TV/DJK Hammelburg - MTV München 1:3 (23:25, 16:25, 25:22, 18:25) - Die Hammelburger blieben deutlich unter ihren Möglichkeiten. Mit einem anfänglichen Rückstand kann man leben, erwartet man doch jeden Moment, dass die Saalemänner zu sich finden und die Vorherrschaft am Netz übernehmen. Diesmal jedoch weit gefehlt. Anfangs wirkten sie etwas hochmütig, später jedoch gab es dazu keinen Grund mehr. "Uns hat die dreiwöchige Pause nicht gut getan", analysierte TV/DJK-Trainer Tado Lehmann, der die Schuld an der desolaten Vorstellung bei seinem Team sucht. Natürlich hat er Verletzte zu beklagen, doch das lässt der Trainer nicht gelten. Zu diesen gehörte Mittelangreifer Stefan Basmer, der sich am Crêpes-Stand um das Wohlbefinden der Zuschauer kümmerte.
Dies war bitter nötig, denn das Spiel der Hammelburger war gewiss kein Hochgenuss. Zwar gelang es ihnen durch die einzigen Lichtblicke, Henning Schulte und Moritz Karlitzek, im ersten Satz noch mühevoll, mit 23:22 die einzige Führung zu ergattern, doch dies war gleichzeitig ihr letzter Punkt in diesem Durchgang. "Das war die grausamste Vorstellung, die wir in diesem Jahr erlebt haben", erwartete Lehmann im zweiten Satz Besserung von seinen Jungs. Doch das Gegenteil folgte. Annahme und Zuspiel der Gäste aus München waren nahezu perfekt, weshalb sie kaum einen ernst zu nehmenden Block seitens der Saalemänner gegen sich hatten. Diese Runde endete als Demontage.
Nach der Pause ging der TV/DJK energischer und emotionaler zur Sache. Zwar blieben die Leistungsträger nach wie vor hinter ihrer gewohnten Stärke, doch reichte es zumindest, um ab 17:16 das Ruder herumzureißen. Mit einem Lob von Moritz Karlitzek kam Hammelburg schließlich zum Satzball, den Karlitzek gemeinsam mit Henning Schulte im Block verwertete. Die Hoffnung auf die Wende verflog schnell. "Wir sind gleich wieder ins alte Muster hineingerutscht", bemängelte der Trainer, der wechseln konnte, wie er wollte. Kampfgeist war an diesem Tag ein Fremdwort für die Gastgeber. "Uns fehlte vor allem die Zielstrebigkeit", so der Trainer zu dieser vermeidbaren Niederlage. "Vielleicht ist das ganz gut so", befand Lehmann abschließend, "dann ist bei manchen das Thema Aufstieg erst mal aus den Köpfen".

TV/DJK Hammelburg - FSV Marktoffingen 2:3 (25:18, 25:21, 20:25, 18:25, 7:15) - Es war ein schwungvoller Beginn, hellwach präsentierten sich die Saaledamen (10:2). Marktoffingen schlug jedoch bald zurück (8:12), ehe Melanie Meder erst am Netz punktete, dann mit Aufschlägen, darunter drei Asse.
Schon im zweiten Durchgang ging es für die Gastgeberinnen etwas zäher voran. Zunächst geriet der TV/DJK durch Aufschläge von Maresa Stimpfle in Rückstand. Erst durch die Aufschlagserie von Britta Lohneiß war Hammelburg mit 23:16 wieder kräftig vorne. Erneut gab es jedoch Annahmeschwächen. Diesmal war es Rebekka Stimpfle, die mit ihren Aufschlägen den Saaledamen weh tat. Nach zwei Assen zog TV/DJK-Trainer Frank Otter die Reißleine, nahm eine Auszeit und stellten in seinem Team die Weichen für das 2:0 nach Sätzen.
Es hätte einer dieser schönen Abende werden können, denn die Unterfranken gingen auch den dritten Durchgang mit 11:7 siegessicher an. Allerdings zeigte die Annahme zunehmend Schwächen, so dass vom gefürchteten Hammelburger Mittelangriff kaum noch Gefahr ausging. Zunächst kompensierte dies der starke Außenangriff, doch genau der ließ sich anstecken. Dagegen machte die erst 14-jährige Linkshänderin von Marktoffingen, Joana Hurler, mächtig Dampf am Netz. Bis zum 20:20 blieb es ein offener Schlagabtausch, ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt verletzte sich Libera Denise Roy am Knie und konnte nur noch bedingt weiterspielen. Nach einer strittigen Entscheidung war der Satz weg. Die Schwaben hatten richtig Blut geleckt, wieder waren es Serien von Aufschlagsalven, die die Gäste ins Feld der Hammelburger abfeuerten. Der TV/DJK holte zwar hin und wieder auf (15:15), ehe erneut eine Serie einschlug.
Trainer Otter stellte um. Christin Heim beorderte er auf die Diagonale, um Block und Schlagkraft zu erhöhen. Dennoch starteten die Saale damen denkbar schlecht mit 1:7 in den Tie-Break. Durch Aufschläge von Cornelia Schmitt und Schmettereinlagen von Heim, unterstützt vom tosenden Publikum, kam der TV/DJK auf 6:7 heran. Durch konsequentes Zuspiel auf Heim hätte die Aufholjagd wohl noch weitergehen können, doch die Gegner übernahmen mit ihrer stärksten Waffe, den Aufschlägen, endgültig das Kommando. Beim 13:7 war der Drops gelutscht. "Das war ein entscheidendes Spiel gegen den Abstieg, solche Punkte zu verlieren, tut weh", bedauerte Otter.