SG Gräfendorf - SG Oehrberg 4:3 (2:3). Tore: 0:1 Maximilian Baumgart (5.), 1:1 David Werner (8.), 2:1 Timo Grosso (10,), 2:2 Felix Markart (15.), 2:3 Nico Ringelmann (26.), 3:3, 4:3 Esam Seid (42., 48.).
Solche Spiele wünscht sich der Fan. Mit sieben Toren wurden die Zuschauer verwöhnt. Diese engagierte Vorstellung aller Beteiligten hatte eigentlich keinen Verlierer verdient. Bereits nach 15 Minuten hatte es viermal hinter den Torhütern eingeschlagen. Nach Vorarbeit von Felix Markart brachte Maximilian Baumgart die stürmisch startenden Gäste in Führung, ehe die Jungs von der Saale doppelt zurückschlugen.

Nach einer Parade von Niklas Schneider gegen Esam Seid staubte David Werner zum 1:1 ab. Beim Treffer von Timo Grosso halfen die Gäste tatkräftig mit. Beim Versuch den Ball zu klären, hatte Felix Knauer zunächst seinen Kollegen Frederik Sieg angeschossen. Anschließend parierte Niklas Schneider zwar gegen Esam Seid, war aber gegen den zweiten Gräfendorfer Schuss machtlos. Dann verdiente sich Oehrbergs Schlussmann einen Assist, denn den weiten und vom Wind unterstützten Abschlag von Niklas Schneider unterlief ein Abwehrspieler, was Felix Markart mit einem gewitzten Lupfer bestrafte. Noch mehr zu feiern gab es für die Elf von Helmut Brendler und Ralf Schneider, als Nico Ringelmann seinen Sololauf mit tollem Abschluss krönte. "Danach hatten Lukas Clement, Felix Markart, Max Baumgart und Steffen Glück unglaubliche Möglichkeiten, setzten den Ball aber jeweils am Tor vorbei oder der Gräfendorfer Torwart Christian Schreinhanz war zur Stelle", trauerte Ralf Schneider entscheidenden Chancen seiner Elf hinterher.

Denn nach dem Seitenwechsel sollte nur noch der Hausherr treffen, der Esam Seid als Matchwinner feierte. Gräfendorfs Aktivposten hatte nach dem Zuspiel von Robert Ritter unmittelbar nach der Pause egalisiert und dann den Dreier eingetütet mit einem Lupfer über den herauslaufenden Keeper nach einem feinen Pass von Timo Grosso. "Danach war es ein Spiel auf ein Tor, aber selbst klarste Chancen haben wir liegengelassen", bedauerte der Gäste-Trainer. Gräfendorf hätte nach diversen Kontern allerdings ebenfalls nachlegen können. "In einem fairen Spiel hatten wir das Glück auf unserer Seite. Beide Mannschaften zeigten viel Einsatz und schenkten sich nichts", bilanzierte Gräfendorfs Betreuer Thomas Kessler.