TV/DJK Hammelburg - TSV Fiedberg: Einen ganz starken Gegner erwarten die Hammelburger Männer heute in der Saaletalhalle. "Der TSV Friedberg hat in der vergangenen Saison die Meisterschaft erst am letzten Spieltag unglücklich aus der Hand gegeben", weiß Trainer Tado Karlovic. Zudem profitiert der TSV von der Erfahrung des ehmaligen Bundesligaprofis Andreas Eichhorn, der als Diagonallspieler für Stabilität sorgt. "Ich habe früher in der Regionalliga schon gegen Friedberg gespielt, ich denke, es ist eine solide, erfahrene Truppe, die der Nachteil eines Auswärtsspiels kalt lassen wird. Wir brauchen uns aber auch nach der Niederlage letzte Woche nicht zu verstecken. Ich hoffe, es wird ein knapper Spieg, denn knapp wird es meiner Meinung nach so oder so", ergänzt Lukas Spachmann, einer der erfahrenen Spieler im Team.

Seit 15 Jahren aktiv

Lukas Spachmann ist fast schon zwangsläufig zum Volleyball gekommen, da auch seine Eltern Volleyballer sind. "Ich bin also quasi in Turnhallen aufgewachsen. Ich habe zwar alle möglichen Sportarten ausprobiert, aber am Volleyball hat nie ein Weg vorbeigeführt", erzählt er. Seit 15 Jahren betreibt der 25-Jährige diese Sportart schon im Verein. Nach Hammelburg ist er gekommen, weil er seit 2011 in Würzburg studiert. "Kontakt zu vielen Hammelburgern hatte ich schon vorher, die Entscheidung dorthin zu wechseln war also ein no-brainer." Am TV/DJK schätzt er besonders die familiäre Atmosphäre. "Es gibt hier niemanden, den ich nicht mag oder der mich nicht super aufgenommen hätte", schwärmt der Student, der sich auch von der Vereinsführung bestens betreut fühlt. "Jeder verbringt gern Zeit mit der Mannschaft, ich finde das ist das wichtigste!"
Nach dem Aufstieg in die 3. Liga hat Lukas Spachmann bis auf die wenigen Neuzugänge und den Wechsel von Moritz Karlitzek nach Coburg keine nennenswerten Veränderungen registriert. Allerdings müssen er und sein Team sich erst noch an das höhere Niveau gewöhnen. "Es gibt keine Mannschaften mehr, die man mal kurz abschießen kann, jedes Spiel wird umkämpft sein. Wenn wir letzte Saison einen schlechten Tag hatten und unkonzentriert waren, konnten wir trotzdem durch individuelle Klasse noch gewinnen, das kann man diese Saison vergessen", ist er sich sicher. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir auch mal verlieren. Das war in den vergangenen Jahren ja eher die Ausnahme", ergänzt er lachend.

Für den Trainer ein Mulitalent

Derzeit hat der 25-Jährige keine Probleme, Volleyball und Studium unter einen Hut zu bringen. Eng wird es, wenn Prüfungen anstehen, da fällt dann schon mal ein Training oder ein Auswärtsspiel aus. " Aber da wir so viele Studenten in der Mannschaft haben, sind wir mittlerweile darauf eingestellt und jeder kann es verstehen", sieht er keine Schwierigkeiten. Zeit für ein paar kleine Hobbys bleibt dem Studenten noch, auch wenn viele Wochenenden verplant sind. "Für eine professionelle Fußball-Karriere hat's leider nicht ganz gereicht, aber Leute auf Bolzplätzen aussteigen zu lassen, klappt gut", erzählt der Fußball-Fan, der in einer Anti-Fußball-Familie aufgewachsen ist. "Deswegen habe ich keinen richtigen Herzensverein, aber ich finde Gladbach und Leverkusen ganz gut" verrät Lukas Spachmann, der seit kurzer Zeit auch Tennis spielt und ganz gern am PC zockt. "Außerdem esse ich oft - nicht viel, aber oft." Für seinen Trainer ist Lukas ein Allrounder, "der super gut Fußball spielt und nicht weniger gut Basketball".
Und was denkt der Spieler, der musikalisch "alles mag was Krach macht und Energie hat", über seinen Trainer? "Tado ist ein Trainer, den man als Spieler nie in Frage stellen muss, er weiß, was er macht und er weiß, wo er mit der Mannschaft hin will. Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen." Der Coach schätzt an ihm seine Schnelligkeit. "Er ist oft vor dem Ball am Platz und deckt viele Lücken in der Abwehrreihe. Aber Tado Karlovic wäre nicht Tado Karlovic, wenn er nicht eine kleine Frotzelei auf Lager hätte. "Lukas spricht auch am schnellsten, Aldin hat absolute Probleme ihm zu folgen", meint der Trainer Neuzugang Aldin Dzafic.
In seiner langen Zeit als aktiver Spieler, hat Lukas Spachmann einiges erlebt, an das er sich gerne erinnert. Besonders in der Jugend wurde auch mal über die Strenge geschlagen. "Einmal waren wir mit der damaligen Auswahlmannschaft zwei Tage beim Bayernpokal unterwegs. Wir haben am ersten Tag super gespielt und uns fürs Halbfinale qualifiziert. Das musste natürlich ein bisschen gefeiert werden, weil das niemand erwartet hatte. So hatten einige von uns beim Griechen Kontakt mit dem ein oder anderen kleinen Glas Alkohol. Unser Libero hat das etwas schlechter verkraftet und es wurde eine harte Nacht für ihn. Wir alle durften uns vom Trainer eine Strafpredigt anhören und einige mussten sogar nachts zur Strafe laufen gehen. Am nächsten Tag war unser Libero stark verkatert und fast ohne Nachtruhe der beste Mann auf dem Platz und wurde bei der Siegerehrung sogar zum besten Libero Bayerns gewählt."

TV/DJK Hammelburg - TB/ASV Regenstauf: Vor einem Spitzenspiel stehen auch die Hammelburger Damen. Die Gäste aus Regenstauf sind ebenfalls mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Trainer Frank Otter erwartet in der sehr ausgeglichenen Regionalliga ein Spiel auf Augenhöhe. "Letztes Jahr haben wir in Regenstauf ersatzgeschwächt klar verloren. Zu Hause dafür gegen einen ebenfalls ersatzgeschwächten Gegner gewonnen", erinnert sich der Coach, der Regenstauf in voller Besetzung sehr stark. Noch nicht einsetzen wird er wohl die beiden Nachwuchsspielerinnen Lena Bindrum und Paula Hepp, die noch Trainingsrückstand haben. Die Hoffnungen von Frank Otter , erstmals nach ihrer Babypause Margareta Möller, unter ihrem Mädchennamen Fell den Volleyball-Fans noch in bester Erinnerung, einsetzen zu können, haben sich zerschlagen. "Sie kann leider noch nicht mitspielen", bedauert der Coach , der aber auf ihre künftige Hilfe setzt. Mit der Rückkehr von Tabea Lang und Katja Vogler hat er aber dennoch wieder mehr Wechselmöglichkeiten als zuletzt in Katzwang.