"Der Aufwand in der Landesliga ist einfach zu groß, wir wollen die Existenz des Klubs nicht aufs Spiel setzen", sagt Klubvorsitzender Alexander Dürbeck, der in Absprache mit Kassier Gerald Viernekes den Mitgliedern diesen Beschluss in der Jahreshauptversammlung am 1. Februar mitteilen wird.

Von der Rückzugsankündigung total überrascht wurde Dieter Schlereth. Der 52-jährige Erfolgscoach, der die Haßbergler seit elf Jahren ununterbrochen betreut und von der Kreisklasse in die Landesliga geführt hat, erklärte seinen sofortigen Rücktritt. "Wie soll ich die Spieler im Abstiegskampf motivieren? Ich gehe davon aus, dass nun viele dem Verein den Rücken kehren werden." Bis zum Saisonende werden die Spieler vom bisherigen sportlichen Leiter Udo Heilmann trainiert, der aber auf keinen Fall über das Saisonende hinaus im Amt bleiben will.

"Ob wir dann in der Bezirksliga antreten oder gleich in der Kreisliga, wo derzeit unsere 2. Mannschaft spielt, ist noch nicht klar", so Dürbeck. Sollten die Augsfelder für die Bezirksliga Ost nicht melden, könnte diese Entscheidung Auswirkungen auf den dortigen Abstiegskampf haben. Auch der Tabellenführer TSV Abtswind hat keine Lust mehr auf die Landesliga, will allerdings den anderen Weg, nämlich in die Bayernliga, gehen. Da fünf Abtswinder Spieler in der Rückrunde nicht zur Verfügung stehen, haben die Verantwortlichen um Manager Christoph Mix nachgerüstet und in der Winterpause vier Talente verpflichtet. "Aufgrund des sportlichen Erfolges in dieser Saison haben wir auch die Verträge mit Coach Jochen Seuling, Co-Trainer Velibor Teofilovic und Torwart-Trainer Thomas Klaus verlängert", so Mix weiter.

Der Verband darf sich allerdings nicht nur mit dem Problem "FC Augsfeld" befassen, auch der Tabellen -16. der Landesliga Nordost, der FC Strullendorf, ist an einer weiteren Saison in dieser Liga nicht interessiert. "Der finanzielle Aufwand steht mit den Einnahmen in keinem Verhältnis", so Sportvorstand Richard Rödel, der immer noch beklagt, dass sein Klub in diese Liga verpflanzt wurde und ihm so die Derbys mit den benachbarten Vereinen aus dem Bamberger Raum, die in der Nordwest-Liga spielen, verloren gingen. "Unseren Einspruch gegen die Liga-Einteilung hat der Verband zurückgewiesen", sagt Rödel. "Die wiederholten Aussagen des Verbandspräsidenten Dr. Koch, dass der Verband die kleinen Vereine schützt, pflegt und hegt, sind leere Worte."