Mit einem Blauen Auge ist der TSV Münnerstadt in der Bezirksliga Ost davongekommen. Ein Negativlauf nach der Winterpause brachte die Lauertaler im Abschiedsjahr von Trainer Dominik Schönhöfer an den Rande der Kreisliga. Doch gerade rechtzeitig bekam der TSV die Kurve und rettete sich mit einem 4:1 am letzten Spieltag in Gochsheim. Letzte Zweifel beseitigt hat auch Aufsteiger FC 06 Bad Kissingen. Die Kurstädter holten einen Punkt in Röthlein und dürfen nun endgültig für ein weiteres Jahr Bezirksliga planen. "Landkreis-Meister" wurde derweil der FC Fuchsstadt. Mit einer durchweg ordentlichen Saison hielten die "Füchse" sich von Anfang an aus dem Abstiegskampf heraus, hätten bei konstanterem Auftreten vielleicht gar das Spitzenfeld ärgern können. Dennoch kann Trainer Marius Kubo mit seiner Abschiedssaison zufrieden sein. Das gilt auch für einen weiteren Fuchsstädter. Martin Halbig, Trainer der U-23 des FC Schweinfurt 05, hat eine Traum-Saison hinter sich. Der Aufsteiger machte mit einem 1:0 bei Verfolger DJK Schwebenried/Schwemmelsbach jüngst sein Meisterstück und damit den Durchmarsch in die Landesliga perfekt. Fragezeichen gibt es noch im Keller. Großbardorf II, Röthlein, Forst und Bergrheinfeld sind noch in der Verlosung für zwei Abstiegsplätze sowie den Relegationsrang.

Ein ruhmreicher Abschied

In der Kreisliga Rhön sind fast alle Fragen bereits beantwortet. Nach dem Reichenbacher Patzer in Bad Neustadt, steht der SV Riedenberg als Meister und Aufsteiger in die Bezirksliga fest. Was für ein Abschied für "Charly" Storch, der die Grün-Weißen nun zum zweiten Kreisliga-Titel binnen drei Jahren geführt hat. Wohin es den Erfolgs-Trainer in der nächsten Saison wohl ziehen wird?

Den Teutonen um Spielertrainer Marc Hartmann bleibt immerhin die Relegation, es wartet zunächst der FSV Krum. Insgesamt spielen vier Mannschaften nur einen Platz aus, gespielt wird erstmals in Hin- und Rückspiel. Eine mögliche Relegation in Richtung Kreisklasse wollen vor dem letzten Spieltag noch drei Teams vermeiden. Die schlechtesten Karten hat aktuell der VfR Stadt Bischofsheim, mit 34 Punkten derzeit Relegant. Sorgen machen müssen sich zudem die DJK-SV Eichenhausen (35. Punkte) sowie der VfL Spfr. Bad Neustadt (36), die am Sonntag direkt aufeinandertreffen. Das schwächste Team aus diesem Trio würde es in der Relegation mit dem Vizemeister der Kreisklasse Rhön 3 zu tun bekommen - momentan wäre das der TSV Hausen/Rhön, der auf einen Ausrutscher von Spitzenreiter SV Burgwallbach/Leutershausen hofft.

Für den freien Platz in der Kreisliga Rhön kommt auch die DJK Schondra in Frage. Die Mannschaft hat Rang zwei in der Kreisklasse Rhön 1 bereits zementiert, während dem FC Bad Brückenau die Rückkehr in die Kreisliga nicht mehr zu nehmen ist. In der Relegation treffen die DJKler auf den VfB Burglauer, Vizemeister der Kreisklasse Rhön 2. Für den VfB gab es kein Vorbeikommen an Meister TSV Reiterswiesen, der sich auf die höchste Spielklasse des Fußballkreises freuen darf.

Ein Spiel entscheidet

Während für die Qualifikation für die Kreisliga zwei Runden zu überstehen sind, reicht für einen Platz in den Kreisklassen ein einziger Erfolg. Jeweils die Drittletzten der Kreisklassen bekommen es mit den Tabellendritten aus den jeweiligen A-Klassen zu tun. In der Kreisklasse 1 müsste momentan der TSV Stangenroth nachsitzen, könnte sich am letzten Spieltag aber ebenso noch direkt retten, wie er direkt absteigen könnte. Zwei Punkte liegt man hinter dem SV Ramsthal II, hat einen Zähler Vorsprung auf Untererthal. Bereits abgestiegen ist der FC Obereschenbach, was auch für den TSV Arnshausen sowie die DJK Unter-/Oberebersbach in der Kreisklasse 2 gilt. Hier müsste aktuell die DJK Burghausen/Windheim (29 Punkte) Extraschichten schieben, die aber noch zum TSV Maßbach (31) aufschließen könnte.

In der A-Klasse 3 sind für den Relegationsplatz die DJK Mühlbach sowie der TSV Oberelsbach in der Verlosung. Brendlorenzen und Unterweißenbrunn müssen in die A-Klasse. Dort wird der SV Aura in der kommenden Runde aller Voraussicht nach nicht mehr spielen. Ein Sieg in Oberbach, und der SV ist Meister der A-Klasse Rhön 1, schon ein Punkt würde zum sicheren Aufstieg reichen. Auf Rang zwei will Schönderling seinen Zwei-Punkte-Vorsprung auf Machtilshausen verteidigen und damit direkt nach oben - dem SV bliebe damit nur der Umweg Relegation.

In der A-Klasse 2 ist die Meisterfrage längst geklärt, die SpVgg Haard legte eine bärenstarke Runde hin und ist nicht mehr vom Thron zu stoßen. Aufgestiegen ist auch die SG Sulzfeld/Merkershausen, der FC Rottershausen geht in die Aufstiegsrelegation. Dritter in der A-Klasse 3 wird wohl der TSV-DJK Wülfershausen, während Heustreu als Meister sowie der TSV Unsleben direkt nach oben marschieren.

Pfaffenhausen will nach oben

Bleibt des Rennen um einen Platz in den A-Klassen. Bereits aus den B-Klassen aufgestiegen sind als Meister der SV Obererthal, der FC 06 Bad Kissingen II und der ASV Alsleben/Eyershausen. Sichere Releganten sind der SV Garitz II, der SV Eichenhausen/Saal II und die DJK-SV Langenleiten. In der B-Klasse 4 kann der RSV Wollbach II mit einem Sieg am letzten Spieltag noch an der DJK Schönau vorbeiziehen und direkt aufsteigen. Durcheinandergewirbelt wurde nun das Tableau der B-Klasse 2, da der eigentliche Meister Untererthal II auf sein Aufstiegsrecht verzichtet. Der TSV Wollbach II rückt damit als Direktaufsteiger nach, Pfaffenhausen geht in die Relegation, spielt dort zunächst gegen Langenleiten.