SV Riedenberg - SV Euerbach/Kützberg.
Durch die unnötige 0:1-Niederlage beim abstiegsbedrohten TSV Großbardorf II hat es der SV Riedenberg (9./33) zunächst verpasst, sich im vorderen Mittelfeld der Tabelle anzusiedeln. Jetzt folgen für die Truppe von Trainer Marius Kubo die Wochen der Liga-Schwergewichte. Den Anfang macht das Gastspiel des SV Euerbach/Kützberg (3./50) in der Rhön. Zu Beginn als Topfavorit gehandelt, kämpft das Skoric-Team hinter Fast-Meister Schwebenried/ Schwemmelsbach mit Fuchsstadt um Platz zwei und möchte diesen gerne nutzen, um über die Relegation in die Landesliga aufzusteigen. Doch dazu sind solche Patzer wie vor Wochenfrist beim Heim-2:2 gegen Unterspiesheim wenig hilfreich, als man trotz drückender Überlegenheit am Ende froh sein durfte, noch einen Punkt zu kratzen. Entsprechend gerüstet gehen Kubos Riedenberger ins Spiel. Der Coach selbst verweist auf das Hinspiel, als man sich beim Favoriten achtbar aus der Affäre zog, allerdings am Ende mit leeren Händen dastand. "Da fiel das entscheidende 1:0 durch einen zweifelhaften Elfmeter. Wir hoffen, ihnen jetzt ähnlich Paroli zu bieten. Euerbach muss bei uns gewinnen, wenn sie im Rennen um Platz zwei bleiben wollen." Das Manko der Vorwoche bei der Niederlage in Großbardorf war die mangelnde Chancenverwertung. "Wir haben einige gute Gelegenheiten ausgelassen und der Gegner macht aus wenig ein Tor - das hat an dem Tag einfach gereicht", hofft Kubo auf höhere Zielgenauigkeit gegen den Tabellendritten. Bei den Rhönern wird Torjäger Philipp Dorn nach überstandenem Magen-Darm-Infekt wieder in die Startelf zurückkehren.

FC Fuchsstadt - TSV Unterpleichfeld.
Relativ problemlos hat der FC Fuchsstadt (2./52) die Hürde Garitz genommen und ist nach dem kleinen Ausrutscher von Rivale SV Euerbach/Kützberg (2:2 gegen Unterspiesheim) sechs Spieltage vor Schluss im leichten Vorteil im Kampf um Platz zwei. "Es ist zwar schön zu hören, dass Euerbach Federn gelassen hat, doch das zählt alles noch nichts. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und das anstehende Spiel wird schwer genug", mahnt FC-Coach Dirk Züchner vor der Partie gegen den TSV Unterpleichfeld (7./36). Beim Spiel in Garitz sah er seine Mannschaft zwar nicht zelebrieren, aber eben gewinnen. "Es war keine Offenbarung. Der Sieg war zwar nicht in Gefahr, doch die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Aber wir haben die drei Punkte, alles andere ist egal." Gegen Unterpleichfeld fordert Züchner von seinem Team wieder mehr Power. "Unterpleichfeld hat eine gute Mannschaft, davon konnten wir uns im Hinspiel (1:1) überzeugen. Doch wir spielen diesmal zu Hause, wenn wir da zu alter Stärke aus dem Wiesentheid-Spiel zurückfinden, dann wird es auch klappen", ist Züchner optimistisch und vertraut dabei auf die Fuschter Heimstärke. Lediglich dem TSV Münnerstadt gelang es nämlich alle drei Punkte vom Kohlenberg zu stibitzen. Leicht wird es der TSV Unterpleichfeld den Fuschtern wahrscheinlich nicht machen. Dem Tabellensiebten geht der Ruf einer spielstarken Mannschaft voraus, die in der Fremde den Platz schon fünfmal als Sieger verließ. Zuletzt besiegte das Team von Spielertrainer Thomas Redel berger den FC Geesdorf mit 2:1 Bester Torschütze ist Manuel Örtel mit 12 Saisontreffern. Durch die Rückkehr von Tobi Stöth entspannt sich beim FC die Personallage wieder.

FC Gerolzhofen - SV Garitz. "Ich habe nach wie vor den Glauben daran, dass wir den Relegationsplatz erreichen. Die Konkurrenz hat aus meiner Sicht das schwerere Restprogramm", gibt sich Michael Beyfuß, Trainer des SV Garitz (15./15), kämpferisch was das Hauen und Stechen um den Klassenerhalt betrifft. Auch der, zugegebenermaßen nicht unerwartete, Rückschlag durch die 1:4-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten FC Fuchsstadt entmutigt den SV-Coach nicht. "Das war verdient. Fuchsstadt war über die Spielzeit die bessere Mannschaft. Bis zum 0:1 haben wir gut mitgehalten und zwei gute Chancen gehabt, dann hat uns der Doppelschlag das Genick gebrochen." Gleich mit der nächsten Aufgabe beim FC Gerolzhofen wollen die Beyfuß-Mannen mit dem Punkte sammeln weitermachen. "Wir möchten Großbardorf und Bad Kissingen in der Tabelle noch überholen und da wollen wir im nächsten Spiel punkten. Die Zeichen stehen auf Angriff", sieht der SV-Übungsleiter eine gute Gelegenheit für einen Erfolg. Zu recht, denn Gerolzhofen präsentiert sich nicht erst seit der Winterpause äußerst harmlos. Sieben der letzten neun Spiele beendeten die Steigerwälder ohne eigenen Torerfolg und ohne Punkt. Lediglich bei Schlusslicht Mühlhausen (2:0) und gegen Bad Kissingen (2:2) kam man zu Punkten. Für Motivation im Garitzer Lager sollte die Aussage von Gerolzhofens Teammanager Manuel Goldstein sorgen, der in einer Schweinfurter Zeitung folgendermaßen zitiert wird: "Wenn wir gegen einen potentiellen Absteiger nicht gewinnen, gegen wen dann?" "Wir werden jedenfalls alles in die Waagschale werfen, um dort etwas zu reißen", prophezeit Beyfuß. Verzichten muss er diesmal auf Offensivmann Marcel Rudolph, während hinter Johannes Baier und Jens Niebling Fragezeichen stehen.

FC 06 Bad Kissingen - DJK Schwebenried/Schwemmelsbach.
Für die einen ist es eine fast unlösbare Aufgabe, für Thomas Lutz eines der leichtesten Spiele der Saison. Für den Trainer des abstiegsbedrohten FC 06 Bad Kissingen (13./21) ist klar, dass man im Heimspiel gegen den souveränen Tabellenführer DJK Schwebenried/Schwemmelsbach (1/59) absolut nichts zu verlieren hat. Zu dominant tritt die Truppe des Trainer-Duos Thorsten Büttner/Mario Schindler im bisherigen Saisonverlauf auf und hat die Verfolger in der Tabelle weitestgehend abgeschüttelt. Mit David Fleischmann (22 Tore) verfügt man zudem über den Top-Torjäger der Liga. Doch nicht selten haben Spiele David gegen Goliath einen überraschenden Ausgang. Und genau darauf hofft Lutz. "Wir wollen die Offensivbemühungen von Schwebenried eindämmen und ihnen keine Möglichkeit geben ihren Spielwitz zu entfalten. Gelingt uns das, könnte es auch für sie schwer werden. Nach vorne geht bei uns immer ein bisschen was. Wir werden jedenfalls nicht mit einem so offenen Visier ins Spiel gehen wie zuletzt in Dampfach." Dort kassierten die 06er eine bittere und für den direkten Klassenerhalt wohl vorentscheidende 2:4-Niederlage, da die direkt vor den Kurstädtern stehenden Dampfacher nun schon um sieben Punkte enteilt sind. "Wir hatten da eine viel zu hohe individuelle Fehlerquote und waren immer einen oder zwei Schritte zu spät. Nach der Pause haben wir den absoluten Willen gezeigt und sind immer wieder angelaufen. Wir haben die körperlichen Voraussetzungen, aber uns fehlt leider teilweise die Qualität und die Durchschlagskraft", sieht Lutz die Mängel seiner Truppe klar. Sturmführer Ervin Gergely (beruflich verhindert) kann seinem Team gegen den Spitzenreiter leider ebenso wenig helfen wie Youngster Yannic Franz. Dafür stehen Daniel Hofmann und Andreas Winkler wieder im Kader.

SV-DJK Unterspiesheim - TSV Münnerstadt.
Nach dem klaren 4:0-Erfolg über Schlusslicht SV Mühlhausen/Schraudenbach dürfte die anstehende Aufgabe beim SV-DJK Unterspiesheim (10./30) eine weitaus heiklere Angelegenheit für den TSV Münnerstadt (5./30) werden, denn die Gastgeber befinden sich nach der Winterpause in einer blendenden Verfassung, holten da elf von 15 möglichen Punkten und sind seit nunmehr neun Spielen ungeschlagen. Einen nicht unbedeutenden Anteil daran dürfte Trainer-Oldie Reinhard Seger haben, der während der Vorrunde den erfolglosen Ex-Ramsthaler "Bobby" Schmitt ablöste und die "Speesemer" nach vier Startniederlagen ins Mittelfeld der Bezirksliga führte. Doch auch der TSV Münnerstadt muss sich da keineswegs verstecken mit zuletzt drei Siegen und einem Remis. Platz fünf ist derzeit der gerechte und tolle Lohn für die Mühen der Truppe von Trainer Adrian Gahn, die immer wieder personell geschwächt ihren Mann stehen musste. Auch in Unterspiesheim ist die Ausfallliste lang, fehlen doch zusätzlich Fabian May (Infekt), Niklas Markart (Prüfungen) und Tobias Geis (Studium), so dass sich der Coach selbst von Beginn an ins Rennen schicken könnte. "Es riecht stark danach", meint dieser schmunzelnd.