Was war das für ein tolles Eishockey-Fest da am Sonntagabend in der Bad Kissinger Eishalle. Endlich wieder einmal volle Ränge. Endlich wieder einmal tolle Stimmung in der Bude. Nur sportlich hatten sich die Kissinger Wölfe (3./17) nicht belohnt für ihren couragierten Derby-Auftritt gegen die Schweinfurter Mighty Dogs beim 1:2, als alle Treffer erst im finalen Drittel fallen sollten. Natürlich werden am Freitagabend keine Massen in die Eishalle strömen beim vierten Heimspiel in Serie. Trotzdem dürfte der ein oder andere Eishockey-Freund der Region seine Zurückhaltung aufgeben, um den Traditionsverein zu unterstützen. Tatsache, dass der Kader weiterhin zu klein ist, um dem Führungsduo aus Schweinfurt und Erding auf Augenhöhe begegnen zu können. Tatsache ist aber auch, dass die Qualität auf dem Eis bemerkenswert ist dank solch Ausnahmekönner wie Konstantin Firsanov, Alexandr Andrusovich oder Spielertrainer Mikhail Nemirosvky. Zuletzt gab es auch Sonderapplaus für Goalie Michael Gundlach für dessen Sensationsparaden im Derby.
Ihren dritten Platz wollen die Unterfranken halten, womit ein Sieg über die Oberliga-Reserve des VER Selb (7./6) Pflicht ist. Aber Vorsicht vor den Oberfranken, die jederzeit zum Stolperstein taugen. Frag nach bei den Schweinfurter Mighty Dogs (1./26), die erst im Penaltyschießen gewannen. Und die am Sonntag (18 Uhr) den Verfolger aus Erding (2./22) empfangen.