SV-DJK Oberschwarzach - SV Ramsthal (Sonntag, 15 Uhr)

Mit einer formidablen Leistung beim 3:0 über Meister Euerbach/Kützberg hat sich der SV Ramsthal (13./30) eindrucksvoll im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet. Nun steht den Weindörflern mit der Reise zum SV-DJK Oberschwarzach (2./51) die derzeit wohl knackigste Aufgabe ins Haus. Die letzte Niederlage der Müller/Greß-Elf datiert vom 27. November vergangenen Jahres. Seitdem siegte man achtmal und spielte dreimal Unentschieden. "Oberschwarzach ist eine starke Mannschaft, die das Wort Mannschaft auch verdient. Sie kämpfen, hauen sich immer rein und haben derzeit einen Lauf, den sie mit Platz zwei vollenden wollen", spricht Ramsthals Trainer Nico Schell mit Hochachtung vorm Gegner. Aber auch sein eigenes Team hat sich Anerkennung verdient. Mit starkem Willen und einer absolut geschlossenen Mannschaftsleistung holte man sich gegen den Meister zu Recht die Punkte. "Es hat alles gepasst. Spielentscheidend war der von Frank Popp gehaltene Elfmeter. Jetzt sind wir wieder im Rennen und sind geil auf die letzten beiden Spiele. Es wird zwar brutal schwer, aber man wächst mit seinen Aufgaben", glaubt Schell an ein erfolgreiches Saisonfinish seiner Truppe, die ihrem Coach mit dem Klassenerhalt ein schönes Abschiedsgeschenk machen möchte. Das Hinspiel gegen Oberschwarzach verloren die "Romsler" äußerst unglücklich in der Nachspielzeit mit 1:2, was Ramsthals Coach logischerweise ärgerte: "Da waren wir nah dran. Aber dadurch wissen wir, wie man sie schlagen kann. Aufpassen müssen wir vor allem auf Spielertrainer Simon Müller. Das ist ein Stürmer, der mit allen Wassern gewaschen ist. Neben ihm agiert mit Rückkehrer Philipp Mend ein absoluter Vollstrecker." Dessen Einsatz ist allerdings aufgrund einer muskulären Verletzung fraglich. Aber auch auf Seiten der Schell-Elf fehlen mit Steven Klitzing und Johannes Brand zwei wichtige Akteure.

FSV Krum - SV Riedenberg (Sonntag, 15 Uhr)

Für den SV Riedenberg (14./30) geht es beim FSV Krum (11./33) fast schon um alles. Im ungünstigsten Fall könnte die Mannschaft von Trainer Marius Kubo nach dem vorletzten Spieltag als direkter Absteiger feststehen. Und zwar dann, wenn die Grün-Weißen ihr direktes Klassenerhalts-Duell verlieren sollten und die Konkurrenz aus Ramsthal sowie Strahlungen ihre Partien gewinnen. Im Falle eines Dreiers hingegen könnte man wieder auf einen Nichtabstiegsplatz rutschen. Unter Zugzwang brachte sich die Kubo-Truppe durch die 1:2-Niederlage in Wiesentheid. "Wir haben den Gegner lange vom Tor weggehalten und hatten durch Stefan Wich und Simon Hergenröder die Chance zur Führung. Dann ist unserem Torwart ein Lapsus unterlaufen und wir liegen zurück. Nach der Halbzeit sind wir in einen Konter gelaufen, haben danach alles probiert, doch es gelang nur noch der Anschlusstreffer", bilanzierte Trainer Marius Kubo, gibt sich aber kämpferisch: "Das Spiel in Krum ist ein Endspiel, das wir gewinnen müssen." Das Hinspiel war für Riedenbergs Coach das erste Match nach seiner Rückkehr auf den Riedenberger Trainerstuhl. Vielleicht ein gutes Omen, dass man die Partie damals mit 3:2 siegreich gestalten konnte. "Das war eine enge Kiste damals. Wir machen fünf Minuten vor Schluss das 3:1 und Krum wenig später den erneuten Anschluss. Die haben nie aufgesteckt. Das wird auch diesmal heiß umkämpft." Der A-Lizenzinhaber ist optimistisch, die Defensivprobleme trotz der nur noch drei übriggebliebenen, waschechten Defensivspezialisten in den Griff zu bekommen. "Dazu sollten jedoch die einfachen, persönlichen Fehler tunlichst abgestellt werden", wie Kubo anmerkt.

SV Euerbach - FC 06 Bad Kissingen (Sonntag, 15 Uhr)

Es soll einfach nichts werden mit dem zweiten Dreier nach der Winterpause beim FC 06 Bad Kissingen (5./47). Selbst eine 3:0-Führung reichte gegen die abstiegsbedrohten "Turner" aus Schweinfurt nicht zum Sieg, und die Chance auf Platz zwei ist nur noch theoretischer Natur. Aber darum geht es 06-Coach Thomas Lutz nicht in erster Linie. Für den Gastauftritt bei Meister SV Euerbach/Kützberg (1./57) liegt das Hauptaugenmerk erst einmal auf dem Stärken der Defensive, um der Flut an Gegentoren seit Rückrundenbeginn langsam wieder Herr zu werden. "Ich bin gespannt auf das Spiel gegen einen Gegner, der nichts mehr zu gewinnen hat", meint Lutz süffisant, aber eben auch korrekt, denn die Truppe von Carsten Weiß hat ihr Vorhaben, die sofortige Rückkehr in die Landesliga, knallhart durchgezogen. Dass es nach den Feierlichkeiten jüngst in Ramsthal eine derbe 0:3-Pleite setzte, dürfte den SV-Verantwortlichen daher kaum sauer aufstoßen. Beim Hinspiel in Bad Kissingen grüßten die Kurstädter noch von Platz eins, während die Weiß-Truppe als hartnäckigster Verfolger im Sportpark mit 2:1 siegte und im Laufe der Rückrunde die 06er mit Siebenmeilenstiefeln überholte. Diese konnten sich jüngst gegen Abstiegskandidat FT Schweinfurt zwar wieder mal über eine erstklassige Chancenverwertung zu Beginn des Spiels freuen, doch hinterher, war die Enttäuschung von Trainer Thomas Lutz wegen der individuellen Fehler seiner Jungs, die dem Gegner das Toreschießen denkbar einfach machen, größer, weil eben erneut nur ein Remis heraussprang. "Das war ein skurriles Spiel. Beim ersten Gegentor haben wir aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung die Abwehrarbeit eingestellt und hatten danach vier Hochkaräter, um die Begegnung zu entscheiden. Aber wir haben den berühmten Sack nicht zugemacht und sind dafür bestraft worden." Zwei Spiele bleiben den 06ern nun noch, um zum einen wieder zielstrebiger und gefährlicher zu werden und zum anderen, um die individuellen Fehler auf ein Minimum zu reduzieren.

TSV Münnerstadt - TSV Forst (Sonntag, 15 Uhr)

Zum letzten Heimspiel der Saison empfängt der TSV Münnerstadt (7./41) mit dem TSV Forst (3./50) einen hochmotivierten Gegner. Die Mannschaft des künftigen Ramsthaler Coaches Udo Romeis sitzt, bei einem Zähler Rückstand, den zweitplatzierten Oberschwarzachern im Nacken und möchte bei einem Ausrutscher der Steigerwälder zur Stelle sein. Vor allem die Forster Heimbilanz ist sehenswert. Stolze 31 Punkte holte man auf eigenem Geläuf, die beste Quote aller Bezirksligisten. Lediglich ein Team konnte dort alle drei Zähler einheimsen, und das war in der Vorrunde der TSV Münnerstadt. Durch einen Treffer von Torjäger Simon Snaschel siegten die Schützlinge von Thomas Dietz dort mit 1:0. Vor Wochenfrist zeigte man sich beim 1:1 in Gochsheim gegenüber dem 0:7-Debakel gegen Krum wieder deutlich formverbessert. "Wir haben eine Reaktion gezeigt und haben ein ordentliches Spiel abgeliefert. Insgesamt war es ein gutes Bezirksligamatch, bei dem die Torhüter ihren Mannschaften mit starken Paraden einen Punkt sicherten", zog Münnerstadts Coach Thomas Dietz ein positives Fazit und wünscht sich gegen Forst nochmal einen Heimsieg. Dietz: "Das ist die Vorgabe. Wir wollen uns daheim anständig von unseren Fans verabschieden." Gegner Forst kommt jedoch mit breiter Brust, verlor letztmals am 06. November 2016 in Unterspiesheim (2:3) und ist seitdem 13 mal unbesiegt. Letztmals vor eigenem Publikum in das Münnerstädter Trikot schlüpft Danny Mangold, der fußballtechnisch künftig kürzer treten will.