TV/DJK Hammelburg - SC Freising: Die Hammelburger Männer (1./36) erwarten am Sonntag mit dem SC Freising (3./25) ein Spitzenteam der Regionalliga. Nach dem klaren Freisinger Heimerfolg gegen Hirschau stellt man sich beim TV/DJK darauf ein, dass die Gäste den nächsten Coup landen wollen. Doch die Saalemänner könnten in Anbetracht von zehn Punkten Vorsprung auf Hirschau, bei einem Heimsieg und einem Hirschauer Ausrutscher heute in Taufkirchen, bereits am Sonntag die Meisterschaft klar machen.

Spielmacher fehlen

Allerdings ist Trainer Tado Karlovic nicht sorgenfrei, denn sein Team muss ohne etatmäßigen Spielmacher ans Netz gehen, da Oliver Möller und Aaron Dettner berufs- beziehungsweise verletzungsbedingt fehlen werden. Außerdem haben einige Spieler wegen einer schweren Erkältung in dieser Woche kaum trainiert oder haben das Training abbrechen müssen. Unter diesen Voraussetzungen erwartet der Coach ein heiß umkämpftes Match gegen Freisinger, die nach dem Coup gegen Hirschau mit breiter Brust anreisen werden. Für Mittelan greifer Michael Schottdorf hat das Spiel am Sonntag Ähnlichkeit mit dem Hinspiel. "Wir sind mit sieben Mann nach Freising angereist, haben ohne Libero gespielt, nach 0:2 das Spiel gedreht und zwei wichtige Punkte geholt", blickt er gerne zurück. "Wenn uns das am Sonntag in ähnlicher Weise gelingen sollte, wären wir angesichts unserer Personalprobleme sehr glücklich. Natürlich wollen wir Meister der Regionalliga werden, aber das müssen wir nicht vier Spieltage vor dem Ende der Saison sein", sieht er keinen Druck.
TV/DJK Hammelburg - FTSV Straubing II: Die Gäste (10./10) haben bereits im Hinspiel ihr Talent gegen die Saale damen (5./20) unter Beweis gestellt. "Wir haben dort 1:3 verloren, aber wegen einem Fehler im Aufstellungsbogen auf Straubinger Seite das Spiel am grünen Tisch gewonnen. Das Glück werden wir kein zweites Mal haben", ist sich Angreiferin Britta Lohneiß sicher. Die Gastgeber, die dieses mal vollzählig sind, haben beim Auswärtssieg in Erlangen einen deutlichen Aufwärtstrend erkennen lassen. Die Annahme wurde stabilisiert.
Co-Trainer Thomas Oschmann hält große Stücke auf den Konkurrenten. "Mit Stützpunkttrainer Wolfgang Schellinger leisten die Niederbayern hervorragende Arbeit. Die Reserve der Zweitligamannschaft ist ein sehr junges Team mit vielversprechenden Talenten." Oschmann leitete ohne den derzeit unabkömmlichen Frank Otter das Training. Caro Streck fehlt bis Saisonende verletzt (Knieoperation). Bei Chris Heim, die sich im Training am Daumen verletzt hat, hofft der Coach auf grünes Licht. "Sie ist unsere tragende Säule. Da sie ja selber Psychologin ist, wird sie mit den richtigen Gedanken ihre Physis hinbekommen."

Lob für die Spielerinnen

In den letzten Trainingswochen attestiert Thomas Oschmann Jana Baumgart, "dass sie sehr hart und ehrgeizig an sich gearbeitet hat". Er erwartet bei ihr eine stetige Weiterentwicklung in ihrer ersten Regionalliga-Saison. "Britta Lohneiß gefällt mir momentan sehr, sie wird mit ihrem ansteckenden Siegeswillen wohl eine wichtige Rolle entweder auf der Diagonalen oder im Außenangriff bekommen", verrät der Trainer seine Pläne. In Annahme und Abwehrarbeit sieht er seine Mannschaft auf einem guten Weg. Denise Roy sorgte da für Stabilität. "Christine Fell als erste Zuspielerin wird das Spiel hoffentlich wieder gewohnt souverän dirigieren. Ihr steht immer sehr verlässlich Sabrina Schlereth zur Seite", lobt Thomas Oschmann. Für Britta Lohneiß steht ohnehin das Team im Mittelpunkt. "Wir haben in Erlangen gemeinsam gewonnen und das gilt es auch am Sonntag umzusetzen und mögliche Schwächephasen von Spielern als Team zu kompensieren. So bleiben die drei Punkte in Hammelburg und wir vergrößern den Abstand zu den Abstiegsplätzen", verbreitet sie Optimismus.
Einen ganz besonderen Aspekt hat das Spiel für Thomas Oschmann, denn Straubingerinnen spicken den Hammelburger Kader, der Deutscher Vizemeister bei den Seniorinnen wurde. "Ich verliere nicht gerne gegen den ehemaligen Bayernauswahltrainer meiner Frau", beschreibt Thomas Oschmann seine ganz eigene Motivation.