Nach zwei Niederlagen in Serie braucht der VfR Sulzthal (15./8) dringend Punktezuwachs, denn die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt schläft nicht. Allerdings ist die Aufgabe beim TSV Hausen/Rhön (4./17) alles andere als einfach. Die Graumann-Elf startete gut in die Saison und hat nach neun Spieltagen bereits mehr als die Hälfte der Punkte aus der kompletten vergangenen Saison gesammelt. Zudem präsentieren sich die Rhöner zuhause bisher als Macht, lediglich Spitzenreiter Thulba konnte dort einen Zähler entführen. Die Sulzler hingegen zeigten sich bis auf die zweite Halbzeit gegen Burgwallbach zwar verbessert, die Punktebilanz fällt aber zu mager aus. Eine schwere Hypothek für das Spiel in Hausen ist neben dem ohnehin schon gefüllten Lazarett das Fehlen der Achse Alexander Unsleber, Tim Eckert (beide Urlaub) und Benedikt Jammers (Fortbildung).


Duell der Verlierer

Wichtige Punkte sind am Wochenende beim FC Eibstadt (8./12) zu vergeben, wo der Aufsteiger auf den SV Garitz (12./11) trifft. Beide Teams trennt in der enggestrickten Tabelle nur ein Zähler und beide gehörten zu den Verlierern des vergangenen Spieltags. Während die Stadtteilkicker auf eigenem Platz dem wankelmütigen TSV Rannungen mit 0:2 unterlagen, musste Eibstadt beim 1:2 bei Schlusslicht Heustreu/Hollstadt eine bittere Pille schlucken. Und das, obwohl sich die Truppe von Trainer Jochen Kress auswärts bislang deutlich gefährlicher präsentierte als auf eigenem Platz, wo man bereits drei Niederlagen einstecken musste.


Rannungen droht Gefahr

Der TSV Rannungen (5./15) unternimmt beim TSV Nordheim/Rhön (14./9) einen erneuten Versuch, sich an die Fersen des Spitzentrios der Kreisliga Rhön zu heften. Bislang folgte auf einen Auswärtssieg meist eine Heimniederlage, diesmal treten die Köhler-Schützlinge ein zweites Mal hintereinander in der Fremde an. Ein gutes Zeichen also, um den 2:0-Erfolg beim SV Garitz zu veredeln. Doch gefährlich ist der Gegner allemal. Die Rhöner holten sieben ihrer neun Zähler auf eigenem Platz und können sich in puncto Torgefährlichkeit auf ihre beiden Spielertrainer Johannes Fischer und Dominik Baumüller verlassen. Fischer traf bereits sechsmal, Baumüller markierte fünf Buden. Auf Seiten der "Gügger" ist Spielgestalter Benny Kaufmann mit neun Toren nicht nur torfreudigster Spieler seines Teams, sondern zusammen mit dem Neustädter Maximilian Mosandl derzeit ligaspitze. In der vergangenen Saison gab es in den Vergleichen beider Mannschaften im Übrigen nur Auswärtssieger. Nordheim gewann in Rannungen mit 2:1, der TSV revanchierte sich im Rückspiel und behielt in der Rhön mit 3:0 die Oberhand.


Thulbaer Selbstvertrauen

Alles nach Plan läuft beim FC Thulba (1./22), dessen Weg zurück in die Bezirksliga führen könnte, falls das Team von Spielertrainer Victor Kleinhenz weiterhin so konstant dominant und vor allem zielstrebig kickt. Beim souveränen 3:0-Sieg in Nordheim wurde man vom Gegner geradezu mit Lob überschüttet. Mit einem Heim-Dreier am Samstag gegen den FC Bad Brückenau (13./9) könnten die Frankonen die nächste kleine Etappe Richtung Titel meistern. Entsprechend zufrieden ist Kleinhenz mit seinem Team - für den Moment. "Wir haben durch den Start riesiges Selbstvertrauen getankt und wollen das natürlich auch gegen Bad Brückenau auf den Platz bringen." Der Spielertrainer selbst wirkte nach seiner Rotsperre erstmals wieder mit, war in Nordheim aber nicht mit allem zufrieden. "Wir haben viel Torchancen kreiert, aber auch schwächere Phasen im Spiel gehabt." Die Stärken des kommenden Gegners sieht Kleinhenz vor allem im Angriff: "Da sind sie mit Marcel Gebhart, Kevin Lormehs und Ronald Kömpel schon stark besetzt. Allerdings tut ihnen der Ausfall von Philipp Jakobsche in der Defensive weh." Der FC-Spielertrainer wurde bei der Brückenauer 2:3-Heimniederlage gegen Aufsteiger Untererthal auf dem Platz schmerzlich vermisst. Die Pleite hat den Druck für die Rot-Weißen natürlich erhöht. Ob allerdings gerade beim Spitzenreiter der Hebel auswärts, wo es bisher nur Niederlagen setzte, umgelegt werden kann, ist fraglich - aber nicht unmöglich.


Individuelle Stärken

Einen wichtigen Dreier landete der FC Untererthal (11./11) an der Sinn und machte in der Tabelle einen kleinen Sprung weg von den direkten Abstiegsplätzen. Gold wert wäre der Coup von Bad Brückenau erst recht, wenn die Truppe von Spielertrainer Michael Hammer auf eigenem Platz gegen den VfL/Sportfreunde Bad Neustadt (6./14) nachlegt. Die erfahrene Neuschter Combo zeigte in der Fremde bisher nur wenig Biss und holte die Punkte fast ausschließlich auf eigenem Geläuf. Dennoch sind im Team von Spielertrainer Thomas Gerhardt einige individuell starke Spieler wie zum Beispiel Neun-Tore-Mann Maximilian Mosandl oder auch Neuzugang Marek Buchowski, der es immerhin auf fünf Treffer bringt. Diese müssen von der Untererthaler Defensive in den Griff bekommen werden. Aber auch die Viktoria hat mit Lukas Tartler ein heißes Eisen im Feuer. Acht Tore hat der wieselflinke Youngster schon auf seinem Konto, eine Gefahr für jeden Gegner.