TSV Haunstetten II - SG Garitz/Nüdlingen 19:17 (11:10).
19 Gegentore reichen der SG Garitz/Nüdlingen im Normalfall zum Sieg. Und die Defensivleistung hatte ja auch nicht nur dem puren Ergebnis nach gepasst. Mit einer ganz starken Torfrau Pia Kunzmann, die 60 Minuten auf der Platte stand, weil Stephanie Piske beruflich verhindert war. Aber offensiv haperte es diesmal, mitunter gewaltig sogar. Vor allem nach dem Wechsel, als den Unterfranken nur sieben Treffer gelangen. Das in etwa ist die Durchschnitts-Quote von Lisa Wenzke, die diesmal ein einziges Törchen warf, sogar zwei Siebenmeter vergab und zehn Minuten vor Spielende mit einer schmerzhaften Schulterverletzung vom Feld musste.
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"Wir hoffen, dass es nicht so schlimm ist und Lisa uns für das nächste Spiel in Regensburg wieder zur Verfügung steht", sagte SG-Trainer Harun Tucovic, der ungeachtet der Niederlage ausdrücklich das Schiedsrichtergespann lobte für eine umsichtige Spielleitung. Die Topscorerin hatte einen schweren Stand, wurde extrem eng gedeckt von den Gastgebern, die sich verstärkt hatten mit Akteuren aus dem Zweitliga-Kader, die über Doppelspielrecht verfügen.

Und es hätte trotz aller ungünstigen Voraussetzung etwas Zählbares herausspringen können, weil das Match ja richtig gut begonnen hatte. "Wir hatten mit 9:5 geführt, dann hat Haunstetten die Torfrau gewechselt, was uns den Rhythmus gekostet hat", sagte Tucovic zum folgenden 5:0-Lauf der Augsburgerinnen, die auch nach dem Wechsel kompromisslos verteidigten und dank ihrer Verstärkung auch physische Vorteile hatten gegen die mir nur drei Wechselspielerinnen angetretene Spielgemeinschaft.
Tore für die SG: Anne Früh (6/1), Carolin Annon (4), Sabrina Kleinhenz (2), Julia Albert (2), Anna Kleinhenz (2), Lisa Wenzke (1).