Es war wohl weniger überschäumende Freude, als vielmehr Erleichterung, was sich bei Horst Geier und seinen Cracks nach dem Abpfiff des letzten Faustball-Spieltages breitmachte. Der 2:0-Sieg (11:6/11:5) im Spiel gegen den TV Oberndorf war für die zuletzt arg strapazierten Faustballer der SG Fuchsstadt/Hammelburg der erfolgreiche Schlussstrich unter eine aufreibende Saison. Vier Siege benötigte man in der heimischen Saaletalhalle, um den Titel zu verteidigen. Dabei konnte man sich gegenüber dem punktgleichen NHV Schweinfurt (34:6/36:11) bei eigenen 26:6 Punkten und 28:9 Sätzen aber nur einen Satzverlust leisten. Und so kam es, wie es kommen musste und Coach Horst Geier auch vorausgesagt hatte. Man siegte vier Mal, gab nur einen Satz ab und die Meisterkrönung war perfekt.
Der Auftakt gegen die DJK Üchtelhausen I, gegen die man eine Woche zuvor noch unterlag, war perfekt. Glatt mit 11:6 und 11:8 hielten die Geiers, Schreiners und Co. den Gegner in Schach. Eine Demonstration von Stärke und Entschlossenheit zeigten die SGler auch gegen die zweite Üchtelhausener Vertretung beim 2:0-Sieg (11:8/11:6). Da alle Mann an Bord waren, konnte Geier auch taktisch variieren. So wechselten sich Roland Sell und Horst Geier als Zuspieler ab, agierten vorne rechts an der Leine als Schlagmänner Martin Bock und Frank Geier im Wechsel. Das bestens eingespielte Feld-Abwehr-Duo Dietmar Schreiner und Jens Martin zeigte Nervenstärke.
Über sich hinaus wuchsen im dritten Spiel die Michelauer, die den ersten Satz überraschend mit 11:9 für sich entschieden. Jetzt war klar, dass man sich keinen Ausrutscher mehr leisten durfte. Und siehe da, nach Gewinn des zweiten Satzes (11:5) lief alles wie geschmiert und mit 11:2 wurde das Match beendet. Gegen den TV Oberndorf lieferte man beim 2:0 (11:6/11:5) noch einmal eine konzentrierte Leistung ab. Zugriff zum Spiel fand Hauptschlagmann Christian Schreiner. Wenn der über Leinenhöhe sprang, herrschte Alarmstufe eins im gegnerischen Feld. Mit Jens Martin agierte Dietmar Schreiner souverän in der Feldabwehr.
"Überraschend spielten alle Gegner auf Augenhöhe gegen uns, so dass wir uns schwerer als erwartet taten. Doch mit Kampfkraft und Teamgeist blieben wir bis zum letzten Atemzug am Ball", freute sich Coach Horst Geier über den Titel.