Beide Mannschaften haben ihr Saisonziel erreicht. "Was jetzt kommt, ist Bonus", sagt Schondras Abteilungsleiter Günter Schneider. "Reiterswiesen war besser als wir, deshalb ist der 2. Platz absolut toll für uns", so der Burgläurer Pressewart Burkard Mangold über den verlorenen Titelkampf in der Kreisklasse 2. Nun können beide Mannschaften dennoch den ganz großen Coup schaffen - am Sonntag in Eltingshausen zumindest den ersten Schritt in Richtung Kreisliga Rhön tun.

Ein Spielmacher fehlt

"Ich sehe uns in der Außenseiterrolle. Nicht nur gegen Burglauer. Allgemein denke ich, dass eher Eichenhausen/Saal und Hausen die Favoriten sind", blickt Schneider auf das Parallelspiel, dessen Sieger ja gegen den Gewinner der Eltingshäuser Paarung um den Kreisliga-Aufstieg spielt. "Spielerisch ist Burglauer wahrscheinlich besser. Defensiv stehen wir zwar ordentlich, aber uns fehlt einfach der klassische Zehner. So sind wir häufig zu abhängig davon, ob wir die Offensive ins Spiel kriegen."

Das Schondraer Angriffsduo hat derweil auch Burglauers Trainer Uli Glöggler als größtes Gefahrenpotenzial ausgemacht. "Mit Spielertrainer Florian Heller und Timo Schneider haben sie da zwei ganz starke Spieler, auf die wir besonders aufpassen müssen." Glöggler hat sich über den Gegner informiert, will seine Mannschaft auf jede mögliche Situation vorbereiten. "Die Psyche ist entscheidend", so der ehemalige Kicker des FC Hansa Rostock. "Deshalb war es für uns sehr wichtig, nach dem zwischenzeitlichen Tief aus eigener Kraft in die Relegation einzuziehen. Wir haben zuletzt gute Spiele gemacht und sind in guter Form. Auf jeden Fall freuen wir uns riesig auf das Spiel und werden bis zum Schluss alles geben. Wir müssen überhaupt nichts, aber - klare Ansage - wenn man so eine Chance hat, will man sie auch nutzen."

Neue Euphorie entfacht

Das "Wollen" steht auch bei den Schondraern im Vordergrund. "Der Hunger ist wieder da", sagt Schneider vier Jahre nach dem Abstieg aus der Kreisliga. "Wir haben eine junge Mannschaft, es herrscht Euphorie. Dennoch würde die Welt nicht untergehen, wenn wir es nicht packen. Druck verspüren wir nicht wirklich." Verzichten muss die DJK möglicherweise auf Stammtorhüter Tim Schäfer. "Wir entscheiden kurzfristig, ob er spielen kann", so Schneider.
Geschwächt müssen auch die Burgläurer ins Rennen gehen. "Julian Bötsch wurde an der Leiste operiert und wird uns fehlen", so Glöggler. "Das tut mir besonders für ihn leid, uns als Mannschaft aber auch weh."