SV Lohhof II - TV/DJK Hammelburg (Sonntag, 13 Uhr)

Schluss mit nur Training: Nach drei spielfreien Wochen dürfen die Hammelburger Volleyballerinnen endlich wieder ihrem Lieblingshobby frönen. Am Sonntag trifft der Tabellensechste auf die Mädels aus der Talentschmiede in Lohhof. Der kleine Ortsteilverein aus der Gemeinde Unterschleißheim prägt seit Jahrzehnten den Volleyballsport im Damenbereich.

"Leider kommt durch solch lange Spielpausen nie so etwas wie Kontinuität auf, und aus dem Rhythmus wirft es uns auch", outet sich Trainer Oliver Möller nicht gerade als Fan des diesjährigen Spielplans. Genutzt hat der Hammelburger Übungsleiter die vergangenen Wochen, um an der Trainingsintensität zu schrauben, und mit Kraft und Kondition zwei wahrlich "beliebte" Themen seiner Spielerinnen auf die Agenda zu setzen. Gegen die Bundesligareserve vom Leistungsstützpunkt Lohhof erwartet die Saalestädterinnen ein sehr junges und mit Talenten gespicktes Team. "Zusammen mit Augsburg habe ich Lohhof bereits vor der Saison als einen Kandidaten im Titelrennen gesehen", weiß Möller um die Schwere der Aufgabe. Auch wenn die bisherigen Ergebnisse der Lohhoferinnen seine Saisonprognose noch nicht ganz untermalen: "Natürlich hat mich der Saisonstart von Lohhof verwundert, allerdings schreibe ich das ganz eindeutig deren Jugendlichkeit zu", so der Trainer, der deutliche Parallelen zu den Internatsteams im Bundesliga-Wettbewerb sieht: "Das sind Teams, die sich am Anfang finden müssen, und die dann mit jedem Spiel besser und besser werden."


Lohhoferinnen auf dem Zettel

Respekt hat der Hammelburger Trainer besonders vor einer Akteurin: Elisabeth Kettenbach. Die erst 15-jährige Zuspielerin gilt als große deutsche Nachwuchshoffnung und kann trotz zarten Alters bereits mehrere Einsätze in der Jugendnationalmannschaft vorweisen. "Bei ihr wird es darum gehen, wie meinen Spielerinnen ihr variables Zuspiel lesen werden", sagt Möller, der aber auch andere Akteurinnen auf seinem Zettel hat: "Libera Cornelia Pantelic hat bereits Bundesligaerfahrung und tritt aus beruflichen Gründen in der dritten Liga an. Und dann ist da ja immer noch Spielertrainerin Claudia Mürrle, die in brenzligen Situationen immer wieder ihre ganze Erfahrung einbringt."

Der Zweck der Auswärtsreise sieht der Hammelburger Übungsleiter natürlich nicht nur darin, jungen Volleyballtalenten beim Spielen zuzusehen: "Wir wollen Punkte holen, und es freut mich sehr, dass Christin Heim als wichtige Führungsspielerin mit an Bord sein wird." Einzig Selina Helfmann wird grippebedingt das Bett hüten müssen. Alle anderen sind fit.