"Das letzte Heimspiel des Jahres wollen wir natürlich gewinnen", so HSC-Coach Margots Valkovskis, "das wäre für die Fans und für uns ein schönes Weihnachtsgeschenk. Außerdem würden wir unseren Platz in der Tabelle stabilisieren und die Verfolger auf Abstand halten." In der Tat ist der HSC Bad Neustadt-Rhön (5./17:13) nach drei Niederlagen in Folge aus den Spitzenplätzen herausgefallen. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den der TV Kirchzell belegt, beträgt acht Punkte. Den Gast aus Auerbach (11./13:17) trennen nur vier Punkte von dem folgenschweren 14. Platz.

Das wird Motivation genug für die Oberpfälzer sein. Motivierend sollte für die Schützlinge von Tobias Wannenmacher auch das Hinspiel sein, wo bei seinen Schützlingen nach der Pause alles aus dem Ruder lief und zwei schon sicher geglaubte Punkte noch abgegeben wurden. "Das war eine unserer schlechtesten Halbzeiten in dieser Runde", erinnert sich Margots Valkovskis ungern. "Als wir in die Kabine gingen, lagen wir schier aussichtslos mit 8:15 zurück." Was im zweiten Durchgang passierte, kommt selten vor, das Match wurde komplett gedreht. Den SVlern gelangen in den zweiten dreißig Minuten nur noch fünf Treffer, unter anderem wurden drei Siebenmeter vergeigt. Die Bad Neustädter hingegen starteten, angeführt von Falk Kolodziej (6/3), hinter dessen Einsatz wegen einer Schulterverletzung diesmal ein dickes Fragezeichen steht, und Gary Hines (5) eine Aufholjagd und feierten einen 23:20-Erfolg.

"Auf so eine Nervenschlacht wollen wir uns diesmal gar nicht erst einlassen", fordert der HSC-Übungsleiter, der damals zum Saisonauftakt einen größeren Kader (Djuricin, Böhm) zur Verfügung hatte. Djuricin gehört bekanntermaßen nicht mehr der Mannschaft an, Lukas Böhm laboriert immer noch an seiner Beinverletzung und wurde in den vergangenen Wochen schmerzlich vermisst.

Der Gast ist derzeit auch nicht mit übergroßem Selbstbewusstsein ausgestattet. Die hohe 18:28-Niederlage vor acht Tagen beim Tabellennachbarn TV Großwallstadt war ein Rückschlag, den sich die Mannschaft allerdings selbst eingebrockt hatte. Obwohl in der ersten Halbzeit in Führung liegend, beklagte ihr Spielertrainer später den fehlenden Biss und mangelnde Leidenschaft. Dabei besitzen die Gäste erfahrene Akteure, wobei nicht Torhüter Andreas Bayerschmidt wie angedacht, sondern Lars Göbel die derzeitige Nummer Eins im Tor ist. Ansonsten bauen die SVler auf die Leistungsträger der letzten Jahre: in der Defensive auf Ralph Weiss, im Angriff auf die Ex-Coburger Andreas Wolf und Kenny Schramm sowie auf ihren derzeit torgefährlichsten Akteur, Maximilian Lux. Dieser erzielte im Hinspiel sieben Treffer.

Margots Valkovskis warnt eindringlich vor dem SV Auerbach. "Der kann an einem guten Tag jeden schlagen. Wir müssen einfach verhindern, dass der Kontrahent ins Laufen kommt." Das wollen die Hausherren mit gewohnter Aggressivität in der Defensive verhindern, wobei sie hoffen, dass die Referees im Gegensatz zur vergangenen Woche auf beiden Seiten das gleiche Maß anlegen.