FC Eintracht Bamberg - FC Fuchsstadt (Samstag, 16 Uhr)

Völlig unbeschwert können die Kicker des FC Fuchsstadt (7./43) ihr letztes Auswärtsspiel in dieser Saison bestreiten. Im Gegensatz zu den Bambergern (17./22) dürfen die Füchse die Planungen für die nächste Landesliga-Saison schon seit längerer Zeit in Angriff nehmen. "Das ist natürlich eine beruhigende Situation", so Fuchsstadts Coach Martin Halbig. "Dass wir das Spiel auf die leichte Schulter nehmen und kampflos die Punkte abgeben, darf sich der Gegner aber nicht erhoffen." Zumal viele Fans im eigens organisierten Bus die Fahrt in die Oberfranken-Metropole antreten. "Die Plätze waren ruckzuck vergeben, was beweist, dass unsere Anhänger die Angelegenheit ebenfalls nicht für unwichtig erachten." Die Kohlenbergler wollen sich jedenfalls keine Wettbewerbsverzerrung nachsagen lassen. "Die Bamberger, die aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs mit den punktgleichen Kitzingern den direkten Abstiegsplatz belegen, sollen sich ihre Punkte gegen andere Teams holen", sagt Halbig hoffnungsvoll. Dieser kann mit Ausnahme von Michael Emmer (beruflich verhindert) auf den Kader der vergangenen Wochen zurückgreifen.


Das Wasser steht bis zum Hals

Aufgrund der prekären Situation der traditionsreichen Domstädter erwartet Halbig einen kampfeslustigen Kontrahenten, der weiß, dass ihm das Wasser bis zum Hals steht. Der Tabellenletzte ergatterte sich vor acht Tagen beim Oberfrankenderby in Lichtenfels beim 0:0 einen Punkt, zeigte dabei aber die Schwäche auf, die ihn in Nöte gebracht hat. Die "Eintrachtler" erarbeiten sich zwar viele und gute Torchancen, doch erfolgreich werden nur die wenigsten abgeschlossen. Die Torquote liegt am Rande der Erbärmlichkeit, im Gegensatz zur Halbig-Elf (58 Saisontreffer) haben sie in 32 Partien nur 32 Mal getroffen. "Trotzdem verfügen sie über eine gute Offensivreihe mit Maximilian Großmann und Patrick Titzmann. Dass man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen darf, bewiesen sie beim 2:2 im Hinspiel", erklärt Halbig, der wohl auch in der nächsten Runde den Dirigentenstab bei den Füchsen in Händen halten dürfte.


Trainer-Wechsel steht fest

Dies sieht bei den defensiv schwachen Oberfranken (69 Gegentore) ganz anders aus. Deren Verantwortliche tauschten den Coach schon während der Runde aus. Für Georg Lunz übernahm Christian Ott, der das Team aber auch nur bis zum Saisonende betreuen wird. Mit Michael Hutzler, der bis im März den Tabellenzweiten Jahn Forchheim trainierte, steht der Nachfolger bereits fest, dieser hofft natürlich auf den Klassenerhalt.
Die Gäste jedenfalls wollen ihre Erfolgsserie fortsetzen, mit einem Sieg würde das gemeinsame Abendessen, das nach dem Abpfiff mit den Fans geplant ist, zu einer kleinen Feier werden. "Da kann dann ruhig auch ein Rauchbier getrunken werden, wenn wir verlieren, raucht's auch, aber ohne Bier", sagt der Gäste-Coach.