SG Garitz/Nüdlingen - SG DJK Rimpar 28:20 (13:11).
Gesprächsbedarf. Juliane Wenke beteuerte ihre Unschuld, Norbert Senft wollte nicht von seiner Meinung abweichen, sah die Rote Karte gegen die Rimparer Spielerin berechtigt. Die Szene in der tatsächlich letzten Sekunde vor der Pausensirene veränderte das Spiel. Weil fortan nicht nur der Gast seine beste Spielerin verlor. Auch Lisa Wenzke musste vom Feld mit einer schweren Schulterprellung.

"Das war ein klarer und aktiver Schlag in die Wurfbewegung meiner Spielerin und eben nicht nur ein gestellter Block", sagte der SG-Coach. Fünf der elf Rimparer Tore hatte die Rückraum-Schützin bis dato erzielt, und das trotz einer fünfminütigen verletzungsbedingten Auswechslung. Erst mit der Manndeckung durch Anne Früh und Caro Annon wurde die wurfgewaltige Akteurin etwas besser in Schach gehalten. "Die Juliane hätte auch zehn Tore machen können. Wichtig war, dass wir alle anderen Rimparerinnen im Griff haben", sagte Norbert Senft, der mit einer offensiven 4:2-Deckung begann, früh aber ins 5:1-System wechselte.
Mit einer prima aufgelegten Pia Kunzmann im Tor war die Abwehr auch der bessere Mannschaftsteil. Offensiv lief es wenig geschmiert, weil das Spiel beiderseits zwar schnell, aber eben auch fehlerbehaftet war. Mit zwei "gestohlenen" Bällen erzielte Lisa Wenzke nach 24 Minuten ihre ersten und einzigen Tore an diesem Abend zum 11:9.

Ein Vorsprung, der bis zur Pause zumindest gehalten werden konnte. "Großen Respekt an die Mannschaft für die Leistung in der zweiten Halbzeit", sagte später der SG-Coach. Auch ohne ihre Führungsspielerin legte die SG-Sieben einen überzeugenden Auftritt hin, weil insbesondere Julia Albert und Ronja Schwalbe viel Verantwortung übernahmen. "Julia hat ihr bestes Spiel gemacht, seit ich hier Trainer bin", lobte Senft. Über 15:11, 16:13 und 21:17 steuerten die Gastgeber einem ungefährdeten Erfolg entgegen.
Dass den Mainfranken in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit nur drei Treffer gelangen, war mit ein Verdienst von Stephanie Piske, die nach dem Wechsel zwischen die Pfosten rückte. Vorne lagen die Rimparer nur bei den Siebenmetern. Neun von zehn wurden meist von Susanne Scheller verwandelt, während die Spielgemeinschaft nur einen Strafwurf zugesprochen bekam. "Das war ein extrem wichtiger Sieg für uns", bilanzierte Senft. Die Spielpause nächste Woche hat sich die Mannschaft verdient, danach sollen gegen Haunstetten II und den SV Winkelhaid die letzten Zweifel am Klassenerhalt aus dem Weg geräumt werden. Hoffentlich mit Lisa Wenzke.
Tore für die SG: Julia Albert (6), Anne Früh (6/1), Ronja Schwalbe (5), Theresa Kleinhenz (3), Anna Zimmer (2), Carolin Annon (2), Lisa Wenzke (2), Sabrina Kleinhenz (1), Melanie Dotzer (1). {