Showdown in allen Spielklassen - am letzten Spieltag können die letzten Meister gekürt werden, Auf- und Abstieg besiegelt werden. Vor den dann folgenden Relegationsspielen sind aber in mehreren Fällen auch noch Entscheidungsspiele möglich.
Lediglich in den B-Klassen Rhön 1, 2 und 3 ist alles klar. Die Meister FC Elfershausen, FC Fuchsstadt II und TSV Münnerstadt II steigen in die A-Klasse auf, der SCK Oberwildflecken, der SV Garitz II und der TSV Ebenhausen II bestreiten die Aufstiegsrelegation.

Vorteil für Albertshausen

In der A-Klasse Rhön 1 kommt es zu einem richtigen Endspiel um den Titel, denn der SV Albertshausen (1./59) empfängt mit dem FC Obereschenbach (2./58) seinen härtesten Verfolger. Bei einem Sieg oder einem Unentschieden wäre Albertshausen Meister, mit dem Unentschieden könnte sicherlich auch die Bavaria aus Obereschenbach gut leben, denn damit wäre Platz zwei zementiert und der Aufstieg in die Kreisklasse sicher. Sollte Obereschenbach allerdings verlieren, könnte die SG Ramsthal II/Wirmsthal (3./55) noch gleichziehen, denn gegen Absteiger SG Waldfenster/Lauter II sind drei Punkte fest eingeplant. Ein Entscheidungsspiel um den zweiten direkten Aufstiegsplatz und Relegationsrang drei wäre die Folge. Theoretisch hat auch der SV Machtilshausen (4./52) noch Chancen auf Platz drei, aber nur wenn die Weindörfler beim Schlusslicht verlieren.
In der A-Klasse 2 hat die SpVgg Haard (3./55) den dritten Rang sicher. Den direkten Durchmarsch könnte der Aufsteiger noch schaffen, wenn er beim Meister FC Eibstadt (1./63) gewinnt und die DJK Mühlbach (2./56) daheim gegen des TSV Bad Königshofen II Federn lässt. Die übrigen Vertreter aus dem Landkreis Bad Kissingen haben den Klassenerhalt sicher. Die Chance darauf kann sich der TSV Bad Bocklet (14./25) in der A-Klasse 3 erkämpfen. Mit einem Sieg beim TSV Stockheim (11./31) können die Jungs um Marco Bocklet ihre Aufholjagd krönen und punktemäßig mit dem FSV Hohenroth II (13./28) gleichziehen, denn für den FSV ist die Runde schon gelaufen. Es gäbe ein Entscheidungspiel, der Verlierer muss die SG Premich/Gefäll in die B-Klasse begleiten.
Noch nicht beantwortet ist die Frage nach dem Meister in der Kreisklasse Rhön 1, wo sich der TSV Oberthulba (1./66) und der SC Diebach (2./64) ein Fernduell liefern. Der Tabellenführer, der alle Trümpfe in der Hand hält, tritt beim FC Untererthal (8./38) an, der Verfolger bei der SpVgg Wartmannsroth (5./41). Die Frankonen müssen gewinnen, bei einer Punkteteilung des TSV ginge es ins Stechen, bei einer Niederlage des Spitzenreiters wäre Diebach dann sogar Meister. Der Tabellenzweite hat die Chance, den Aufstieg in die Kreisliga in der Relegation zu realisieren. Im Abstiegskampf ist der FC Poppenroth (14./22) auf Schützenhilfe des TSV Stangenroth (11./31) angewiesen, der den SV Aura (13./23) empfängt. Die Viktoria muss beim bereits geretteten VfR Sulzthal (12./28) punkten, um wenigstens noch die Relegation erreichen zu können. Ansonsten müsste der Aufsteiger wieder in die A-Klasse zurück.

Arnshausen lauert

Ungemein spannend geht es in der Kreisklasse 2 zu. Auch hier beschert der Spielplan ein Endspiel um die Meisterschaft, denn der TSV Rannungen (1./57) erwartet den TSV Steinach (2./56). Bei Sieg oder Punkteteilung ist Rannungen durch, doch Steinach muss ebenfalls gewinnen, denn der TSV Arnshausen (3./54) lauert auf seine Chance. Ein Heimsieg gegen den FC Poppenlauer (7./40) vorausgesetzt, ist der Relegationsplatz machbar. Bei einem Rannunger Erfolg stünde Steinach dann mit leeren Händen da. Gewinnt Steinach, gäbe es ein Entscheidungsspiel gegen Rannungen, bei einem Unentschieden eines gegen Steinach. Mit dem ASV Sulzfeld und dem FC Eltingshausen stehen die direkten Absteiger fest, doch der Relegationsrang davor droht noch dem TSV Rothhausen/Thundorf (13./26) und der DJK Weichtungen (12./26). Theoretisch ist noch der TSV Maßbach (11./29) gefährdet. Die Rothhäuser und Thundorfer haben mit dem ASV Sulzfeld sicherlich die leichteste Aufgabe zu bewältigen. Weichtungen muss bei der DJK Burghausen/Windheim (9./32) antreten und Maßbach erwartet den TSV Ebenhausen (5./44), um den letzten fehlenden Punkt einzufahren.

FC 06 vor Bezirksliga-Rückkehr

In der Kreisliga Rhön will der FC 06 Bad Kissingen (1./55) beim bereits abgestiegenen SV Burgwallbach/Leutershausen sein Meisterstück machen. Alles andere als ein Sieg der Mannen von Trainer Rüdiger Klug wäre eine riesige Überraschung und würde der Bayernliga-Reserve des TSV Großbardorf (2./53) bei einem Dreier daheim gegen den RSV Wollbach ermöglichen, gleich- oder vorbeizuziehen. Nerven wie Drahtseile sind im Abstiegskampf gefordert. Der FC Bad Brückenau (12./31), derzeit auf dem Relegationsplatz, kann mit einem Sieg gegen Eichenhausen (10./33) den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. Das gilt ebenso für den SV Ramsthal (11./33), der dazu aber beim FC Reichenbach gewinnen muss. Mit in der Verlosung ist auch noch die DJK Waldberg (13./30), die bei einem Dreier gegen Absteiger Niederlauer Chancen hat.

Riedenberg muss punkten

Kompliziert ist die Situation in der Bezirksliga Ost, was den Kampf um Relegationsrang zwei angeht. Und auch in Sachen Abstieg ist noch nicht alles entschieden. In der Bezirksliga gibt es bei Punktgleichheit kein Entscheidungsspiel, sondern der direkte Vergleich entscheidet (wie im Europapokal). Seit letzten Montag ist der FC Strahlungen der dritte Absteiger und rutscht direkt weiter nach unten nach dem Abstieg aus der BOL. Das könnte ausch dem SV Rödelmaier so blühen, der aber noch eine Chance hat auf den Relegationsplatz. Und dabei kommt es beim SV Riedenberg zu einem echten Endspiel. Der Neuling belegt noch diesen so wichtigen 14. Platz, hat drei Punkte Vorsprung. Rödelmaier gewann das Hinspiel mit 3:1 und muss nun ganz einfach nur noch ein weiteres Mal siegen, um seine Saison zu verlängern und Riedenberg in die Kreisliga Rhön zu schicken. Die Riedenberger können die drei Punkte besseren Röthleiner nicht mehr erreichen, weil Klaus Kellers Mannschaft den direkten Vergleich mit Riedenberg für sich entschieden hat. Das 3:0 des TSV im Rückspiel nach einem 0:1 in der Rhön war also der wohl wichtigste Sieg der Röth leiner in dieser Saison.
Theoretisch könnten hinter Meister und Landesliga-Aufsteiger SV Garitz sogar fünf Mannschaften punktgleich auf Rang zwei einfahren. Dann wäre eine Fünfer-Tabelle notwendig. Einfacher wäre es freilich, wenn eines der drei Teams, die momentan 58 Punkte haben, gewinnt - und die beiden anderen nicht. Die DJK Schwebenried/ Schwemmelsbach spielt gegen den eben erst geretteten TSV Forst. Der TSV Bad Königshofen muss nach der enttäuschenden Heimniederlage gegen Güntersleben nun zum seit dem Forst-Gastspiel abgestiegenen Lokalrivalen FC Strahlungen. Und der TSV Münnerstadt hat es nach dem Nackenschlag der Niederlage gegen Schwebenried auswärts mit der FSG Wiesentheid zu tun.

Vorteil für Königshofen

Gewinnen alle drei Anwärter, so würde eine Dreier-Tabelle über Rang zwei entscheiden. Bad Königshofen hat gegen Schwebenried und Münnerstadt jeweils den besseren direkten Vergleich auf seiner Seite, ist so gesehen der Favorit auf die Aufstiegsrelegation. Werner Köhlers Mannschaft muss also "nur" gewinnen in Strahlungen und wäre dann sicherer Zweiter. Beim Vergleich zwischen Münnerstadt und Schwebenried hätte die DJK aus dem Landkreis Main-Spessart dank des jüngsten Sieges die Nase vorne. Doch Achtung: Spielen alle drei Teams unentschieden, so könnten auch der TSV Gochsheim und der TSV Mühlhausen/Schraudenbach mit Siegen auf 59 Punkte kommen. Die Gochsheimer erwarten die Garitzer, Mühlhausen muss nach Fuchsstadt. Eines vorneweg: Gochsheim hat gegenüber Mühlhausen den besseren direkten Vergleich. Das wäre dann wichtig, wenn Garitz und Fuchsstadt am letzten Spieltag verlieren, Forst, Strahlungen und Wiesentheid aber allesamt siegen. Kommen alle fünf Mannschaften auf 59 Punkte, so müsste eine interne Fünfertabelle über Platz zwei entscheiden, in der nur die Resultate untereinander einfließen. Und da hätte Bad Königshofen mit 19 von 24 möglichen Punkten in diesen Spitzenspielen eindeutig am besten abgeräumt.
Unfassbar eigentlich, dass aber selbst noch der TSV Güntersleben beinahe ins Aufstiegsrennen eingreifen könnte. Das klappt fast bei einem realistischen Sieg über Obererthal und gleichzeitigen Niederlagen von Schwebenried, Münnerstadt und Bad Königshofen. Zudem dürfen dann Mühlhausen und Gochsheim nicht siegen.