TSV Abtswind II - FC Thulba 0:1 (0:1). Tor: 0:1 Lorenz Heim (10.).
Das Tor des Tages erzielte Stürmer Lorenz Heim bereits in der zehnten Minute mit der ersten Chance der von 429 Zuschauern verfolgten Begegnung. Nach einem Querpass zentral vor dem gegnerischen Tor kam er zum Schuss und ließ mit seinem platzierten Abschluss Torhüter Marco Bischoff keine Abwehrmöglichkeit.

Personell musste Abtswinds Trainer Velibor Teofilovic seine Mannschaft im Rückspiel gegen die Rhöner aufstellen wie noch nie zuvor. Überrascht waren nicht wenige, dass Ben Verberkt in der Anfangsformation zu finden war. Just am 31. Mai hatte der 26-Jährige die Spielerlaubnis erhalten und wurde von seinem Trainer sogleich im offensiv zentralen Mittelfeld aufgestellt. Thorsten Götzelmann fand sich neben Jovica Pejakovic als einer von beiden Sechsern im defensiven Mittelfeld wieder, obwohl er in der letzten Zeit meist als Sturmspitze agiert hatte
Solche Umbauten musste Thulbas Trainer André Betz nicht vornehmen. Er bot jene Mannschaft auf, die drei Tage zuvor das torlose Remis errungen hatte. Thulba stand defensiv dicht und störte seine Gegenspieler im Mittelfeld frühzeitig. Bei Abtswind versuchte es anfangs Shawn Hilgert über die linke Seite, blieb aber mehrmals an Thulbas Christian Happ hängen, der in der Innenverteidigung eine sehr gute Leistung zeigte. Vor dem von Marco Bischoff gehüteten Gehäuse kamen die Rhöner Mitte der ersten Halbzeit erneut in aussichtsreiche Position, als Max Hüfner vom Strafraumeck schoss, Abtswinds Torhüter den Ball aber noch mit einer Hand über die Querlatte lenkte.

Mit fortschreitender Spieldauer wurde der Vortrag der Hausherren von ungenauem Passspiel in die Spitze unterlaufen. Chancen gab es bis zum Seitenwechsel nur bei den Gästen. Hüfner drang in den Gefahrenbereich ein, doch Bischoff erwies sich als sicherer Rückhalt. Thulbas Trainer nahm zum Seitenwechsel zwei Änderungen vor, für den mit Gelb belasteten Hüfner kam Timm Manger und Max Heinrich nahm Huppmanns Rolle auf der linken Seite ein, interpretierte diese aber offensiver und beschäftigte Hilgert dadurch zunehmend in der eigenen Hälfte. Thulba hatte auch Anfang der zweiten Halbzeit offensiv mehr zu bieten. Abtswind reagierte mit den Wechseln von Lukas Zobel für Zehnder und Julian Beßler für Hock und rotierte. Als sich Teofilovic wenige Minuten später für Hilgert ins Spiel brachte, rannte Abtswind mit zwei Stürmern gegen den Rückstand an. Paunescu besaß nach Zuspiel von Teofilovic die beste Gelegenheit zum Ausgleich, traf aber nur ans Außennetz. Weitere oder gar bessere Möglichkeiten besaßen die Gastgeber nicht mehr, so dass sich nach Spielende die Thulbaer von ihrem mitgereisten Anhang feiern lassen durften.

"Wenn das Spiel unentschieden ausgeht, wäre es auch in Ordnung gewesen. Im Großen und Ganzen war unser Sieg aber verdient, denn wir erspielten uns die besseren Chancen", resümierte Betz.
Abtswind: Marco Bischoff, Axel Zehnder (55. Lukas Zobel), Markus Schamberger, Christoph Kniewasser, Jovica Pejakovic, Thorsten Götzelmann, Markus Golombek, Patrick Hock (55. Julian Beßler), Constantin Paunescu, Ben Verberkt, Shawn Hilgert (63. Velibor Teofilovic).
Thulba: Daniel Neder, Christian Happ, Sebastian Vancea, Joachim Muth, Sergiu Nistor, Florian Heim (68. Markus Kaufmann), Stefan Thoma, Max Hüfner (46. Maximilian Heinrich), Lorenz Heim, Julian Wüscher, Tobias Huppmann (46. Timm Manger).
Schiedsrichter: Frank Staudinger (Straßbessenbach).
Zuschauer: 429.