Thomas Hammer strahlte. "Das ist eine überragende Resonanz. An anderen Stützpunkten erscheinen bei gleicher Gelegenheit wesentlich weniger Interessierte", sagte der Stützpunkt-Trainer angesichts der 25 Teilnehmer am Demo-Training "Am Kleinfeldlein" in Münnerstadt. Das verwunderte die Teilnehmer, "denn bei solchen Gelegenheiten bekommst du ausgezeichnete Tipps für die Trainingsarbeit im Verein", so der Auraer Juniorenkoordinator Wolfgang Illig. "Die Juniorentrainer in unserem Verein freuen sich über die frischen Informationen und sind begierig auf die bei solchen Anlässen verteilten Broschüren." Dem konnte der Hassenbacher Oliver Hofmann, dessen Sohn Tim der Demogruppe des Jahrgangs 2004 angehörte, nur zustimmen. "Da kann man für die tägliche Arbeit immer etwas mitnehmen."

Auch der Untererthaler Matthias Schneider, Coach der U-19 bei der Viktoria, schaute wissbegierig zu. Insgesamt sieben Junioren, davon drei von der U-13 seines Vereins, kommen regelmäßig zum Stützpunkt - Nachhaltigkeit im Verein auf hohem Niveau. "Aber nicht nur die Fortbildung der Trainer ist für mich Anlass zum Erscheinen", erklärt mit René Schäfer der U-11-Coach beim FC 06 Bad Kissingen, der erstmals seinen "Co" Andrei Puscas mitgebracht hatte. "Auch der Gedankenaustausch mit den Stützpunkttrainern und den anderen Kollegen steht für mich im Vordergrund eines solchen Abends." "Dass dabei das eine oder andere Freundschaftsspiel vereinbart wird, gehört zu den angenehmen Nebeneffekten einer solchen Veranstaltung", weiß ", Volker Hahn, Coach der U-13 der JFG Sinntal/Schondratal und Vater zweier Spieler der Demogruppe, die sich gemäß dem Motto diversen 1:1-Situationen stellte.

"Das fintenreiche Spiel nach vorne soll die Jungs und Mädchen auch in ihrem Zweikampfverhalten fördern. Und wir legen Wert darauf, dass der Ball auch mit dem sogenannten schwächeren Fuß um den Verteidiger gelegt werden soll", erklärt Thomas Hammer. Apropos Mädchen. "Wir verfügen da über große Talente", erklärte Hammer in der Nachbesprechung. Mit Jule Betz (Thulba) und Johanna Mack (Stangenroth), die beim FC 05 Schweinfurt kickt, gibt es ehrgeizige und willensstarke Spielerinnen in der Region.


Basis durch Leichtathletik

Dass Jule Betz heraussticht, führt Hammer auch auf ihr Leichtathletik-Training zurück. "Das hat ihre Koordination und Beweglichkeit ungemein gefördert." Ein Sorgenkind bleibt die Position des Torhüters. "Da gibt es derzeit nur ganz wenige mit Talent", bedauerte Thomas Hammer. Eine Ausnahme ist Tim Hofmann, der neben dem Stützpunkttraining noch zweimal in der Woche beim TSV Großbardorf trainiert. Auch seine Stützpunkt-Trainer-Kollegen Marcel Klug und Peter Rückel wünschen sich mehr Interesse der Jugendlichen.

Rückel erklärte im Übrigen auf Nachfrage, warum er seit 1995 als Juniorentrainer aktiv ist und nie eine Herrenmannschaft übernehmen wollte und will. "Ich hatte selbst gute Jugendtrainer. Es ist mir wichtiger, den Jugendlichen etwas beizubringen, außerdem ist deren Einstellung zum Fußball mangels anderer Ablenkungen positiver." Deren Förderung bleibt weiter intensiv, so wird nach Ende der Freiluftsaison in der Halle weitergeübt.

Am 6. Januar findet in Großheubach ein Turnier für den Jahrgang 2004 statt, bei dem die Stützpunktteams zum direkten Vergleich gegeneinander antreten und die Besten für die Regionalauswahl herausgefiltert werden. Das Stützpunkttraining in Münnerstadt, "wo wirklich beste Verhältnisse vorhanden sind", so Thomas Hammer, beginnt wieder am zweiten Märzwochenende. Abschließend gab es noch einige Tipps für die interessierten Beobachter. "Legt das Trainingsfeld nicht so groß an, damit die Spieler immer in Ballnähe sind. Und beobachtet die konditionelle Situation des Einzelnen, wobei sich die Kinder in diesem Alter recht schnell von den Trainingsstrapazen erholen", so Hammer.