Noch einmal den Kopf durchlüften. Frische Luft schnappen, um klare Gedanken zu fassen. Mit seinem Hund in der Natur unterwegs war Norbert Senft, als er letzte Informationen durchgab für das nächste Derby der SG Garitz/Nüdlingen (13./2:8) . Diesmal auswärts, bei der SG-DJK Rimpar (12./2:8). Beim Aufsteiger also, den man vor einigen Wochen erst mit 17:16 schlagen konnte. In einem Spiel allerdings, das nicht großartig als Blaupause dient, wie man die Mainfranken ein weiteres Mal zähmen kann. Mit Ach und Krach nur hatte nämlich seinerzeit die Spielgemeinschaft in eigener Halle gewonnen gegen einen in Minimalbesetzung angetretenen Gegner, der ein letztes Mal auf Linksaußen Valeska Stonawski zurückgreifen kann vor deren berufsbedingtem Wechsel nach Erlangen. Fehlen wird Patricia Stannetter krankheitsbedingt.

"Das ist ein Problem. Wir passen uns in so einem Spiel dem Niveau des Gegners an. Das müssen wir abstellen", sagt Senft. Gerne hätte man sich im jüngsten Spiel gegen den HSV Bergtheim dem Niveau des Gegners angepasst, denn das war enorm hoch. Chancenlos war man gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer, hatte zumindest nach dem Wechsel ordentlich gespielt gegen einen nachlassenden Gegner.
"Ich muss meine Truppe gut vorbereiten und moralisch stärken. Aber auf dem Spielfeld muss sie es alleine richten", weiß Senft. "Und mit dem Rimparer Sieg bei der HSG Fichtelgebirge stehen wir noch ein Stück mehr unter Zugzwang. Das ist nicht zu leugnen."

Personell schaut es zumindest ganz ordentlich aus, auch wenn die Schulterprobleme bei Lisa Wenzke nicht abklingen wollen und Caro Annon sich mit einer Bänderverletzung herumärgert. Die vielen technischen Fehler der jüngeren Vergangenheit gilt es abzustellen. Und die daraus resultierende Nervosität. Köpfe und Beine müssen gleichermaßen funktionieren, soll es was werden mit dem zweiten Saisonsieg und den ersten Auswärts-Punkten.