigt sich SV-Coach Rüdiger Klug hinsichtlich des Gipfeltreffens. "Wir schauen auf uns, auch wenn wir gegen einen starken Gegner kicken, der selbst die Punkte einfahren möchte. Letztlich wollen wir immer möglichst gut spielen und gewinnen. Ich bin nicht der Typ, der sagt, wir fahren jetzt zu einer guten Truppe und sind deswegen mit einem Punkt zufrieden." Entsprechend hat Klug auch das mögliche Siegesrezept in petto. "Es gilt unsere Ballverluste im Mittel- sowie Angriffsdrittel unter Druck zu reduzieren und unsere Angriffe möglichst schnell und breitgefächert, also sowohl durch die Mitte als auch über die Flügel, durchzuführen. Schnelles Umschaltspiel eben, so wie wir es zum Beispiel in Geesdorf sehr gut gemacht haben." Gegen Gerolzhofen klappte dies nur zum Teil, da der Gegner tief stand und die Grün-Weißen anrennen ließ. "Es gestaltete sich lange schwierig den Block zu knacken. Mit unseren Einwechslungen haben wir es mehr über die Flügel versucht, dadurch wurde es dann besser und so wurde auch das Tor erzielt", so Klug. Der letztjährige Aufsteiger aus Oberschwarzach startete ähnlich gut in die Saison wie Riedenberg und gibt sich durchaus ambitioniert. Im Riedenberger Lager steht Spielmacher Christoph Dorn berufsbedingt nicht im Kader und auch hinter Philipp Dorn (Studium) sowie Thomas Schaab (Erkältung) stehen zumindest Fragezeichen.

FSV Krum - FC Fuchsstadt. Knüppeldick kommt es derweil für den FC Fuchsstadt (14./7). Die doch überraschende 1:4-Heimniederlage gegen den SV Rödelmaier war bereits die vierte Pleite der Saison. Noch dazu flogen Florian Thurn sowie Andreas Graup mit Knallrot vom Platz und gesellen sich zum, bereits in Dampfach, des Feldes verwiesenen Julian Schaupp, was die Personalnöte von Trainer Dirk Züchner vor der Partie bei Aufsteiger FSV Krum (7./11) noch vergrößert. "Bei uns ist im Moment die Seuche drin", so Züchner, der seine Jungs gegen Rödelmaier zunächst auf dem richtigen Weg sah. Man führte mit 1:0, kontrollierte die Partie und verpasste lediglich das vermeintlich entscheidende 2:0. Mit dem Ausgleichstreffer kurz vor und der Roten Karte für Florian Thurn kurz nach der Pause entglitt den Fuschtern die Partie. "Das hängt in den Köpfen der Spieler. Wir stehen aktuell im Abstiegskampf und das wissen wir. Die Trainingseinheiten unter der Woche waren gut. Da müssen wir jetzt durch und kleinere Schritte nach vorne machen. Es wird wieder bergauf gehen", glaubt der FC-Coach fest an seine Jungs. Neuling Krum hat sich in der Liga gut akklimatisiert und bereits drei Siege auf der Habenseite. Maßgeblichen Anteil daran hat der sechsfache Torschütze Thomas Durst. Vor Wochenfrist kratzte das Team vom Ex-Sander Marco Mahler bei Spitzenreiter Unterpleichfeld an einer Überraschung, ehe man in Durchgang zwei das Spiel nach einer 1:0-Führung doch noch mit 1:3 abgeben musste. "Wir müssen in Krum zunächst einmal gut stehen und zumindest einen Zähler holen. Uns fehlt einfach das Erfolgserlebnis, dann glauben die Spieler auch wieder an sich", gibt sich Züchner vorsichtig, der hofft, "nach jetzt noch zwei bis drei heißen Wochen" wieder alle Mann an Bord zu haben. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings zunächst auf dem Krum-Spiel.