Gemeint ist der Heimsieg, "den wir unbedingt feiern wollen und müssen, um weiter um den angestrebten sechsten Tabellenplatz mitzumischen", so HSC-Coach Margots Valkovskis. Aber nicht nur wegen der zwei Punkte ist ein Sieg eingeplant. Nach fünf Heimbegegnungen ohne doppelten Punktgewinn "wird es Zeit, dass wir unsere treuen Fans mit einer starken Vorstellung belohnen", so HSC-Geschäftsführer Dieter Schulz.

Dieser konnte im Vorfeld eine weitere Personalie verkünden, der Vertrag mit Vilim Leskovec wurde bis 2018 verlängert, und zwar mit Option. Der Rückraumspieler, der gegen die Sachsen-Anhaltiner die 100-Tore-Marke in dieser Saison knacken kann und will, hat zudem eine berufliche Perspektive an der Fränkischen Saale, er wird beim HSC-Sponsor Benkert eine Ausbildung beginnen. "Dieser Hintergrund sollte ihm einen Schub verleihen", hofft sein Übungsleiter, "erfahrungsgemäß haben die Spieler den Kopf eher frei, wenn die Existenz langfristig gesichert ist".

Aber nicht nur diese Angelegenheit erfreut den Trainer, auch die Rückkehr von Lukas Böhm in den Kader ist für ihn absolut positiv. "Lukas steht seit zwei Wochen im Mannschaftstraining, brennt richtig auf seinen Einsatz, aber ich will ihn nicht gleich verheizen und ihn vorsichtig wieder zurückbringen". Der Rückraumspieler wurde in den letzten Monaten stark vermisst, "seine Wucht und seine Wurfkunst hat unserem Rückraum arg gefehlt, das hat uns sicher den einen oder anderen möglichen Punkt gekostet", sagt Valkovskis.

Mit dem Schlusslicht, das kaum noch vor den Absturz in die mitteldeutsche Oberliga zu retten ist, haben die Rhöner im Übrigen noch ein Hühnchen, wenn nicht sogar einen Strauß, zu rupfen. Ausgerechnet im Hinspiel konnte der Aufsteiger seinen ersten Saisonsieg feiern, "das hat uns unglaublich wehgetan", erinnert sich der HSC-Übungsleiter, "trotz aller Warnungen im Vorfeld haben wir uns da das Fell über die Ohren ziehen lassen". Der 30:27-Erfolg der USVler erwies sich für diese allerdings nur als Episode, kurz darauf wurde ihr Coach Rainer Neumann abgelöst von Fabian Metzner, der bis dahin als einer der wenigen Routiniers auf dem Parkett stand. Der HSC geht nach Lage der Dinge als großer Favorit in diese Partie, "aber das waren wir auch beim ersten Aufeinandertreffen", warnt Margots Valkovskis.