GSV Eintracht Baunatal - HSC Bad Neustadt-Rhön 29:26 (16:14).
"Wir haben nicht schlecht gespielt, aber im entscheidenden Moment hat uns das Glück gefehlt", konstatierte Margots Valkovskis am Sonntagvormittag. Die Partie begann verheißungsvoll für die Rhöner mit dem von Felix Schmidl parierten Siebenmeter sowie dem Führungstreffer durch Falk Kolodziej. Jede Menge Zweitliga-erprobte Akteure hatten die Baunataler in ihren Reihen, doch davon ließen sich die Unterfranken nicht beeindrucken. Ein 2:3-Rückstand wurde zwischen der fünften und zehnten Minute in eine 6:4-Führung gedreht, was "Eintracht"-Coach Mirko Jaissle zu einer frühen Auszeit zwang. Doch die einminütige Besprechung zeigte zunächst wenig Wirkung, denn die Gäste bauten ihren Vorsprung bis zur 20. Minute auf 11:7 aus. Danach kippte die Begegnung. Vor allem GSV-Torjäger Felix Geßner (7) war bis zum Seitenwechsel nicht mehr zu stoppen. "Da haben wir durch erste Konzentrationsfehler den Gegner aufgebaut", sagte der HSC-Übungsleiter.

Ganz kritisch wurde es aus Sicht der Gäste nach dem 20:18, als den heimischen Routiniers Gbur, Schade und Geßner drei Treffer in Folge gelangen vor der der Magerkulisse von 150 Zuschauern. Die sahen anschließend drei Treffer in Folge auf def anderen Seite, doch der Zweitliga-Absteiger baute wenig später den Vorsprung wieder aus (24:21), ehe Konstantin Singwald dreimal in Folge traf und sein Team zehn Minuten vor dem Abpfiff beim Stand von 26:24 wieder hoffen ließ.

"Da war noch überhaupt nichts verloren", so Valkovskis, "Baunatal, das in kurzem Takt alle drei Keeper einsetzte, war gegen unsere insgesamt gut stehende Deckung in dieser Phase recht ratlos". Diese Ratlosigkeit endete allerdings, als Gary Hines nach einer Abwehraktion für zwei Minuten auf die Bank gesetzt wurde. "Eine sehr harte und unverständliche Entscheidung der Schiris", fand Valkovskis. Die Baunataler nutzten die Überlegenheit durch kluges und geduldiges Kombinationsspiel zur 28:24-Führung. Anschließend versagten den HSC-Siebenmeter-Experten Jan Wicklein und Kolodziej zweimal die Nerven. Franziskus Gerr verkürzte zwar noch auf 28:26, doch in den folgenden dreißig Sekunden schlug nur noch der Gegner zu. "Uns hat die Konstanz über sechzig Minuten gefehlt", bilanzierte ein enttäuschter Valkovskis.
Tore für den HSC: Jan Wicklein (7/3), Gary Hines (6), Konstantin Singwald (5), Falk Kolodziej (3), Franziskus Gerr (2), Maxi Schmitt (1), Felix Wolf (1), Vilim Leskovec (1).