Wolfgang Lutz ist sauer. Richtig sauer. "Der Rimini-Cup findet statt. Und wir spielen am Wochenende definitiv nicht", sagt der Vorsitzende der TSVgg Hausen. Wie berichtet, hatte der Vizemeister der A-Klasse Rhön 2 am Samstag in Rannungen gegen die DJK Weichtungen um einen freien Platz in der Kreisklasse Rhön 2 gespielt - bis zur 107. Minute in der Verlängerung, als das Spiel beim Stand von 2:2 nach einem Unwetter mit Blitz und Donner vom Unparteiischen Stefan Orf abgebrochen werden musste. "Auch nach einer Wartezeit von ca. 15 Minuten zeigte sich keine Wetterverbesserung. Zudem machte nach Einschätzung des Schiedsrichters die eintretende Dunkelheit eine Spielfortsetzung nicht möglich", heißt es in der Stellungnahme des Sportgerichts, das wie erwartet eine Neuansetzung angeordnet hat - für Freitag um 18.30 Uhr. Der Ort stand noch nicht fest.

"Wir könnten jetzt am Mittwoch spielen, aber da machen die Weichtunger wohl nicht mit, weil Spieler nicht zur Verfügung stehen würden", berichtet Wolfgang Lutz. Und wäre auch bereit, erst in der kommenden Woche anzutreten. "Wir stehen bereit, aber nicht von Donnerstag bis Sonntag, weil wir da eben unseren Rimini-Cup haben. Dieser Termin ist dem Bayerischen Fußballverband seit einem Jahr bekannt und vom BFV auch entsprechend genehmigt", sagt Lutz. Und kann auch die Argumentation von Kreisspielleiter Michael Ritter nicht nachvollziehen, der darauf verwiesen hätte, dass das internationale U-15-Turnier ja erst am Samstag beginnt.
Denn schon am Donnerstag testet Titelverteidiger Zenith St. Petersburg gegen den FC 05 Schweinfurt. Und am Freitag findet traditionell die große Eröffnungsfeier statt. "Unsere Spieler sind das ganze Wochenende über als Helfer und Teambetreuer eingeteilt. Außerdem würden uns am Freitag viele Fans nicht unterstützen können. Das nenne ich Wettbewerbsverzerrung", sagt Lutz und will Berufung einlegen. Diese muss übrigens innerhalb einer Woche nach Bekanntgabe des Urteils schriftlich beim Sportgericht eingelegt werden. Ein Umstand, der ein Hausener Spiel auf Zeit nahelegt.

In Weichtungen ist man derweil ebenfalls mit der Abklärung aller Eventualitäten beschäftigt. "Wir schauen gerade, wer überhaupt wann da ist. Und je später das Spiel angesetzt wird, umso problematischer wird das alles auch mit der Urlaubsplanung. Dann dauert es ja nicht mehr lange, und die Vorbereitung beginnt wieder", sagt DJK-Abteilungsleiter Volker Kneuer, der den Termin an diesem Mittwoch schon aufgrund der Kurzfristigkeit für utopisch hält. "Wir wollen uns natürlich mit Hausen auf einen Termin einigen, müssen aber auch unsere personelle Situation im Blick haben", sagt Kneuer.

Es bleibt also auch neben dem Platz spannend in Sachen Auf- und Abstieg. Das Beispiel SV Garitz hat gezeigt, dass trotz Relegations-Regelwerk kurzfristige Überraschungen jederzeit möglich sind. Ein Zuschauer in Rannungen meinte, man solle beide Vereine aufsteigen lassen und dafür den TSV Pfändhausen als Team aus dem Nachbarlandkreis in eine der Schweinfurter Kreisklassen stecken. In diesen Tagen scheint jedenfalls nichts unmöglich.


Zwei Heimspiele am Mittwoch

Am Mittwoch wird der Ball allerdings auf jeden Fall rollen. Und zwar beim FC Fuchsstadt, der im Bemühen um den Landesliga-Aufstieg auf dem heimischen Kohlenberg den TuS Feuchtwangen zum Hinspiel empfängt. Das Rückspiel beim mittelfränkischen Landesligisten wird am Sonntag um 16 Uhr ausgetragen. Und auch beim Kreisliga-Vizemeister FC 06 Bad Kissingen, der im heimischen Sportpark ebenfalls ab 18.30 Uhr gegen den TSV Forst ein gutes Resultat braucht vor dem Rückspiel am Samstag (16 Uhr) beim Bezirksliga-Releganten. Der FC 06 genießt als der klassenniedere Verein zuerst Heimrecht.