Gute Idee. Und der richtige Service. Ein Teil der Räumlichkeiten im Ramsthaler Sportheim wurde zum Massage-Salon umfunktioniert. Professionelle Hände kneteten müde Beine. Und davon gab es jede Menge nach dem Saaletal-Marathon des SV Ramsthal mit der Königs-Disziplin über 42,195 Kilometer. Gelaufen wurden aber auch Halbmarathon, 10 Kilometer und kürzere Strecken für den Nachwuchs. Ein Kraftakt nicht allein aufgrund der Kilometer-Fresserei. Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt und vor allem der böige Wind setzten den Athleten zu. Auch dem schnellsten Marathon-Läufer, der der Konkurrenz weit enteilt war. Drei Stunden und acht Minuten betrug die Siegerzeit von Sebastian Apfelbacher (TG Kitzingen), der im Vorjahr an gleicher Stelle Sechster war. "Die Tempowechsel waren hart. Das gibt Muskelkater", sagte der 34-Jährige nach seinem 27. Marathon. Die Bestzeit des Weinbau-Ingenieurs steht bei 2:44 Stunden.

Schnellster in der Wertung der Unterfränkischen Meisterschaft im Halbmarathon, hier war ein Laufpass erforderlich, war Edgar Morschhäuser (LAZ Obernburg-Miltenberg) in der Zeit von 1:22 vor Andreas Michaelis (SV Herschfeld/1:25) und Markus Reuter (TV/DJK Hammelburg/1:26). Gesamt-Schnellster über die 21 Kilometer war Matthias Krah (Team Raidlight/1:16:47). Mit Anton Luber (Nürnberg) nahm sogar ein blinder Läufer am Marathon teil, an einem dünnen Seil geführt von seinem Arbeitskollegen Dieter Probst. Nach 3:50 Stunden erreichte das Duo das Ziel. Moderiert wurde die Veranstaltung in bewährter Form von Jürgen Kunkel, der die Zuschauer im Zielraum stets auf dem Laufenden hielt und mit flotter Moderation seinen Teil zu einer mehr als gelungenen Veranstaltung beitrug.

Einen ausführlichen Bericht zu dieser Veranstaltung lesen Sie in der Dienstags-Ausgabe. Auch online im Lauf des Montags mit weiteren Bildern.