Die große Nummer ist der Club im deutschen Profifußball ja nicht mehr. Aber die Liebe und die Leidenschaft für die Erben von Max Morlock ist ungebrochen in der Region. Und weil auf der anderen Seite des Platzes mit den Würzburger Kickers ein hochinteressanter Emporkömmling stand, kamen die Zuschauer in Massen in den Sportpark, wo die ausrichtenden TSV Reiterswiesen und FC 06 Bad Kissingen mit ihren 150 Helfern eine organisatorische Meisterleistung an den Tag gelegt hatten. Allein der kleine Schauer vor dem Spiel sorgte für kurzes Stirnrunzeln bei den über 3000 (!) Fans. Aber die Schirme durften wieder geschlossen, die Kapuzen von den Häuptern gezogen werden. Es war ein Fußballfest.

Mit vier Toren und einem gerechten Remis. Mit einem sehenswerten Kopfballtreffer hatte Clemens Schoppenhauer den selbstbewussten unterfränkischen Drittliga-Aufsteiger in Führung gebracht. Der Zweitligist hatte die richtige Antwort parat mit dem Ausgleich von Alessandro Schöpf nach einem Bilderbuch-Konter und ging nach der Pause in Führung durch den verwandelten Handelfmeter von Rurik Gislason. Aber die von Bernd Hollerbach trainierten Mainfranken sind eine Truppe mit Charakter, die durch Adam Jabiri zum 2:2-Endstand traf. Nach dem Spiel waren insbesondere die Autogramme der Cluberer ein gefragtes Andenken an diesen wunderbaren Fußball-Abend. Viel Zeit nahmen sich die Profis für ihre jungen Fans. Zähler für die Zweitliga-Saison gab es diesmal nicht. Aber Sympathie-Punkte im Überfluss. Ausführlicher Bericht mit großer Bildergalerie folgt.