VfL Nürnberg - TV/DJK Hammelburg 3:0 (26:24, 25:15, 25:20).
Es hat nicht sollen sein. Zwar hatten nur kühnste Optimisten damit gerechnet, beim bereits feststehenden Meister aus Nürnberg etwas mitnehmen zu können, doch zumindest im ersten Satz lieferten die Mädels von der Saale dem Favoriten ein großen Fight. "Es hat eigentlich alles gepasst", sah Trainer Olli Möller seine Mannschaft gleich mit 3:0 bei Aufschlag Christine Fell vorlegen. Die Mittelfranken schlugen zurück, machten ihrerseits sechs Punkte in Folge. "Da musste ich gleich die erste Auszeit nehmen, aber die hat gefruchtet", berichtete Olli Möller, dass sein Team fortan immer mit ein bis zwei Punkten in Führung lag. Besonders Carina Keilholz bekam Nürnberg nicht in den Griff. 22:19 für Hammelburg hieß es, alles sprach für einen Satzgewinn. Der VfL nahm eine Auszeit, danach lief bei den Gästen nicht mehr viel. "Bei 23:22 für uns musste ich die nächste Auszeit nehmen, doch da hatten wir irgendwie Angst vor der eigenen Courage und haben den Sack nicht zumachen können", trauerte Olli Möller der verpassten Gelegenheit etwas nach.


Lob für Christine Fell

Dieser erste Durchgang, in dem die Unterfranken überraschend gut dagegen gehalten haben, hätte eigentlich motivationsfördernd wirken müssen. "Doch wir haben in allen Mannschaftsteilen den Ball nicht mehr so gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben", kritisierte der Coach. Zuspielerin Christine Fell ging nach verunglückten ersten Bällen weite Wege, um den Ball vernünftig ins Spiel zu bringen - vergeblich. "Sie hat einen guten Job gemacht, aber auch ich konnte mit meinen Auszeiten bei 10:14 und 12:19 keine Wende herbeiführen", bedauerte Möller. Nach nur 19 Minuten führten die Mittelfranken mit 2:0 Sätzen. "Immerhin ist die Kommunikation im Team besser geworden, dank Mittelblockerin Christin Heim, die hinten in der Annahme blieb", sah Olli Möller einen Lichtblick.
Kämpferisch gaben die Hammelburger Mädels alles. "Wir haben sogar zwei lange Ballwechsel für uns entscheiden können, aber am Ende hat sich die Nürnberger Klasse durchgesetzt", resümierte der Trainer. "Wir haben schlechte Karten im Abstiegskampf, aber es war uns ja vorher klar, dass es schwierig werden würde. Planegg hat das Glück, dass es noch gegen verletzungsbedingt geschwächte Altdorferinnen spielt, die schon gegen Lohhof II abschenken mussten. Wir liegen mit einem Punkt hinten, doch Augsburg ist nicht Nürnberg", blickt Olli Möller auf das anstehende Heimspiel.