Kissinger Wölfe - EHC 80 Nürnberg 3:1 (0:1, 0:0, 3:0).
Umso größer fiel hernach die Freude aus, dass es doch noch klappte mit dem zweiten Heimsieg im zweiten Auftritt der Saison. Zäh gestaltete sich das Match, in dem die Mittelfranken bereits in Minute 4 vorgelegt hatten, die knappe Führung danach leidenschaftlich verteidigten. Und natürlich davon profitierten, dass sich die Wölfe im Auftaktdrittel allerhand Strafzeiten einhandelten. Doch die Frequenz auf der Sünderbank ließ zumindest auf Kissinger Seite immer mehr nach, was die Gastgeber besser ins Spiel und im finalen Drittel entscheidend nach vorne brachte. Mikhail Nemirovsky (48.), Alexander Andrusovich (52.) und Toms Tilla (60.) sorgten schließlich für das späte Happyend. js

ERV Schweinfurt - VER Selb 1b 3:2 n.P. (0:1, 0:1, 2:0, 1:0).
Trotz des Sieges im ersten Heimspiel dürfte den ERV-Spielern eine unangenehme Trainingswoche ins Haus stehen. Zumindest wenn man den Gesichtsausdruck und die deutlichen Worte ihres Trainers Stephen Heckenberger nach dem schmeichelhaften 3:2 nach Penalty-Schießen gegen die 1-b-Mannschaft des VER Selb zugrunde legt: "Das war 60 Minuten lang absolutes Alibi-Eishockey. Ich bin maßlos enttäuscht von der Mannschaft und kann mich bei den Zuschauern nur entschuldigen." Klare Worte für eine zumindest über 40 Minuten schwache Leistung der Gastgeber, an deren Ende wohl kaum jemand im Icedome noch auf einen Punktgewinn der Hausherren gesetzt hätte. Denn zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste durch zwei Unterzahltreffer nicht unverdient. Sowohl im Angriff als auch in Defensivarbeit ließen die Gastgeber lange jede Ernsthaftigkeit und Gier vermissen, sodass es eines Kraftaktes und reichlich Glück bedurfte, um noch zwei Zähler mitzunehmen. Eine wichtige Rolle spielte dabei Kontingentspieler Dion Campbell, der an beiden Schweinfurter Treffern (Marquardt, Knaup) beteiligt war und auch den entscheidenden Penalty verwandelte vor den über 600 Fans im Icedome. spion