HSG Fichtelgebirge - SG Garitz/Nüdlingen 27:21 (13:14).
Die SG Garitz/Nüdlingen hat zwei Gesichter, in der heimischen Schlossberghalle läuft das Team mit breiter Brust auf und zerlegt auch eine Spitzenmannschaft wie den TSV Ismaning vor einer Woche. Auswärts reicht selbst ein Vorsprung zur Pause nicht, um das Selbstbewusstsein zu stärken. "Ich habe keine Ahnung, was da passiert ist. Wir haben zu Beginn der zweiten Hälfte übernervös agiert, konnten nicht einmal eine doppelte Überzahl zu einem Torerfolg nutzen", rätselte Trainer Norbert Senft, der seine Mädels in den ersten 30 Minuten gut im Geschäft sah, denn mit dem Halbzeitpfiff lag das Gästeteam mit einem Treffer vorne. Obwohl Anna Kleinhenz und Lisa Wenzke angeschlagen ins Spiel gegangen waren. "Aber die Last ist bei uns auf zu wenigen Schultern verteilt, wenn Lisa die Mannschaft lenkt, halten wir voll dagegen", sah der SG-Coach seine Mädels bis zur 50. Minute auf Augenhöhe. "Dann kam noch die Rote Karte für Anne-Lena Früh dazu und wir waren aus dem Spiel. Die HSG hat letztlich verdient gewonnen, wenn auch um einige Tore zu hoch."
Für Senft heißt das, dass er im Training besonders im mentalen Bereich arbeiten muss. Seine jungen Spielerinnen sind in der heimischen Halle "doppelt so stark". Am kommenden Wochenende stehen für die SG Pokalspiele gegen Rimpar und Winkelhaid auf dem Programm, das sind für Norbert Senft zusätzliche Trainingseinheiten, auch wenn er betont, dass das "Weiterkommen Pflicht ist". "Wir müssen uns Schritt für Schritt verbessern, es war von vorne herein klar, dass das zweite Bayernliga-Jahr schwierig wird." ts
Tore für die SG: Anne-Lena Früh (8), Sabrina Kleinhenz, Anna Kleinhenz (je 3), Lisa Wenzke, Ronja Schwalbe, Melanie Dotzer (je 2), Anna Zimmer (1).