FSV Schönderling - TSV Oberthulba 2:3 (2:1). Tore: 0:1 Markus Markert (10.), 1:1 David Hahn (31.), 2:1 Christian Knüttel (40.), 2:2, 2:3 Sebastian Weidner (58., 61.).
"Die erste Halbzeit war komplett durch die Schönderlinger Mannschaft bestimmt", berichtete Manuel Wießner. "Aber wir haben aus der drückenden Überlegenheit zu wenig Kapital geschlagen." In Führung gingen die Gäste nach einem katastrophalen Fehlpass, den Markus Markert offenbar vorausgeahnt hatte. Dass wenig später Schönderlings Jacob Schaab das leere Tor verfehlte und Daniel Dorn per Weitschuss nur Keeper Alexander Heim traf, sollte sich rächen. "Die zweite Halbzeit haben wir völlig verschlafen. Oberthulbas Sascha Weidner traf nur Pfosten, Alexander Zülch hätte freistehend ebenfalls alles noch schlimmer machen können. Sebastian Weidner wurde dann gleich zweimal gut in Szene gesetzt. Diese drei Punkte hätten wir unbedingt gebraucht. Die Saison ist zwar noch lang. Aber das sollte uns nicht mehr passieren. Wir dürfen im zweiten Durchgang nicht so einbrechen, das wird vom Gegner knallhart bestraft."

FC Hammelburg - TSV Reiterswiesen 2:5 (0:1). Tore: 0:1 Mirko Zimmermann (15.), 0:2 Felix Lehfer (50.), 0:3 Felix Mast (54.), 0:4 Maximilian Borst (60.), 0:5 Fabian Renninger (67.), 1:5 Fabian Böhm (70.), 2:5 Nico Neder (80.).
Klassischer kann ein Saisonstart mit vier Niederlagen aus vier Matches wohl nicht in die Hose gehen. Gegen die spielerisch, taktisch und läuferisch deutlich überlegene Mannschaft von Frank Halbig standen die Gastgeber auf verlorenem Posten. Von Beginn an war vor mehr als 100 Zuschauern im Sportpark die tiefe Verunsicherung der Wiesler-Elf zu spüren, die in der Abwehr kaum Zugriff auf die TSV-Stürmer fand. Bis zu Pause konnte der FC sein defensives Bemühen noch halbwegs unbeschadet über die Runden bringen, im zweiten Durchgang drehten die Reiterswiesener allerdings innerhalb von einer Viertelstunde derart fulminant und kompromisslos auf, dass die Partie in der 67. Minute mit dem fünften sauber durchkombinierten Treffer entschieden war. Bemerkenswert die Moral der FC-Herren, die den nun etwas zurückschraubenden Reiterwiesenern immerhin noch zwei Ehrentreffer einschenkten.

BSC Lauter - FC Westheim 1:1 (1:1). Tore: 0:1 Valentin Schmid (9.), 1:1 Markus Ziegler (31.).
Nicht wenige Kenner der Szene trauen den blau-weißen Kickern um den jungen Edeltechniker Yanik Pragmann auf absehbare Zeit einen Meistertitel zu. Doch wer wüsste besser als der letztjährige Herbstmeister BSC Lauter, dass Prognosen in der völlig unberechenbaren Kreisklasse 1 kaum mehr als Schall und Rauch sind. In Führung gingen die Gäste nach einem langen Abschlag über die gesamte BSC-Mannschaft, den Valentin Schmid nervenstark verwertete. Kurze Zeit später verhinderte Oliver Kleinhenz mit einer spektakulären Rettungstat auf der Torlinie weiteres Ungemach. Als Markus Ziegler mit einem Freistoßkracher direkt in den Winkel traf, keimte leise Hoffnung bei den BSC-Anhängern auf. Doch beinahe wäre Lauter mit leeren Händen aus dieser Partie gegangen. Anton Greilich hätte für Westheim alles klar machen müssen, jedoch versagten mutterseelenallein vor Keeper Thomas Metz die Nerven. "Wir müssen wirklich viel mehr rausholen aus so einem Spiel. Am Ende dürfen wir noch froh sein, dass wir nicht noch härter bestraft worden sind", resümierte André Lang.

SV Obererthal - DJK Schondra 3:3 (2:0). Tore: 1:0, 2:0 David Böhm (36./Foulelfmeter, 40.), 2:1 Kilian Markart (50.), 2:2 Michael Müller (55.), 3:2 Felix Heid (60.), 3:3 Ferdinand Leitsch (90.). Gelb-Rot: David Böhm (80., Obererthal).
Schon jetzt legendär sind die erstaunlichen Künste des Obererthaler Spielertrainers David Böhm am ruhenden Ball. Ein Freistoß in der 15. Minute verfehlte noch knapp sein Ziel, der Strafstoß kurz vor dem Pausenpfiff war dann aber wie gewohnt im Kasten, ein Kunstschuss wenige Minuten später schlug unter der Latte ein. Doch die einstmals so extrem heimstarken Obererthaler schaffen es kaum noch, ohne Gegentreffer über die 90 Zeigerumdrehungen zu kommen. Michael Müller schaffte hingegen das Kunststück, die Kugel aus rund 60 Metern über Keeper Michael Helm zu lupfen. Felix Heids Kopfballtreffer kam da eigentlich zur richtigen Zeit. Aber Ferdinand Leitschs Freistoß in der Schlussminute ließ die Schondraer Jungs, mittlerweile in Überzahl nach der Ampelkarte gegen Böhm, jubeln. "Es war ein offener Schlagabtausch mit vielen Chancen auf beiden Seiten", bilanzierte Manfred Rüth, der sich sehnsüchtig die alte Heimstärke zurückwünscht.

SC Diebach - SV Morlesau/Windheim 1:1 (1:0). Tore: 1:0 Patrick Schmähling (6.), 1:1 Stefan Thoma (63.). Gelb-Rot: Michael Mathes (84., Diebach).
Das Derby der Patenvereine endete mit einem leistungsgerechten Unentschieden. Dabei verzeichneten die Platzherren den besseren Start. SC-Coach Andreas Franz durfte bereits nach dem zweiten Angriff erfolgreichen Vollzug durch Torjäger Patrick Schmähling melden. Die Schützlinge von Steffen Weigand wehrten sich in der fairen Auseinandersetzung, in der Schiedsrichter Kai Steinmetzer (Herschfeld) nur drei Verwarnungen aussprechen musste, zwar sofort um den Ausgleich. Ihre Offensivbemühungen erhielten allerdings einen Rückschlag, als Spielmacher Tobias Bold verletzungsbedingt die Segel streichen musste. Diese Schwächung vermochten die Frankonen allerdings nicht zu nutzen, weil es mit dem finalen Abschluss haperte. Nach der Pause setzten die Gäste alles auf eine Karte, wurden für diese Taktik aber belohnt, als der Ex-Thulbaer Stefan Thoma einnetzte. sbp

Kreisklasse Rhön 2
TSV Maßbach - FC Rottershausen 1:2 (0:1). Tore: 0:1 Matthias Gerhardt (14.), 1:1 Sebastian Händel (53.), 1:2 Jakob Rat (90.).
Die Zeichen standen auf Revanche an der Centleite, denn just am letzten Spieltag der Vorsaison hatten die Rottershäuser Spirken dort bei gleichlautender Paarung drei Punkte stibitzt. Diesmal sorgte Jakob Rat quasi mit dem Schlusspfiff per Kopf für genau den gleichen Endstand wie vor knapp vier Monaten. Der routinierte Frank Seufert hatte zuvor einen kapitalen Bock in der Maßbacher Hintermannschaft clever ausgenutzt und eine präzise Flanke in den Strafraum gebracht. Mehr als ärgerlich für die Maßbacher, die extrem viel in dieses Match investierten, aber im Abschluss nicht immer mit der nötigen Ruhe zu Werke gingen. Denn Chancen waren durchaus da für den TSV, zum Beispiel durch den emsigen Michael Krautschneider, der nach Sebastian Händels Zuspiel nur Millimeter am langen Pfosten vorbeizielte (5.). Auch Lukas Müllers Freistoß war nicht von schlechten Eltern, brachte allerdings genauso wenig ein wie der zu harmlose Nachschuss von Felix Neunhöffer (8.). Besser machte es Rottershausens Coach Matthias Gerhardt, der zentral postiert wie in alten Zeiten mit einem seiner sensationellen Drehschüsse in die Maschen traf. Die Maßbacher steckten nicht auf, kamen durch Sebastian Händels Abstauber wieder heran und wagten sich nun verstärkt in die Offensive. Als Sascha Reith (56.) im Rottershäuser Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht wurde, blieb die Pfeife stumm, was bei den einheimischen Fans für große Empörung sorgte. Auch Felix Neunhöffer konnte erst kurz vor der Torlinie, diesmal allerdings mit fairen Mitteln, gestoppt werden. Am Ende nutzte alle Aufregung aber nichts, weil die Spirken ihre wenigen Hochkaräter eiskalt verwandelten. bit

TSV Steinach - FC Reichenbach 2:3 (0:2). Tore: 0:1 Patrick Weisenseel (7.), 0:2 Christopher Saal (30., Foulelfmeter), 0:3 Johannes Katzenberger (57.), 1:3, 2:3 Fabian Rottenberger (73., 90.).
Die Teutonen feierten im dritten Saisonmatch den dritten Sieg, setzten diesen allerdings in der letzten halben Stunde durch eine laxe Gangart aufs Spiel. Die Gastgeber, die früh Fabian Schmitt wegen einer Zerrung verloren (6.), gerieten eine Minute später in Rückstand, ein weiterer Rückschlag war die Sprunggelenksverletzung von Jochen Metz (30.). Gegen die da noch unsortierte TSV-Mannschaft erhöhte Christopher Saal vor dem Seitenwechsel per Strafstoß. Die Teutonen trafen vor dem Seitenwechsel noch den Pfosten, mussten mit Beginn des zweiten Durchgangs auf ihren Spielmacher Michael Seith (Blase an der Ferse) verzichten, was aber nach dem Treffer von Johannes Katzenberger folgenlos schien. Doch stand FC-Keeper Markus Buhlheller nach dem Abstaubertor von Fabian Rottenberger zunehmend im Brennpunkt. Buhlheller wird im Übrigen nur noch in der Vorrunde im FC-Tor stehen, zur Rückrunde wechselt Niederlauers Torhüter Fabian Mellenthin an die Waldsportanlage. In der samstäglichen Partie ließ sich Buhlheller erst kurz vor dem Abpfiff ein zweites Mal bezwingen. Für die stark ersatzgeschwächten, aber aufopferungsvoll kämpfenden TSVler traf nochmals Rottenberger. sbp

SpVgg Haard - DJK Burghausen/Windheim 0:6 (0:1). Tore: 0:1 Andreas Straub (22.), 0:2 Christian Kühnlein (54., Foulelfmeter), 0:3, 0:4, 0:5 Johannes Hein (58., 60., 75.), 0:6 Christian Kühnlein (87.).
Dass das Derby derart eindeutig enden würde, war beim Seitenwechsel nicht zu erahnen. Bis dahin waren die Schützlinge von Mirko Kleinhenz jedenfalls nur leicht überlegen. Doch mit dem zweiten Gegentreffer brachen bei den Haardern alle Dämme. Insbesondere das Deckungsverhalten ließ sehr zu wünschen übrig, auch wenn die Mannen von Coach Jörg Kirchner notgedrungen die Flucht nach vorne suchen mussten. Für die Freiräume bedankte sich insbesondere Johannes Hein, der mit seinem Hattrick das Ergebnis in die Höhe schraubte. Die Moral der konsternierten Gastgeber, die nun die "Rote Laterne" symbolisch im Sportheim hängen haben, war nun endgültig am Boden. "Es gibt Spiele, da gelingt einer Mannschaft halt alles und der anderen gar nichts", so der erfreute und tröstende DJK-Coach Kleinhenz. sbp


Außerdem spielten
SV Niederlauer - VfB Burglauer 2:1 (2:1). Tore: 1:0 Dominik Mauer (4.), 1:1 Thorsten Bauer (9.), 2:1 Alexander Mohler (32.). Gelb-Rot: Jonas Volkmuth (80., Niederlauer).
TSV Pfändhausen - DJK Waldberg 1:2 (0:0). Tore: 0:1 Jonas Metz (57.), 0:2 Patrick Seufert (74.), 1:2 Louis Schuler (75.).