TSV Oberthulba - SV Aura 1:0 (1:0). Tor: 1:0 Alexander Zülch (38.). Gelb-Rot: Dominik Graser (78., Aura). Rot: Daniel Hagemann (77., Aura).
Showdown. "Entscheidende Kraftprobe zwischen zwei Kontrahenten, die zum endgültigen Untergang, zur Vernichtung eines der beiden führt." Treffender könnte der Duden das mit Spannung erwartete Duell der Abstiegskandidaten an der Oberthulbaer Waldstraße kaum beschreiben. Resultat des packenden Krimis vor mehr als 250 Zuschauern: Oberthulba geht in die Abstiegsrelegation, Aura tritt den direkten Weg in die A-Klasse an. Beide Teams haben erst ganz spät in der Saison eine beeindruckende Siegesserie hingelegt und die Abstiegs-Dramaturgie damit bis zum Finale selbst mitbestimmt. Das Hinspiel hatten die SVler aus Aura äußerst knapp mit 3:2 für sich entschieden. Ein wahres Fest für alle Fußballmathematiker. Der direkte Vergleich entscheidet nun also zugunsten des TSV, der in der Vorrunde zwei wichtige Auswärtstreffer gelandet hatte. Um Punkt 12.15 hatten sich die Auraer an der Zehnt getroffen, um mit einem Fanmarsch nach Oberthulba ein blau-weißes Signal gegen den Abstieg zu setzen. "Es war eine phantastische Stimmung mit Trommeln und Trompeten. Auch wir haben lautstark dagegen gehalten", berichtete Oberthulbas Coach Wolfgang Hertlein. "Knapper geht es fast gar nicht bei so einer außergewöhnlichen Kulisse. Der Ausgleich lag ständig in der Luft. Für die Relegation haben wir nur ein Ziel: Wir wollen unbedingt in dieser Kreisklasse weiterspielen."

FSV Schönderling - VfR Sulzthal 3:0 (1:0). Tore: 1:0 Benedikt Schuhmann (45.+2), 2:0 Patrick Hahn (59.), 3:0 David Hahn (88.). Gelb-Rot: Markus Heil (90., Schönderling).
Was für ein Kraftakt der Schönderlinger bei Gluthitze. Vor großer Kulisse gelang der Dorn-Elf der endgültige Befreiungsschlag im Abstiegskampf. "Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen und haben noch einmal alle Kräfte mobilisiert", berichtete Manuel Wießner. Während der gut gelaunte Meister aus Sulzthal mit dem Reisebus und zahlreichen Fans im Gepäck nach Schönderling kam, stand für den abstiegsbedrohten FSV alles auf dem Spiel. "Patrick und David Hahn haben alles gegeben und die Sulzthaler ordentlich unter Druck setzen können. Die beiden Brüder haben in diesem Spiel den Ausschlag gegeben", so Wießner. Vor mehr als 150 Zuschauern setzten die Schönderlinger von Beginn an alles auf eine Karte. "Wir haben ordentlich gewirbelt. Daher haben wir uns diese drei Punkte wirklich verdient." Während die blau-weiße Truppe aus Sulzthal "Nie mehr Kreisklasse" anstimmte, brach bei den Platzherren nach dem Abpfiff der Jubel über den erneuten Klassenverbleib aus. "Hoffentlich wird es nächste Saison nicht schon wieder so knapp", zeigte sich Wießner erleichtert und vorsichtig optimistisch.

SpVgg Wartmannsroth - FC Hammelburg 1:2 (0:1). Tore: 0:1 Marian Wiesler (15.), 0:2 Henrik Diener (50.), 1:2 Karlheinz Thoma (70.).
Die Saalestädter hatten von allen vier abstiegsbedrohten Teams an diesem Wochenende die wohl lösbarste Aufgabe gegen die Wartmannsröther, die bereits den Kampf um den Klassenverbleib vor einigen Wochen verloren haben. Der erfahrene Bayernliga-Schiri Björn Söllner aus Schonungen hatte den weiten Weg auf den Lenzenberg auf sich genommen, um in dieser Nervenschlacht die Gemütslage unter Kontrolle zu halten. Söllner erntete am Ende Lob von allen Seiten für eine souveräne Spielleitung. Die Gäste lösten ihre Pflichtaufgabe und haben den Klassenverbleib damit aus eigener Kraft erreicht. Mit einem Freistoßkracher aus rund 30 Metern in den Winkel brachte Marian Wiesler die Hammelburger auf die Siegerstraße. Nach einem klugen Steilpass von Dennis Schmidt stellte Henrik Diener die Vorentscheidung her. Gegen die spielerisch überlegenen Saalestädter gelang den Gastgebern sogar noch der Anschlusstreffer, der für das Nervenkostüm der FCler Gift war. Doch trotz eines späten Aufbäumens konnten die Wartmannsröther den verdienten Sieg der Wiesler-Elf nicht mehr in Gefahr bringen.

BSC Lauter - FC Westheim 3:1 (1:1). Tore: 0:1 Fabian Beck (28.), 1:1 Daniel Metz (29.), 2:1 Anu-In Bamrumnok (57.), 3:1 Daniel Metz (78.). Gelb-Rot: Marcel Metz (67., Lauter).
Mit einem sehenswerten Heber in den Westheimer Strafraum leitete Julian Kühnlein den vorentscheidenden Treffer von Anu-In Bamrumnok ein. Auch beim Tor von Daniel Metz zum 3:1-Endstand stellte Kühnlein seine Qualitäten als Passgeber unter Beweis. Obwohl der BSC das Match in Unterzahl über die Runden bringen musste, fehlte diesem Match die nötige Brisanz, um die Fans vom Hocker zu reißen. Dass die wiedererstarkten Westheimer die Saison auf dem fünften Tabellenplatz beschließen, hätte man im Verlauf dieser kuriosen Saison selbst im FC-Lager nicht mehr vermutet. Beim Herbstmeister aus Lauter hat das Schwächeln in der Rückrunde allerdings mittlerweile Tradition.

FC Untererthal - DJK Kothen 5:0 (5:0). Tore: 1:0 Benedikt Hüfner (2.), 2:0, 3:0, 4:0 Lukas Tartler (10., 19., 38.), 5:0 Sebastian Hüfner (42.).
Mit einem deutlichen Heimsieg im Rücken geht die Viktoria in die Aufstiegsrelegation. "Dieser Erfolg war wichtig für die Stimmung und hat uns für die kommenden Aufgaben gestärkt", berichtete Matthias Schäfer. Die Kothener mit ihrem offensiven Dreigestirn Sebastian Ögretmen, Klaus Walko und Paul Konopka kamen zumindest im ersten Durchgang auch zu guten Chancen, scheiterten aber teilweise nur um Haaresbreite. "Der einzige Unterschied zwischen Kothen und Untererthal war heute: Wir haben fast alle Chancen reingebracht, der Gegner nicht." Nach Pause war angesichts der sportlichen Bedeutungslosigkeit dieser Auseinandersetzung die Luft raus. Die Untererthaler ließen eine extrem erfolgreiche Saison in aller Ruhe und Gelassenheit ausklingen.

SV Obererthal - DJK Schondra 1:1 (0:0). Tore:
0:1 Patrick Barthelmes (50.), 1:1 Oliver Graup (65.).
Auch ein bärenstarker Patrick Barthelmes, der den Kasten von Michael Helm immer wieder unter Beschuss nahm, hat den Schondraern nicht zum Sieg verholfen. "Wir sind rundum zufrieden mit dieser Saison", lautet das Fazit von Obererthals Fußballboss Manfred Rüth. Auch in der kommenden Saison wird der SV auf die Dienste von Spielertrainer David Böhm vertrauen, der das Geschehen ausnahmsweise von der Seitenlinie aus dirigierte. Lukas Heid wird den genialen Spielmacher künftig als Co-Trainer unterstützen. Und so musste gegen die DJK Schondra Fabian Vogt über die Außenbahnen das rot-weiße Spiel nach vorne treiben. "Er hat diesen Job super gelöst", zeigte sich Rüth überzeugt von den Qualitäten des Flügelflitzers.

TSV Reiterswiesen - SC Diebach 2:2 (1:1). Tore: 0:1 Marcus Hein (15.), 1:1 Felix Mast (33.), 2:1 Christian Brauner (66.), 2:2 Patrick Schmähling (74.).
Diebach suchte sein Heil vor allem in langen Bällen. Besonders der quirlige Marcus Hein stellte die Hintermannschaft des TSV vor große Probleme. "Wir haben sehr gut dagegen gehalten, aber letztlich fehlte diesem Spiel etwas die Intensität und Schärfe", berichtete Spielertrainer Christian Brauner, der bekanntlich von Frank Halbig beerbt wird.