"Noch ist Vorrunde." Drei Worte genügen Wassili Ledin zur Erklärung, warum der Vorsitzende der Kissinger Wölfe (4./23) keine Namen nennen will, wer den Eishockey-Landesligisten in der ab dem 27. Dezember beginnenden Zwischenrunde verstärken wird. Dass Verstärkungen kommen, bestätigt Ledin allerdings. "Es gibt Zusagen. Und es handelt sich um Spieler, die uns qualitativ verbessern."

Personelle Aufrüstung tut Not, weil sich nach Sidney Els (Haßfurt) und Roman Göldner (Amberg) jetzt auch Jonas Manger vom Wolfs-Rudel verabschiedet hat. Der Youngster wechselt zurück zum Liga-Rivalen ERV Schweinfurt. "Dieser Verlust schmerzt mich auch persönlich. Für Jonas sind die Türen bei uns immer offen", sagt Wassili Ledin vor dem letzten Vorrunden-Spiel beim EHC 80 Nürnberg (7./10). Mit einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage der Amberger gegen Tabellenführer Erding könnten sich die Saalestädter auf Platz drei verbessern, der allerdings sportlich keine Bedeutung hat. "Daher wird das für uns ein Trainingsspiel werden. Sollten wir verlieren, ist das auch kein Problem", sagt der Vorsitzende.

Die dezimierte Truppe verstärken wird wieder der in Prag lebende und dort auch trainierende Paul Schmelzer, der für die Spiele nach Weihnachten eine Option für Mikhail Nemirovsky bleiben wird. Der Wölfe-Spielertrainer wird nach seiner Match-Strafe aus dem Amberg erneut fehlen, kam aber mit drei Spielen Sperre unter dem Strich glimpflich davon. Der Schlag mit dem Eishockey-Schläger gegen einen Amberger Fan stellte sich als unglückliche und keinesfalls absichtliche Aktion dar. "Das hat der Amberger Zuschauer, dem wir eine schnelle Genesung wünschen, gegenüber der Polizei bestätigt", sagt Ledin, der den Wutausbruch seines Trainers nicht gutheißen mag, aber auch um Verständnis bittet aufgrund der "vorausgegangenen Dauer-Provokationen" des ehemaligen Bad Kissi