DJK Waldberg - FC Reichenbach 1:2 (0:0). Tore: 1:0 Jan Pistor (68.), 1:1, 1:2 Dominik Reiter (73., 83.).
Die Teutonen machten mit diesem Sieg einen Riesenschritt in Richtung Meisterschaft, die dafür notwendigen sechs Punkte sollten bei noch zwei ausstehenden Spielen gegen den Absteiger aus Haard und die abstiegsgefährdeten Maßbacher eingesackt werden. Für die DJKler, die noch zweimal gegen den Verfolger aus Burglauer antreten müssen, wird es dagegen in Sachen "Aufstieg" umso brenzliger. Das angekündigte Spitzenspiel auf der Waldsportanlage enttäuschte vor guter Kulisse in der ersten Halbzeit, "weil beide Mannschaften das Risiko eines Rückstandes vermeiden wollten", sagte FC-Coach Sebastian Schmitt. "Die Taktik hat das Spiel bestimmt", drückte es sein Kollege Uli Dickas etwas versöhnlicher aus, die Zuschauer erlebten jedenfalls einen Fußball der Marke "weit und hoch". Vor dem Seitenwechsel wurde FC-Keeper Markus Bulheller nur bei einem Schuss von Manuel Wehner geprüft (39.), sein Gegenüber Marc Beck überhaupt nicht. Eine gute Möglichkeit zur Führung verpasste nach dem Wechsel Waldbergs Patrick Seufert per Kopf nach Hereingabe von Philipp Hillenbrand, kurz darauf setzte Teamkollege Sebastian Eisenhauer das Leder an die Latte (67.). Eine Minute später zappelte die Kugel dann doch im Netz, nach einem Rückpass von Philipp Hillenbrand von der Grundlinie aus drückte DJK-Verteidiger Jan Pistor sie ins lange Eck. Der Reichenbacher Trainer reagierte mit der Einwechslung von Dominik Reiter für Markus Weisenseel, diese Maßnahme erwies sich als Glücksgriff. Genau zwölf Monate nach seiner schweren Beinverletzung schlug Reiter bei seinem Comeback "nach zwei Trainingseinheiten" (Schmitt) sofort zu auf Vorlage von Johannes Katzenberger. Zehn Minuten später ließ sich der Torschütze neuerlich feiern, als er nach einem Flachschuss von Jannick Schäfer den Ball über die Torlinie stocherte. Die Grün-Weißen bäumten sich zwar noch auf, allerdings mit untauglichen Mitteln.

TSV Rothhausen/Thundorf - FC Rottershausen 0:4 (0:1). Tore: 0:1 Matthias Gerhardt (37.), 0:2 Andre Seufert (48., Foulelfmeter), 0:3 Frank Seufert (49.), 0:4 Rene Saal (69., Eigentor).
Heribert Klöffel war mehr als enttäuscht: "In der ersten Halbzeit hatten wir nicht mal einen Torschuss." Laut dem sportlichen Leiter des TSV Rothhausen/Thundorf hatten die Gastgeber erst in der 75. Minute das Fußballspielen überhaupt angefangen. "Im Abstiegskampf stellt man sich etwas anderes vor", sagte Klöffel, ohne das hohe Ergebnis für den FC Rottershausen in Frage zu stellen: "Das Ergebnis war in der Höhe absolut verdient." Wobei der TSV auch etwas Pech hatte: "Unser Verteidiger schießt auf den Rücken eines anderen Verteidigers, danach macht Matthias Gerhardt den Ball rein", erklärte Klöffel. Steffen Fleckstein klärte nach der Halbzeitpause im Strafraum - Elfmeter, Andre Seufert versenkte zum 2:0. Die ersten Torchancen seiner Mannschaft notierte Klöffel ab der 78. Minute. In der 80. Miunte ein Lattentreffer von Rene Saal, eine Chance in der 82. Minute. Und trotzdem: "Wir haben einfach keinen Zugriff auf das Spiel bekommen", sagte er und fügt resigniert hinzu: "Vor dem Spiel habe ich mir noch Chancen im Abstiegskampf ausgerechnet, aber mit der Leistung heute sehe ich keine mehr."

SV Niederlauer - SpVgg Haard 4:1 (2:1). Tore: 1:0, 2:0 Florian Schmitt (4., 11.), 2:1 Tim Baumgart (43.), 3:1 Dominik Mauer (48.), 4:1 Ferdinand Stumpf (72.).
"Das Ergebnis spiegelt das Kräfteverhältnis wider", sah Manuel Knaier vom SV Niederlauer einen nahezu durchweg überlegenen Hausherrn, der Absteiger SpVgg Haard sicher in die Schranken verwies. Der Gast sei stets bemüht gewesen, nach vorne fehlte ihm - von einer Ausnahme abgesehen - die Durchschlagskraft. "Mit zwei schnellen Toren haben wir gezeigt, in welche Richtung es geht. Das 2:0 hat uns Sicherheit gegeben." Zweimal wurde der Youngster im Team, Florian Schmitt (18), als Torschütze gefeiert. Der Hausherr versäumte es danach, die Führung auszubauen. "Und als wir kurz den Faden verloren, hat Haard verkürzt." Das 2:1 zur Pause war für den Aufwand und die Chancen zu wenig Ertrag. Das Aufbäumen der SpVgg Haard im zweiten Durchgang blieb aus, weil dem Schlusslicht die Mittel fehlten. Er blieb bemüht, aber ohne Wirkung, vor allem im Spiel nach vorne. Niederlauer dagegen behielt das Geschehen im Griff und löste noch zweifachen Torjubel zum hoch verdienten 4:1-Endstand aus.

TSV Pfändhausen - TSV Maßbach 3:0 (0:0). Tore: 1:0, 2:0 Peter Hahn (47., 75.), 3:0 Daniel Fischer (87.).
"So komisch es klingt, es war ein glücklicher Sieg für uns. Maßbachs Sebastian Händel vergab gleich vier tausendprozentige Chancen. Überhaupt zeigte unser Gast das bessere Spiel", so das Fazit von Pfändhausens Pressesprecher Roland Zimmermann. Der sah schon in der siebten Minute, wie Sebastian Händel alleine aufs Tor zusteuerte, den Ball aber nicht am gut reagierenden Tobias Pfeffermann vorbei brachte. "Sebastian Händel war wirklich der tragische Held", so Zimmermann. Auf der anderen Seite machte Pfändhausen aus wenig viel mit dem Doppelpack von Peter Hahn nach dem Wechsel. Die Gäste steckten nicht auf, kamen aber trotz weiterer Chancen zu keinem Treffer. Die Gastgeber zeigten, wie es geht und trafen durch Daniel Fischer zum Endstand.

TSV Steinach - DJK Burghausen/Windheim 0:0.
"Ich habe selten nach einem Spiel so lange überlegt, was ich überhaupt sagen soll", so Steinachs Medien-Mann Volker Hildmann. Das Spiel hatte in keiner Phase den Derbycharakter von früher. Der vom Abstieg bedrohte Gast stand von Anfang an sehr tief und Steinach wusste mit seiner Überlegenheit nichts anzufangen. Nur einmal wurde es richtig gefährlich, als Pascal Friedel nach einem missglückten Abstoß von Yannick Kriener alleine auf diesen zulief, doch der Keeper machte seinen Fehler wieder gut und hielt die Null. Auch nach der Pause änderte sich nichts am Spielverlauf. Das Geschehen spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab.
DJK Weichtungen - DJK Salz 0:2 (0:0). Tore: 0:1 Michael Neugebauer (59.), 0:2 Michael Schmitt (66.).
Die erste Halbzeit verlief an disem Freitagabend weitgehend ausgeglichen, aber bereits mit einem Chancenplus für den Gast. Bei der besten Weichtunger Möglichkeit klärte Keeper Fabian Müller klasse gegen Stefan Denner. Nach der Pause nahm Salz so richtig Fahrt auf, beherrschte Ball und Gegner. Mit dem verdienten, aber glücklich zustande gekommenen 1:0 - Michael Neugebauer schoss von der Mittellinie einfach Richtung 16er, keiner ging zum Ball und plötzlich landete er im langen Eck - war der Bann gebrochen. Wenige Minuten später legte Salz das 2:0 nach. Das war die Entscheidung, der Rest nur Formsache.

TSV Rothhausen/Thundorf - VfB Burglauer 0:5 (0:3). Tore: 0:1 Jan Schneider (27.), 0:2 Dominik Ruck (34.), 0:3, 0:4 Sven Bötsch (36., 80.). 0:5 Dominik Ruck (85.).
Eine Lehrstunde erteilte der VfB Burglauer seinem Gastgeber am Freitagabend. "Am Ende hätte es auch zweistellig werden können", sah VfB-Sportleiter Jürgen Wehner einen hoch überlegenen Gast. Vom Anpfiff weg legten sich die Burgläurer mächtig ins Zeug. Läuferisch und spielerisch überlegen, nahmen sie das TSV-Gehäuse unter Beschuss. Dem Hausherrn blieb nur das Reagieren, zum Agieren kam er angesichts einer solchen Übermacht nicht. Ein sattes 3:0-Polster nach 36 Minuten, das bedeutete die Vorentscheidung. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der Favorit dominant. In Sachen Toreschießen kochte er zunächst auf Sparflamme. Erst in der Schlussphase verlieh er seiner Überlegenheit mit zwei weiteren Treffern zum 5:0-Endstand Ausdruck.


Außerdem spielten
VfB Burglauer - DJK Salz 3:2 (1:0). Tore: 1:0 Christopher Schnaus (12.), 1:1 Christopher Schmitt (49.), 1:2 Martin Wittenberg (53.), 2:2 Christopher Schnaus (57., Foulelfmeter), 3:2 Jan Schneider (82.).