Wolfgang Illek zeigte sich begeistert: "Dafür, dass der Lauf das erste Mal seit 2011 stattfand, sind 27 Starter eine Menge." Der Vorsitzende des SV Wildflecken meint den "Run up the hill"-Traditionslauf, den einst die US-Armee während ihrer Stationierung in Wildflecken ins Leben rief. Heute ist nur noch die Bundeswehr in der Rhön-Kaserne postiert, trotzdem wollen die Wildfleckener den Lauf wieder fest in ihren Sportkalender integrieren.
Der Gewinner Florian Kretschmann (ohne Verein) zeigte erst bergauf seine Stärken und lag mit 13:11 Minuten 14 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Esmat Rezaej (TV Bad Brückenau). Holger Trump (Gefechtssimulationszentrum Heer) kam auf der knapp dreieinhalb Kilometer langen Strecke mit 14:02 Minuten als Dritter ins Ziel. Bei den Frauen setzte sich Nadine Richter (TuS Griesheim) mit 15:49 Minuten vor Ricarda Eckert (WSV Oberweißenbrunn) mit 18:55 Minuten und Ingeborg Joa (TV/DJK Hammelburg) mit 20:56 Minuten durch. Auch dem ältesten Teilnehmer, Lothar Ganß (DJK Salz) mit 79 Jahren, machten die knapp 150 Höhenmeter nichts aus, er lief die Strecke in 23:40 Minuten. Illek war von Ganß' Engagement zurecht fasziniert, der sich vorher mehrmals beim Veranstalter gemeldet hatte, weil er unbedingt mitlaufen wollte.
Die Teilnehmer liefen bei besten äußeren Bedingungen erst eine Runde um den Platz des Sportheims, damit sich das Feld auseinander zog, und danach die Originalstrecke vom ersten Lauf. Doch nicht nur die Strecke war original, auch der Stuhl, auf dem Sieger Kretschmann anschließend Platz nehmen durfte, war der von den Amerikanern. "Das versetzte alle Teilnehmer in Begeisterung, wir hatten danach viel Zuspruch, dass wir nun jedes Jahr diesen Lauf anbieten sollen", sagte Illek. Der Termin für den nächsten "Run up the hill"-Lauf ist derzeit im Gespräch. Für den würde sich Illek mehr Teilnehmer wünschen: "Der Lauf hat Tradition, deshalb werden wir daran arbeiten, dass es nächstes Jahr mehr Läufer werden."