SV Ramsthal - FC 06 Bad Kissingen (Sonntag, 15 Uhr)
Nach der, durch das vorverlegte Spiel in Riedenberg, Spielpause der Vorwoche greift der SV Ramsthal (15./3) gegen einen interessanten Gegner wieder ins Spielgeschehen ein. Zu Gast ist Mitaufsteiger FC 06 Bad Kissingen (1./22) dessen bisheriger Saisonverlauf ein ganz anderer war. Denn die 06er grüßen nach dem 4:1 über Geesdorf als alleiniger Tabellenführer der Bezirksliga. SV-Trainer Nico Schell, der unter der Woche in der Sportschule Oberhaching auf Lehrgang für die Fußballtrainer-B-Lizenz weilte, sieht in den Neuzugängen einen wesentlichen Grund für die Stärke der Kurstädter. "Das ist nicht mehr die Mannschaft der Vorsaison. Die 06-er haben sich gerade in der Offensive erheblich verstärkt und stehen momentan auch zu recht da oben." Schells Team hat sich trotz der schwerwiegenden Langzeitausfälle der Leistungsträger Björn Morper, Alexander Ullrich und Tim Danz stabilisiert und war auch bei der Niederlage in Geesdorf (1:3) vor zwei Wochen nah dran am Punktgewinn. Deshalb, und weil mit Sascha und Enrico Ott die etatmäßigen Spitzen wieder zur Verfügung stehen, hofft Ramsthals Coach auf eine Überraschung gegen den FC 06. Schell: "Das ist ein besonderes Match für uns. Wir spielen im Derby gegen den Tabellenersten, da braucht es keine Extra-Motivation. Da ist jeder von sich aus gierig, dem Favoriten ein Bein zu stellen."


Lutz lobt das Kellerkind

Im Lager des FC 06 Bad Kissingen erfreut man sich derzeit beim Blick auf die Tabelle, aber Kellerkind Ramsthal nimmt der in Dänemark urlaubende, aber rechtzeitig zum Spiel wieder anwesende Thomas Lutz beileibe nicht auf die leichte Schulter. "Ramsthal steht nur aufgrund seiner vielen verletzten Spieler derzeit unten in der Tabelle. Aber sie werden sich nach oben kämpfen. Derbys haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze, aber wir freuen uns auf das Spiel und wollen natürlich die drei Punkte mitnehmen, um uns oben festzusetzen." Die Lutz-Elf ist bis auf Christian Heilmann wieder komplett. Anthony Brinkley kehrt nach Knieproblemen zuletzt wieder in den Kader zurück.

TSV Münnerstadt - SV Riedenberg (Sonntag, 15 Uhr)
Auch am Münnerstädter Sportzentrum gibt es ein Landkreisderby zu bestaunen. Dort trifft der gastgebende TSV Münnerstadt (4./18) auf den SV Riedenberg (11./11). Im Mürschter Lager jubelte man vor Wochenfrist über den Derby-Erfolg in Strahlungen. 2:1 hieß es da am Ende vor großer Kulisse. Letztlich verdient, wie TSV-Coach Thomas Dietz befand: "Strahlungen war in einem typischen Derby anfangs besser. Nach der Pause haben wir zwei Fehler ausgenutzt und hatten noch die Möglichkeit zu dem einen oder anderen weiteren Tor. Für die Moral und die Stimmung im Team war der Sieg ungemein wichtig, gerade wenn man auf das zuvor in letzter Minute verlorene Spiel zuhause gegen Dampfach zurückblickt. Jetzt wollen wir nach zwei Heimniederlagen in Folge möglichst drei Punkte daheim gegen Riedenberg holen. Dann wird der Sieg in Strahlungen erst richtig wertvoll." Dem kommenden Kontrahenten begegnet Dietz mit großer Wertschätzung. "Das ist eine spiel- und kampfstarke Mannschaft, die im Angriff mit Stefan Wich einen kopfballstarken Vollstrecker hat. Riedenberg hat vor uns mit 4:0 in Strahlungen gewonnen. Das sagt viel über die gute Qualität der Rhöner aus." Hansi Schmitt stößt wieder zum Münnerstädter Kader dazu. Spielfrei war am vergangenen Wochenende der SV Riedenberg, so dass Coach Rüdiger Klug in aller Ruhe und Entspanntheit die beiden kommenden Gegner Bad Kissingen und Münnerstadt unter die Lupe nehmen konnte. Klug: "Die Pause kam zur rechten Zeit. Wir konnten nochmal regenerieren, sind nun gut gerüstet für die Partie in Münnerstadt und sehen uns dort mit einem fast kompletten Kader schon auf Augenhöhe." Bei der Beobachtung zeigte sich der SV-Coach beeindruckt von der Effektivität des Münnerstädter Sturmduos Simon Snaschel und Julian Göller. "Sie sind aktiv, flexibel was das Positionsspiel betrifft und spielfreudig. Man kann sie nicht komplett ausschalten." Fehlen wird im SV-Dress lediglich Kurzurlauber Philipp Dorn.