Die Turnabteilung des TSV Bad Kissingen glänzte nicht nur als hervorragender Gastgeber, sondern zeigte auch beim Turnen eine außerordentlich gute Leistung. Von sechs möglichen Mannschaftssiegen gingen beim Gaurundenwettkampf des Turngau Rhön-Saale alleine vier auf das Konto der Bad Kissinger Turnerinnen. Einen Sieg holte sich die einzige Jungenmannschaft aus Stadtlauringen im Jahrgang 2005/2006, ein Titel ging an die Mädchen aus Stadtlauringen in der Altersklasse 1998 und älter.

Im Herbst findet dann der zweite Gaurundenwettkampf statt. Beide Wettkämpfe werden addiert, die beiden ersten Mannschaften in jeder Klasse haben ein Startrecht bei den unterfränkischen Meisterschaften. Insgesamt nahmen mit TSV Bad Kissingen, TV Bad Brückenau, TSV Münnerstadt, TSV Maßbach, TSV Stadtlauringen, TSV Arnshausen und VfL Bad Neustadt sieben Mannschaften teil.

Die Mädchen boten tollen Turnsport mit zum Teil sehr hohem Schwierigkeitsgrad. Dabei hatten die Kampfrichter immer ein wachsames Auge. "Beim Pferdsprung kommt es vor allem auf die Sprungdynamik an", erklärte Kampfrichter Alexander Knierim. Er gehört zu einer echten Kampfrichterfamilie, auch seine Mutter Christine agierte als Kampfrichterin beim Schwebebalken. "Hier geht es vor allem um Körperspannung", so Christine Knieriem. Sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer Sprösslinge zeigten sich auch die Bad Kissinger Trainerinnen Katharina Umkehr, Kirstin Ebner und Gerda Blaha-Best. Ihre Mädchen siegten in der Wettkampfklasse 13, 14 und 15. Sie verheimlichten aber nicht, dass es immer schwieriger wird, Übungsleiter für den Nachwuchs zu finden. Ohne das Zutun der Eltern gehe es fast nicht mehr. Das bestätigte auch Daniela Derleth, die die Turnerinnen aus Bad Neustadt trainiert. Sie alleine betreut fünf Gruppen, weil es in Bad Neustadt sehr knapp mit Trainern aussieht. "Gerade im Rhön-Grabfeld gehen die meisten nach dem Abitur weg", so Derleth. Sehr dürftig sieht es vor allem beim Jungen-Turnen aus. Das alleine zeigt schon die Tatsache, dass in Bad Kissingen mit dem TSV Stadtlauringen nur eine Mannschaft teilnahm.


Abersfelder kann es noch

Für einen gelungenen Abschluss - vor allerdings halb leeren Rängen - sorgte Willi Abersfelder. Der 66-jährige Trainer der Mädchen aus Bad Brückenau zeigte am Stufenbarren seine "berühmte" Schwebe-Kippe - und erntete großen Applaus.