Ausnahmslos auswärts treten die fünf Landkreisteams an diesem Spieltag an, wobei es empfehlenswert ist, dass sich die mitreisenden Fans vor Antritt der Fahrt davon überzeugen, dass das anvisierte Match auch stattfindet. Einige Partien stehen aufgrund der Witterungsbedingungen auf der Kippe.

Bereits am Samstag steigt der SV Riedenberg (9./27) in die Rückrunde ein, beim Tabellennachbarn TSV Röthlein (10./25) hängen die Trauben allerdings hoch. "Im Hinspiel war uns der Gegner optisch überlegen, prallte aber an unserer kompakten Deckung ab und lief dann in einen entscheidenden Konter", erinnert sich Riedenbergs Coach Charly Storch. Der hadert mit der "katastrophalen Vorbereitung", gesteht allerdings ein, dass auch die Ligakonkurrenten wintergeschädigt sind. Personell erfreulich ist aus seiner Sicht die Rückkehr von Christoph Dorn ins Team, der Spielmacher hat seinen US-Aufenthalt vor kurzem beendet. Unerfreulich dagegen die Schulterverletzung von Stefan Schneider, die wohl auf ein Karriereende hinausläuft. Gespannt auf beiden Seiten ist man auf den Auftritt des Ex-Profis Matthias Keller, der in der Winterpause zu seinem Heimatverein nach Röthlein zurückgekehrt ist.

Nur nicht wieder schlafen

Mit stolzgeschwellter Brust versucht der SV Garitz (1./35), die Tabellenführung beim TSV Güntersleben (13./21) zu verteidigen. Doch die Grün-Weißen sind gewarnt. Ausgerechnet die Mannen aus dem Würzburger Land entführten beim Hinspiel zwei Punkte, der 5:3-Erfolg beruhte aber auf einigen individuellen Fehlern der Sadowski-Schützlinge. Der ansonsten heimstarke aktuelle Spitzenreiter hat zudem vor der Winterpause auswärts wenig gerissen, im Gegenteil. Man kassierte hohe Niederlagen, wobei diese fast nach Schema F verliefen. Es wurden die Anfangsminuten verschlafen und spätestens nach zehn Minuten lag man schon mit 0:2 zurück. Damit war die Defensivtaktik von Andrzej Sadowski hinfällig, seine Mannen mussten das Spiel öffnen und liefen dann in Konter. "Wir müssen von Anfang an hellwach sein", fordert der vor acht Tagen zweifache Torschütze. "Wir sollten selbst einmal in der Fremde einen Vorsprung herausschießen und so das Konzept des Gegners über den Haufen werfen." Am besten wäre es, wenn die SVler da anknüpfen, wo sie letzten Sonntag gegen die FSG Wiesentheid aufgehört haben: zweikampfstark und abgeklärt im Abschluss.

Wolf hütet Münnerstädter Tor

Ungute Erinnerungen an das Hinspiel hat man auch beim TSV Münnerstadt (4./34). Die Lauertaler verloren gegen den TSV Bad Königshofen (3./34) mit 1:2, zwei frühe Abwehrschnitzer führten trotz späterer Feldüberlegenheit zur Heimpleite. "Wir wollen die Revanche", so Torjäger Simon Snaschel, für den der Mannschaftserfolg wichtiger ist als die Torjägerkrone zum Saisonende. Bei der Elf von Dominik Schönhöfer fällt Keeper Florian Rottenberger wegen einer Leistenverletzung aus, für ihn hütet Johannes Wolf das Tor. Hinter einigen anderen Akteuren steht noch ein Fragezeichen. Aber das beruhigt Bad Königshofens Trainer Werner Köhler in keinster Weise. "Münnerstadt hat einen großen Kader, der zu allem fähig ist."

Zu allem fähig ist auch der FC Fuchsstadt (6./33). Sowohl positiv, oder wie im Hinspiel auch negativ. Da kassierten die Kohlenberger gegen den TSV Gochsheim (11./24) eine Klatsche, kommentierte Pressesprecher Andreas Luxem damals das 0:5 als "verdient nach unterirdischer Leistung". Danach besserte sich die Lage bei der Kubo-Elf allerdings stetig, während die Gochsheimer konstant abfielen. Daran konnte auch der gefürchtete Torjäger Daniel Meusel nichts ändern, dessen unstete Leistungen symp tomatisch für die Mannschaft sind. "Wir müssen unsere Grundtaktik auch in Gochsheim durchziehen", fordert Simon Bolz, "also hinten sicher stehen und dann bei Ballbesitz schnell umschalten".

Das muss auch der SV Obererthal (18./4) in die Tat umsetzen, will er nicht punktlos aus Rottendorf (5./33) zurückkehren. Dass die Rot-Weißen als Außenseiter in dieses Match gehen, ist schon beim Blick auf die Tabelle klar. Die Gastgeber gewannen zudem das Hinspiel mit 4:0. Sie wollen ihrem Trainer Amrehm, der zum Saisonende geht, den Abschied mit dem Aufstieg versüßen. Dazu wollen die Rot-Weißen nicht beitragen. "Wir haben nichts mehr zu verlieren", so Trainer Michael Leiber, "wir können in dieses Spiel ohne großen Druck gehen, vielleicht tritt die Mannschaft dann gelöster und erfolgreicher auf".